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Es werden Posts vom Juli, 2007 angezeigt.

Regen

Sehr angenehm - es regnet! Ich muss also kein schlechtes Gewissen haben im Hotel zu bleiben. Zwar reduziert das die Anzahl der Eindruecke, aber das ist ja mal auch ganz entspannend so. Raus muss ich dennoch, Starbucks ist gleich um die Ecke und mich duerstet es nach Kaffee! Das Gewuerm, was hier zum Fruehstueck angeboten wird, ist nicht so ganz nach meinem Geschmack. Hoeflich ausgedrueckt: sehr interessant! Nun befinde ich mich am Anleger zu meiner Kreuzfahrt auf dem Yangtze-Fluss und schlage im benachbarten Internetcafe die Zeit tot, denn mein Schiff legt erst gegen 23.00 Uhr Ortszeit ab. Drei Tage auf dem Fluss - bin mal gespannt, was mich dort so alles erwartet. Vorher natuerlich noch die obligatorische Nudelsuppe einkaufen! Gruesse J.

MAHJONGG!!

Zwei Wochen China und ich hab’s geschafft: Ich habe Mahjongg (gesprochen Ma jiang) gespielt! Überall, im Park, auf der Straße sitzen sie und spielen es. Wie kommt man jetzt ins Spiel? Interessiert zuschauen - Platzangebot annehmen - noch interessierter dreinschauen – Aufforderung mitzuspielen unbedingt annehmen! Meinen drei Mahjongg-Spielrunden muss ich nicht erklären wie gerne ich das spiele und was mir dieser Moment bedeutet. Es blieb nur bei einem Spiel, das ich auch fast gewann, allerdings mit Hilfen, denn die spielen das hier einigermaßen anders und verdammt schnell! Für Uneingeweihte: Mahjongg ist ein Spiel, das sehr dem Rommè-Spiel ähnelt. Man sammelt gleiche Steine und gewinnt, wenn man als Erster fertig ist. Für Eingeweihte: Pongs, Kans und Chis gibt’s bei denen hier auch, allerdings sammeln die hier anders, so werfen sie hin und wieder Pärchen ab, wobei ich nicht verstanden habