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Frohes Fest

Allen Daheimgebliebenen wünsche ich ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest mit vielen Geschenken und viel Wärme. Merkt Ihr es? Ein kleines Wärmepaket mit einem Quentchen Sonne habe ich dem heutigen Blogeintrag beigelegt. Wirds schon warm? Ich habe mittlerweile meine Insel verlassen, heute Morgen noch schnell den Kindern beim Geschenkeauspacken und Spielen zugesehen und bin zurück in Bangkok. Es gibt einige Dinge einzukaufen und zu organisieren bevor der Sprung ins Neue Jahr und Neuseeland anstehen.

Konsum

Egal wo auf der Welt – das Fest des Konsumrauschs ist ausgebrochen. Auch hier wird fleißig geshoppt und ich wäre der letzte, der sich dem entziehen könnte. Jetzt bin ich stolzer Besitzer dreier neuer Sehwerkzeuge – einmal für die Sonne und einmal für alle anderen Anlässe sowie eine schöne neue Linse für meine Kamera. Ich verabschiede mich jetzt in die Blog-Weihnachtspause. Zwei, die obligatorischen, Einträge wird es natürlich n och geben.

(Tor)Tour

Na, welcher Pädagoge war denn da am Werk? Danke für die vielfältigen Informationen zum Thema Pfeffer. Und nicht so ängstlich –oute Dich, Du Kommentator! Was für eine (Tor)Tour gestern. Von Sihanoukville habe ich mich mit gefühlten zehntausend Fortbewegungsmitteln über Land zurück nach Thailand befördern lassen. Vom Moped, aufs Boot, auf den Lastwagen, in den Handkarren, in den Minibus, in einen anderen Minibus, auf der Ladefläche eines Pickuptrucks und zu guter letzt in einen weiteren... 14 Stunden für etwa 400 Kilometer zum Preis in etwas auf Augenhöhe zum Flieger. Aber es war spannend. Vor allem die 300 Kilometer auf dem Pickup durch den Osten Thailands waren aufregend. Zwar sehr abgaslastig, aber mit dem Kopf im Wind kein Problem (Kleinejungenträume und so) Lediglich meine Kopfhaut zuckte noch Stunden später wie verrückt. Der Grenzer auf Thaiseite hat ewig gebraucht meine ganzen Einreisestempel zu addieren und zu schauen, dass ich auch ja nicht schon 90 Tage im Land war, denn das ...

Sihanoukville

Wollte man diese Stadt in einem Reiseprospekt beschreiben, so käme unweigerlich die Bezeichnung „aufstrebender Ferienort“ vor. Zudem würde man das Attribut „belebt“ und „natürlich“ verwenden. Und natürlich nicht zu vergessen „beliebt bei jüngeren, unabhängigen und flexiblen Reisenden, gern auch allein reisenden Herren“. Kurz, die Stadt ist mehr oder minder scheußlich. Sie ist weit auseinanderzogen und es wird gebaut, geschraubt, gebohrt und gesägt. Am Strand, eigentlich nicht sooo schrecklich, werden en masse nicht (mehr) vorhandene Gliedmaßen zur Schau gestellt. Um den Effekt zu erhöhen werden die Krücken irgendwo versteckt und die Bettler kriechen am Strand entlang. Kinder werden zum Verkaufen losgeschickt, denn sie sind die wahren Meister in der Kunst des traurigen Dackelblicks. Die Straßen werden derweil von den „coolen“ caucasischen Reisenden auf ihren Motorrädern unsicher gemacht. Leider gilt hier offensichtlich nicht das Verbot Mopeds und Motorräder an Traveller zu vermieten. Un...

Wo der Pfeffer wächst....

... dorthin wurde ich in meinem Leben schon des Öfteren gewünscht. Heute ist der Tag gekommen, an dem ich endlich den Ort erkunden kann, wo mich schon viele Menschen hinhaben wollten. Nach frühem Aufstehen und 5-stündiger Ruckelbusfahrt nach Kampot, springt mir die Werbung für einen Ausflug förmlich ins Gesicht: „visit a Pepper Plantation“. Also nix wie hin. Eine Britin, eine Singapuresin und ich gehen dem Geheimnis mit unseren lokalen Mopedfahrern auf den Grund. Um die Spannung zu erhöhen gibts den einen oder anderen Stopp. Eine Höhle – etwas langweilig, die Landschaft – hmmm, schon interessanter. Wie Oasen in der Wüste erheben sich einzelne Gehöfte von Kokosnusspalmen umgeben aus den gelben Reisfeldern, im Hintergrund der eine oder andere Hügel. Ein weiterer Stopp in Kep, einem Strandort, der allerdings ebenfalls nicht schön ist. Und dann das große Ereignis: eine Pfefferfarm. Hmmm, soo spektakulär isses dort nu auch wieder nicht. Und schon gar nicht furchtbar. Eigentlich sogar wunde...

Nix neues

Bis auf die Tatsache, dass ich wieder in Phnom Penh bin, ist alles beim alten. Hatte insgesamt eine wirklich tolle Woche mit vielen netten Menschen, mit denen ich zu Abend gegessen habe und auch sonst um die Haeuser gezogen bin. Das angenehme ist, dass dieses Land ein Fruehzubettgehland ist. Kommt mir sehr entgegen. Tja, Nachrichtenlage ist duenn, da hoer ich mal lieber auf.

Landausflug

Auf dem Rücksitz eines Mopeds gehts heute aufs Land. Rund um Battambang ist das Leben stehen geblieben. Straßen – Fehlanzeige. Eine breite Schotterpiste führt etwa 18 Km landeinwärts vorbei an den obligatorischen Reisfeldern. Allerdings sieht man von denen absolut nichts, denn durch den relativ starken Verkehr führt die Strecke durch eine durchgängige Staubwolke. Von oben bis unten bin ich von Staub überzogen und habe einen rötlich-beigen Farbton angenommen. Fast die kambodschanische Hautfarbe. Das Drama nimmt etwas ab als wir in die kleineren Straßen einbiegen, die uns durch die Felder und kleinen Bauerndörfer führen. Auf dem Programm stehen: jede Menge Landschaft, unzählige Dörfer, zwei kleinere Tempel und eine fantastische Eisenbahnfahrt. Das spannendste aber sind mal wieder die vielen herzlich lächelnden und winkenden Menschen. Wirklich jedes Kind winkt uns zu. Und das sind hunderte, denn eigentlich gibts hier nur Kinder, kaum Erwachsene. Mein Arm wird ganz lahm. Gott, die ar...

Battambang

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Der Weg in die zweitgrößte Stadt Kambodschas führt per Boot über ca. 80 Km quer durch Seen, Sumpf- und Flutgebiete. Auf dem Weg liegen etliche Fischerdörfer, die samt und sonders auf dem Wasser existieren. Mal sieht man nichts als Wasser, dann wieder führt die Strecke in kleinen Schneisen durch die Vegetation, gerade mal auf Bootsbreite. Wann immer wir bewohntes Gebiet passieren sind die Dorfbewohner damit beschäftigt uns Reisenden zuzuwinken. Besonders Kinder, aber auch einige Erwachsene. Man erhält einen Eindruck davon wie sich Queen Lizzi fühlen muss, wenn sie sich unters Volk mischt. Immer mehr verfestigt sich der Eindruck, dass Kambodscha das Land des Lachens und Lächelns ist. Ich hatte es vom letzten Jahr ganz anders in Erinnerung, aufdringliche Menschen, bettelnd und handelnd. Nur wenig ist davon übrig geblieben. Irgendetwas hat man hier dem Trinkwasser beigemischt, dass sich das so fix verändert hat. Jedenfalls ist das heute die beste Bootstour, die ich je gemacht habe. Sie d...

Heiliger Sonntag

Ich brauch mal ne Pause und das bietet sich ja am Sonntag an. Ein freier Tag ohne Besuche, Besichtigungen oder sonstiges. Herrlich. Könnte ja ins Prinzenbad gehen - halt, geht ja gar nicht, aber es kommt mir so vor wie ein Sommertag in Berlin mit Badbesuch.

Im Zoo

10 Km von Siem Reap existiert ein Dorf, das fast vollständig in Hausbooten auf dem Wasser siedelt. Alles Leben findet entsprechend auf dem Wasser statt. Der Tag beginnt mit dem üblichen Morgengeschäft, man hockt in einem Verschlag, der über die Bootswand ragt und unten offen ist und verrichtet das Notwendige. Dann springt man in selbiges Wasser für den hygienischen Aspekt des Tagesstarts. Das Gemüse für das Frühstück kann man gleich mitnehmen und nebenbei im Wasser „reinigen“. Ein unbeschreiblicher hygienischer Notstand weit und breit. Auf der Zufahrtsstraße toben Kinderhorden komplett nackt, über und über staubbedeckt und versuchen die Tuktuks mit den Touristen zu kapern. Dasselbe passiert immer wieder auf dem Boot. Erst das Seil mit der Schlaufe, dann der Kinderkopf und dann der Versuch Bananen oder Getränke an den Touristen zu bringen. Ein großes Restaurantboot dient als Abfotografierstation für die unzähligen Touristen. Naturgemäß steigt die Zahl der Bettler dort exorbitant. Kinde...

King Luis

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Der zweite Tag in Angkor Wat ist weniger mit Masse als mit Klasse gefüllt. Erst zum Nachmittagslicht gehts zu den Tempeln und ich schlendere so vor mich hin. Denkt man zunächst lediglich an den bekanntesten Tempel – Angkor Wat – ist man bass erstaunt darüber, dass der Besuch hier niemals in einem Tag zu erledigen ist, will man auch nur ansatzweise etwas sehen, denn tatsächlich erstreckt sich das Angkorgebiet über eine Fläche, die etwa halb so groß wie die Berlins ist. Man kann Wochen-, 3-Tages- und Ein-Tagestickets erwerben, letzteres wäre jedoch ein Verbrechen. Man schätzt, dass zur Hochzeit etwa 1 Million Menschen hier lebten in der für damalige Verhältnisse größten Menschensiedlung der Welt. Von hier wurde das Reich der Khmer regiert, welches große Teile Südostasiens umfasste. Aus welchem Grund dieses Weltreich unterging, darüber streiten sich die Gelehrten – eine Vermutung ist, dass das ausgeprägte Bewässerungssystem, davon zeugen noch heute zwei große künstliche Seen, über die Jah...

Angkor Wat

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4.30 Uhr Aufstehen Wäsche, Zähne putzen, anziehen 5.00 Uhr Abholung durch Tuktuk-Fahrer, Fahrt zu den ca 7 Km von Siem Reap entfernt liegenden Tempeln von Angkor Wat. Aufwachen. 5.15 Uhr Ticketkauf mit Fototermin. Fix wird ein Foto von einem böse verschlafenen Touristen gemacht, dieses mit Eintrittskarte in Folie geschweißt. Alles in Rekordzeit. 5.30 Uhr Ankunft Angkor Wat und sich in die Horden von Menschen einreihen, die dem Tempel entgegenströmen. Leichte Zickereien am Sonnenaufgangsfotomachplatz, einem See, in dem sich der Tempel dann, wenn die Sonne tatsächlich aufgeht, spiegelt. Eine Japanerin wird böse fertig gemacht, weil sie es gewagt hat sich nach vorne zu begeben um selbst auch ein Foto machen zu können. Gut, dass die größeren Steine nicht in Griffweite sind. Die Damen aus Holland – wohl schon seit drei Uhr hier - sind da unerbittlich, als es um die Verteidigung ihres Topaussichtspunkts geht. Eine gewisse Ähnlichkeit mit der deutschen Mentalität des Handtuchau...

Turbo

Lieber Bhumipol - allet jute zum Börßday. Halte Dich fit mit Deinen nunmehr 80 Jahren! Und nun der eigentliche Eintrag: An den Abenden am See könnte es ganz idyllisch sein. Die Sonne versinkt als strahlender Stern hinter einem Tempel und alles ist in schönes Licht getaucht. Könnte, denn es wird turbogechillt. Das jüngere Publikum wünscht Chilloutsounds und das möglichst phonstark. Das allein wäre nicht das Problem, doch liegen die Restaurants alle dicht nebeneinander und jeder will halt seine Gäste bechillen, so dass daraus eine unglaubliche Kakophonie vieler Titel wird, die einzeln eigentlich ganz nett sind. So misslingt der Ibiza-Chillout-Entspannungsversuch so ziemlich. Ich frage mich wie die das aushalten, muss aber nicht lange nach der Antwort suchen. Im Nachbarrestaurant findet gerade die Weltmeisterschaft der Jointbauer statt, in dem es gilt möglichst kreativ zu sein. Zunächst drückt sich das in schierer Größe aus. Die männlichen Teilnehmer übertrumpfen dabei deutlich die weibl...

Reste

Ein Frühstück am See, mit Zeitung bei klarstem blauen Himmel. Ich wähne mich im Urlaub, die Augen tränen angesichts der 3 Millionen Lux, die einstrahlen. Keiner stört. Ein Stöhnen von links, sitzt aber keiner dort. Hmm, ein genauerer Blick unter den Tisch fängt einen Europäer ein, dem es anscheinend überhaupt nicht gut geht. Bei meinem Rettungsversuch werde ich von einer Alkoholwolke benebelt, so dass es mich fast selbst umhaut. Die Rotweinflasche und diverse andere Flaschen erklären alles weitere. Die Kumpels von letzter Nacht haben sich verzogen, nur einer blieb zurück - Kollateralschaden. Überflüssig die Nationalität des derangierten Herrn zu erwähnen – er ist rotblond. Frisch gestärkt gehts zu einem der Killing Fields. Auch hier gibt es jede Menge Übriggebliebenes. Mit dem festen Vorsatz aus dem Land einen steinzeitlich kommunistischen Staat zu machen - die Harcorevariante, wurden Dinge wie das Währungssystem, der Glaube und die Bildung einfach abgeschafft, zivilisierte Produkte ...

Danksagung

Ich danke all den netten Bloglesern, die mein Leiden ob des Mangels an Weihnachtsutensilien in Kambodscha nicht länger mit ansehen können und mir in Form von Adventskalendern und Zimtsternen dabei helfen wollen nicht in Depressionen zu verfallen. Aber bitte – der ganze Aufwand, das ist nicht nötig! Sicher, ich freue mich doch sehr über den Kalender, der auch gut bei einem KFZ-Mechaniker im Spind hängen könnte, dort dann aber wohl eher in der Variante mit den nackten Damen hinter jedem Türchen. Ganz apart fand ich auch die Idee mir den Adventskalender von Ratiopharm zukommen zu lassen – jeden Tag ein hübsches Bildchen, vom neuesten Hüftgelenk „Turbo“ über die Vaginalsalbe „Petra“ bis zur Armprothese „Hülsa“ - gibt ja immer irgendwie etwas von Ratiopharm, aber ganz wirklich: ich bin gerade ganz stark und versuche ohne auszukommen – ich schaffe das. Echt!

Im Reich der Khmer

Zunächst noch ein Nachtrag zum Reich der Thai. Neben den unsäglichen Weihnachtsvorbereitungen - innerhalb weniger Stunden ist wirklich jede Palme in der Stadt mit Leuchtgirlanden umwickelt und stehen an jeder nur denkbaren Stelle blaue, grüne und rote Monsterplastikweihnachtsbäume - bereitet sich die Stadt auf ein weiteres, noch größeres Fest vor. Seine Majestät wird am Mittwoch 80. Aus diesem Anlass werden die noch nicht weihnachtsbesetzten Plätze mit dem Konterfei des Königs plakatiert. Von der Wiege bis zur, nun noch nicht zur Bahre, aber bis zum hohen Alter, alle Wege des Königs werden nachgezeichnet. Dabei ist es echt schwierig noch Flächen zu finden, die nicht sowieso schon ganzjährig blumikohlisiert sind. Alle paareinhalb Meter dasselbe Bild, ein verkniffen dreinschauendes Gesicht mit erhobenem Arm in Königsrobe schaut auf seine Untertanen. Jede Blumenrabatte wird frisch bepflanzt, mit gelben Blumen, der Farbe des Königshauses – rosa Blumen waren wohl nicht so schnell verfügba...

Feste

Es ist ja kaum zu glauben, aber ich habe eine Verabredung zum Abendessen! Ja, richtig gelesen: V E R A B R E D U N G. Bei all der Herumstreunerei ist das eher die Ausnahme. Die beiden Deutschen, die ich in Laos traf, fragten an, ob ich in Bangkok sei – bzw. sie vermuteten es und so hatte ich einen netten Abend (Gruß an dieser Stelle). Dabei hatte ich die Gelegenheit ein für mich bisher nicht so bekanntes Viertel in Bangkok zu erkunden. Die arabische Abteilung. Das Land der Kopisten kopiert nämlich nicht nur Medien, Waren usw., sondern ist auch ziemlich gut darin ganze Kulturen in ihrem Land auferstehen zu lassen. Und das ganze läuft höchst erfolgreich. Die Straßen sind in dieser Gegend voll von Vermummten. Der Gast aus Saudi Arabien hat seine gesamte Entourage dabei. Die fünf Ehefrauen, sechs Mütter und acht Tanten sind brav nach Vorschrift zugemummt, während der Gatte, da bin ich mir sehr sehr sicher, die religiösen Vorschriften in Thailand etwas laxer auslegt. Läuft man zunächst an...

Schönheit

Thailand ist das Land, in dem man sich, wenn man denn möchte, auch mit einem kleinen Budget zum Besseren verändern kann. Zumindest was das Äußere betrifft. Kaum eine Straße, in der keine Zahnklinik vorhanden ist, die damit wirbt, dass das eierschalenweiß der Zähne innerhalb kürzester Zeit mithilfe von Laser, UV-Licht oder welcher Strahlung (Gammastrahlung??) auch immer in das strahlende Hollywoodstar-Weiß verwandelt wird. Ist das Lächeln dann immer noch nicht gut genug, weil man das Weiß bei einem Schmollmund eben gar nicht sieht, dann gehts eine Klinik weiter, wo dann das Messer angelegt wird und die Mundvergrößerung einschließlich Einpflanzung neuer Zähne stattfindet. In der Hoffnung, dass auf dem Patientenbogen nicht fälschlicherweise eine Brustvergrößerung eingetragen worden ist. (Etwas, was die lieben russischen Mitreisenden, die hier in Massen auflaufen, nicht unbedingt nötig haben) Wer alles in einem Abwasch haben möchte, lässt ganz nebenbei noch ein wenig Fett absaugen, die Aug...

Wohin denn nun?

Was macht man wenn es überall gerade schön ist, es fürchterlich viele schöne Ziele gibt und ein wichtiger Termin bevor steht (Weihnachten)? Man ist grauenhaft verwirrt. Man könnte ja jetzt mal eben schnell nach Neuseeland fliegen. Lange hell ist es dort, man kann viel sehen usw. Aber ich will ja Weihnachten zurück in Thailand sein. Das ergäbe dann wenig Zeit für da unten. Hmm und das mit den Rückflügen so kurz vorm Fescht könnte auch ein Problem sein. Andererseits ist eventuell ein Freund im Januar in Thailand, den ich gerne treffen würde. Das ginge nicht wenn ich nicht hier bin – klingt logisch. Eine ewige Überlegerei die letzten Tage. 5 Minuten vor potentiellem Abflug nach Auckland die Entscheidung – ich fahre am Wochenende nach Kambodscha und beschließe das asiatische Kapitel langsam und beginne das neue Jahr in Ozeanien. Dieses Bürde aus dem Kopf lege ich mich bequem in die Sonne und widme mich den angenehmen Dingen des Lebens – schlafen, Swimmingpool, schlafen, Swimmingpool! Tut m...

Abreise

Kurzentschlossen mache ich mich auf den Weg zum Flughafen von Hanoi. Der Taxifahrer ist mit so ziemlich allem beschäftigt während er fährt. Kann man zur selben Zeit fahren, telefonieren, Zeitung lesen, seine Tagesabrechnung machen und am Radio herumspielen? Man kann! Und sehr zu meiner Freude – man kann sogar heile ankommen. Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass er jetzt mit den ganzen Utensilien auch noch jongliert. So langsam werde ich schusselig. Ich vergesse doch glatt mein Handgepäck an der Securitykontrolle und merke es gerade so kurz vor dem Einsteigen. Der Rest ist wie immer. Fliegen halt. In Bangkok ist derweil wieder Gelbtag – die Farbe des Königs. Allerdings mischen sich mehr und mehr rosa Gekleidete unter die Gelbgewandeten. Die Geschäfte quellen über vor rosa Hemden. Wir erinnern uns: Bhumipol hatte bei seiner letzten Krankenhausentlassung ein rosa Jacket an. Wollte ich viel Geld verdienen, ließe ich giftgrüne Froschhemden produzieren und dann den König eines trag...

Wie ist Vietnam?

Landschaftlich ist es wunderschön, Hanoi ist traumhaft, für das Auge gibt es Unmengen an Eindrücken, Hügellandschaften, Flusslandschaften usw. oder seien es nun das bereits erläuterte Essen, oder aber auch die vielen skurrilen Ansichten was Vietnamesen alles auf dem Moped transportieren. Auf den Gepäckträger einer Vespa passt ein ganzer Wasserbüffel, zusammengeschnürt zu einem UPS-Paket und das, dumm für den Büffel, sogar lebend. Schweine werden in runde, längliche Körbe eingepfercht und dann auf dem Gefährt zum Dutzend gestapelt. Geflügel wird in Drahtkäfige gestopft. Passen Schnäbel und Flügel nicht ganz rein, so erledigt sich das Problem fix an der nächsten Straßenlaterne, die zu knapp passiert wird. Für den Europäer mit seinem Hang zum Tierschutz kein schöner Anblick, der geht dann manchmal stark ins rötliche... Weniger spektakulär sind da schon die anderen Warentransporte. Ich vermute, dass die Motorradindustrie sämtliche Belastungstests ihrer Gefährte in Vietnam durchführen lässt...

Revolution in der Ha Long Bucht

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Es gibt Ausflüge, die gehören einfach zum Pflichtprogramm. Ein solcher ist derjenige in die Ha Long Bucht. Mit absoluter Sicherheit ein landschaftliches Juwel und ein Highlight auf meiner Reise. Zwar habe ich ähnliches schon häufiger gesehen, doch bisher nur in den Varianten Karstberg in Reisfeld oder Karstberg an Fluss. Hier sind die Karstberge vom Meer umspült, was die Atmosphäre noch einmal vollständig verändert. 1969 Hügel erheben sich aus dem Wasser und ich schipper für zwei Tage durch sie hindurch. Nun, ICH trifft es nicht ganz, passender ist WIR – und davon ganz viel, denn das Pflichtprogramm absolvieren eben so gut wie alle Touristen, die nach Vietnam reisen. So befinde ich mich zwar gemütlich auf einem nicht wirklich überfüllten Boot, aber insgesamt ist es doch ein ziemlicher Massenauftrieb. Die Bucht ist vollgestopft mit historischen Booten oder besser nachgemachten historischen Booten mit Segeln, die aussehen als seien sie einem Drachenflügel nachempfunden. Will man, dass da...

Bei Onkel Ho

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Der obligatorische Besuch bei Onkel Ho steht heute auf dem Programm. Ein Blick in das Deutsche-Welle-Programm nach dem Aufwachen treibt mich noch schneller als sonst aus dem Hotelzimmer: Karel Gott im Gespräch und, an Boshaftigkeit nicht zu überbieten, auch noch im Duett mit Dieter Thomas Heck. UAHHH, zum davonlaufen - gruselig! Ist das die nächste brutalstmögliche Aktion um potentielle Einwanderungswillige abzuschrecken? Drehen die jetzt vollständig ab? Die Asylanträge, sowieso schon zahlenmäßig im Keller, dürften jetzt gegen Null gehen. Wer will da schon noch nach Deutschland? Und es wirkt – ein Rundgang durchs Botschaftsviertel von Hanoi beweist es. Vor der tschechischen Botschaft ein riesiger Menschenandrang, gähnende Leere vor der deutschen Botschaft. Das Wetter: der Oberwahnsinn – Sonne satt! Ich lasse mich durch die Straßen treiben und lande schließlich vor dem sozialistischen Museumsmonstrum für Onkel Ho. Der Personenkult schlechthin um diesen Menschen. 1990 zu seinem 100s...

Altweibersommer

Fast erscheint es mir als sei ich derzeit in einer europäischen Stadt im September/Oktober bei diesem herrlich weichen und warmen Sonnenlicht. Es fehlt lediglich die Laubfärbung und auch die vielen Asiaten um mich herum stören das Bild ein wenig. Bei 25°C tagsüber und „lauen“ 20°C am Abend lässt es sich aushalten. Mein Hotel wechsel ich am Morgen und siehe da – massenhaft erschwingliche und schöne Zimmer. Soll ich wirklich ins „Asia-Queen“ ziehen? Eigentlich passend, aber ich entscheide mich fürs „Prince“. Ein ausgiebiges Frühstück in einem Straßencafè stärkt für den Tag. Auf einem gefühlten Sonntagnachmittagsspaziergang erkunde ich die Stadt, lasse mich eine Stunde von einem netten Rikschafahrer durch die Gassen und Straßen kariolen und sauge die Eindrücke auf. Leider auch die Abgase der Mopeds... Mir ist irgendwie nach Eis, warum eigentlich? Bis mir schließlich auffällt, dass die Gl o cke der Rikscha genau denselben Klang hat wie der Eismann. Die Töne der verschiedenen Fahrzeuge sind...

Hanoi

Endlich bin ich in der Stadt, von der die Hessen so oft sprechen. Eine wunderschöne vietnamesische Großstadt. Mein erster Eindruck ist allerdings: SCHUH. Das Taxi entlässt mich in das Straßengewirr inmitten unzähliger Schuhgeschäfte. Alles Imelda hier. Wer braucht alle diese Schuhe? Eine ganze Straße besteht aus Schuhgeschäften, deren Angebot aus dem Laden auf den Bürgersteig quillt, der sowieso schon vollgeparkt ist mit Mopeds. Man kann wählen: Entweder man klettert über die Verkaufstische oder man lässt sich von den Verkehrsteilnehmern gnadenlos in Grund und Boden hupen oder gar schlimmeres. Schwer unter den Mopedfahrern hier in Hanoi einen auszumachen, der älter als 25 ist. Das beruhigt nicht gerade. Der jugendliche Leichtsinn herrscht allerorten – ein Raser nach dem nächsten und immer wieder bin ich eigentlich nur verwundert, dass ich die Straße ohne Blessuren oder schlimmeres überquert habe. Wenn die sich alle in den nächsten Jahren vermehren – au weia, dann platzt die Erde bald a...

Marktsonntag

So ein Treffen mit Besuch aus der Heimat wirft einen ja völlig aus der Bahn. Mal nicht mit den Hühnern ins Bett gegangen und schon ist der Schlafplan durcheinander. Bekomme sogar ein verspätetes Geburtstagsgeschenk und, danke an Achim und Jose, mein Gepäck ist wesentlich leichter. Besitz ist auf Reisen eigentlich etwas lästiges. Ich bin immer froh wenn es weniger wird und selbst jetzt habe ich viel zu viel Ballast. (Okay, die Kreditkarte ist als Besitz schon wichtig und gut, aber eben auch sehr leicht). Wer hätte gedacht, dass ich noch die Gelegenheit bekomme in Saigon ein wenig mehr zu sehen und zu erleben. Im chinesischen Viertel etwa 5 Km von der Backpackergegend entfernt findet man ein ganz anderes Saigon. Voller Märkte, wieder mit allem was ein Tier so hergibt bzw. allen Tieren, die die Natur so hervorgebracht hat und kleiner Gassen. Wieder diese Märkte. Bunt, spannend, einladend zum Verweilen. In den Klamottenmärkten kann man alle Markenklamotten kaufen. Um den globalen Vorschr...

Spontan

Spontane Entscheidung am Morgen. Achim und Jose sind in Vietnam und schmeißen wegen der Wetterkapriolen – der zigste Taifun verwüstet die Landesmitte von Vietnam – ihre Pläne um. So gibt es kein Treffen in der Mitte, sondern in Saigon. Also wieder zurück nach Saigon zur Übergabe von Mitbringseln. Betrachtet man dabei den Kostenaspekt –lächerliche 2,50 Euro für den Bus und daher vernachlässigbar. Schade aber den Ort zu verlassen, denn es beginnt mir zu gefallen. Gemütlich wackelt der Bus 5 Stunden gen Saigon und am Himmel entwickelt sich ein geniales Farbenfeuerwerk. Die tropischen Ambosswolken und sonstige Wolkenformationen, die ich nicht benennen kann, erstrahlen beim Untergang der Sonne in unglaublich intensiven Farben. Alles was der Tuschkasten an rot, orange, gelb und rosa Tönen so hergibt. Sowieso sind Sonnenuntergänge eigentlich immer das schönste. Wenn der Tag schwindet und alles in einem freundlichen, warmen Licht erstrahlt. Leider geht dieser Tagesteil immer viel zu schnell um...

Entwicklungshilfe zweiter Teil

Wenn einer eine Reise tut..... – dann sollte er sich vor Mitreisenden in Acht nehmen. Die beiden Engländerinnen gestern Abend sollten auf meine Sachen aufpassen während ich mich in die Fluten stürze. Das haben sie leider sehr genau getan und nun passen sie immer noch auf mein Geld auf bzw. verprassen es wohl gerade. Am Morgen erst bemerke ich, dass ein nicht unerheblicher Betrag aus meiner Geldbörse fehlt. Rekapitulierend bleibt nur ein Schluss, und zwar, dass dort gestern jemand hineingegriffen haben muss. Sehr ärgerlich. Die Moral von der Geschicht – es sind nicht die Einheimischen, die kriminell sind, sondern, wie ich aber schon vorher wusste, diejenigen, die wie ich am Reisen sind. Nun, Buddha, Allah oder wie auch immer die jeweilige Kontrollinstanz heißen mag, wird schon für Ausgleich sorgen – meine feste Überzeugung. Gelingt mir dennoch nicht so richtig das einfach wegzustecken, aber nach drei unangenehmen Ereignissen innerhalb nur einer Woche hoffe ich, dass das jetzt erst ein...

Mui Ne

Ich kenne bisher keine Stadt, die morgens um 6 schon komplett vollgestaut ist und den Eindruck vermittelt, dass eigentlich niemand in der Zwischenzeit im Bett gewesen ist. Der gemeine Vietnamese sitzt also 24 Stunden auf seinem Moped. Einer von den tausenden soll mich im Auftrag des Reisebüros zum Bus nach Mui Ne bringen. Super Sache, ein unglaublich schwerer Rucksack, dazu ein schwerer Tourist. Dumm nur, dass der Rucksack so gepackt ist, dass mein kurzwüchsiger Fahrer nichts mehr sieht. Dafür ich über seinen Kopf hinweg umso mehr und das ist nicht schön. Wir fahren nicht, wir torkelnd auf dem Fahrzeug durch die Straßen, eingezwängt von der üblichen Mopedarmada. Etwas beruhigender wäre es wenn der Mopedfahrer wüsste wo er hinfahren soll. Aber offensichtlich weiß er es nicht, sondern fragt sich so durch die Stadt. Nach einer dreiviertel Stunde erfolgreich, woran ich schon längst nicht mehr geglaubt hatte. Landschaftlich ist die Strecke wenig reizvoll. 2 Stunden nördlich von Saigon...

Vom Essen

Faul sein und nichts tun bedingt wenige Erlebnisse, außer dem Essen. Das muss man ja immer mal wieder und leider in den letzten Wochen etwas zu häufig. Würde ich die in Saigon herumlaufenden Menschen mit ihren Standwaagen, aus denen die Musik vom Untergang der Titanic dudelt, konsultieren, kämen mir wahrscheinlich die Tränen. Und das dann sicherlich nicht aufgrund der Trauermusik. Ein Blick in den Spiegel reicht aber leider auch schon aus. Noch trauriger dürften jedoch die Frösche sein, die lebend über den Schenkeln festgezurrt und in mehreren Stockwerken in den Straßenrestaurants direkt neben dem Grill hängen und ihrem gerade bestellten Kumpel ein letztes jämmerliches Quak auf den Scheiterhaufen hinterherrufen. Den Schlangen wird es ähnlich gehen, aber sie sind wenigstens schon tot – zumindest habe ich keine lebenden gesehen. Fischen sagt man ja eh nach, dass sie keine Gefühle hätten, Garnelen ebensowenig – sie dümpeln schwerst asthmatisch in ihren Becken vor sich hin und dem baldige...

Im Mehkong Delta

Südlich von Saigon beginnt das Mehkong Delta, in dem sich der Mehkong quasi zerfasert bevor er das südchinesische Meer erreicht. 9 Nebenarme, unzählige weitere Flüsse und Kanäle durchziehen die Landschaft und man befindet sich eigentlich andauernd entweder auf einer Brücke oder einer Fähre. Um die Landschaft besser zugänglich zu machen sind mächtige Brücken im Bau, die das gesamte Gebiet sicherlich bald verändern werden. Das derzeit beschwerliche Reisen wird ein Ende haben und Tourismus und Industrie werden Einzug halten. Es ist die Reiskammer Vietnams. Vier Ernten pro Jahr sind dort möglich. Sicherlich der größte Beitrag dazu, dass Vietnam zum zweitgrößten Reisexporteur der Welt aufgestiegen ist. Zwei Tage bin ich mit einer organisiserten Tour für einen Appel und ein Ei durch die Kanäle und Flüsse geschippert und habe dabei gelernt wie Bienen Honig produzieren – etwas was ich immer schon mal wissen wollte – wie Reisnudeln hergestellt werden, schon interessanter, und habe einfach vom...

Auf den Spuren des Vietcong

Früh aufstehen ist ein Graus, auch auf Reisen. Aber der frühe Vogel fängt den Wurm bzw. den Vietcong, obwohl das die Amerikaner in Vietnam eben nicht geschafft haben und ich denke sie sind durchaus früh aufgestanden und wohl häufig auch erst gar nicht zum Schlafen gekommen. Denn der Vietcong war eigentlich überall. Das Tunnelsystem etwa 60 km nördlich von Saigon ist heute für die Touristen freigegeben und vermittelt einen guten Eindruck davon wie dieser Krieg damals gelaufen ist – den Rest lese ich mir im Bus an, denn hier gibt es so angenehm viele Buchverkäufer, die illegale Reiseführer, aber eben auch Geschichtsbücher verkaufen. Die Schwierigkeit der USA war eigentlich immer, dass gar kein Feind zum bekämpfen da war. Und wenn er da war, dann war er auch gleich wieder in den Tunneln verschwunden. Das erklärt sehr gut wie die Soldaten der US Armee über kurz oder lang zur Verzweiflung und eben leider auch zu den Massakern getrieben wurden, die sie schließlich angerichtet haben. Es gab n...

Hoh-Chi-Minh-Stadt

Puh, ein Tag der Besichtigungen liegt hinter mir. Saigon, oder offiziell eigentlich Hoh Chi Minh Stadt, ist nicht zu vergleichen mit den sonstigen südostasiatischen Städten. Viele Straßencafès sorgen für europäisches Flair, eigentlich natürlich französisches. In Saigon ist eines der Zwangsziele das Kriegsmuseum. Dort wird einem das vor Augen geführt, was einem aus den zahlreichen Vietnamfilmen sowieso schon bekannt ist. Ein ganzes Arsenal von den Amerikanern vergessenes Kriegsgut, vom Panzer bis zum Bomber, säumen den Hof des Museums und ansonsten bekommt man jede Menge Bilder zu sehen von verkrüppelten, vermissten, geschändeten usw. Personen. Leider ist die Ausstellung sehr schlecht gemacht, denn die englische Beschriftung hat die Größe eines Zeitungsartikels, so dass das Lesen nicht einfacher wird, schon gar nicht wenn man sich gerade in der letzten Reihe inmitten einer Horde von Touristen aufhält. Ein Raum ist eigens den Solidaritätsbekundungen der Länder der Welt mit dem vietnamesi...

Saigon

Das Fliegen ist wieder herrlich unkompliziert, Thai checkt mich sofort ein, so dass ich mir noch bequem die in Thailand bezahlte Umsatzsteuer zurück erstatten lassen kann. Der Flieger ist denn auch extrem leer und innerhalb kurzer Zeit landen wir in Saigon. Hmm, dunstiger Himmel. Aber die Sonne ist als tiefroter Ball am Horizont zu sehen. Das tröstet. Interessant ist die Bemalung der Flieger von Vietnam Airlines. Ein hässliches blaugrün bedeckt das gesamte Flugzeug. Könnte ja sein, dass man die demnächst mal wieder einem anderen Zweck zuführen muss und zu diesem Tarnfarben vonnöten sind. Sehr militärisch alles – Kampfhubschrauber am Flugfeld mindern diesen Eindruck nicht, auch nicht die Tatsache, dass das Gepäck bei Ankunft erneut geröntgt wird. Ansonsten ist es so ziemlich die schnellste Ankunft, die ich je hatte. Vom Aussteigen bis zum Taxi in 10 Minuten. Im Taxi hänge ich so meinen Gedanken nach und finde mich plötzlich in einer Moded-Großdemonstration. Wohin das Auge blickt – Hun...

Nüscht neuet

Heute mal ein Eintrag nur der Vollständigkeit halber. Fühle mich wie abgekoppelt von der normalen Welt - also frei. Da die Wäsche wieder rechtzeitig fertig geworden ist, versuche ich heute einen Flieger nach Vietnam zu bekommen. Dann gibts wieder neue Eindrücke. Gruezi

Rückkehr

... nach Bangkok. Wieder mit dem Zug und dieses Mal direkt mal pünktlich. Begleitet heute von den „alternativen“ Rucksackreisenden. Das sind die mit der Fliegenwolke über dem Kopf – Rastafaris, deren Haare ungefähr vor 5 Jahren das letzte mal Seife gesehen haben. Schön ist das nicht. Man wird doch einsam, wenn um einen herum immer ein Geruchsabstand von 3 Metern eingehalten wird. Was macht man in einem Zug? Musik hören. Doch welche? Ich versuche es mal mit Klassik. Mozarts Requiem – völlig absurd. Das passt hier so gar nicht, gibt dem Land eine zu dunkle Note. Tschaikowsy? Passt eher zur Transsibirischen Eisenbahn. Keine Musik will irgendwie passen, ich finde so richtig nichts und so unterhalte ich mich mit Michael Moores „Sicko“. Ein Film, der mir derart die Nackenhaare hochfahren lässt, dass ich lange Zeit nicht schlafen kann. Unglaublich und hoch amüsant. In Thailand gibt es wieder etwas zu feiern. Der König ist nach 25 Tagen im Krankenhaus entlassen worden. Die Thais sind zu ...

Tonkrüge

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Eine frostige Nacht endet mit einem strahlend sonnigen Tag. Es gilt die Tontöpfe zu besichtigen, von deren Zweck ich nun eine andere Version höre, nämlich dass sie letztlich als Urnengräber dienten. Recht große Urnen allerdings, 2,50 m misst die höchste. Drei Flächen mit Tonkrügen sind inzwischen von Munitionsräumtruppen gereinigt worden, andere stehen noch zur Säuberung an. Ein vierter „Friedhof“ soll eigentlich dieses Jahr fürs Publikum geöffnet werden. Dem gegenüber steht jedoch die asiatische Gemütlichkeit, so dass es wohl noch einige Monate dauern wird. Die Landschaft besteht aus grasbewachsenen Hügeln und ist übersäht von Bombenkratern. Auf den Hügeln sieht das aus, als hätte die Gegend irgendwann mal an den Pocken gelitten. Alle Weg der Besichtigungsgebiete sind mit Pfeilern abgesteckt, die anzeigen, welche Gebiete bereits von Munition gesäubert wurden und welche lediglich oberflächlich abgesucht worden sind. Über drei Gebieten in Laos haben die Amerikaner über neun Jahre alle...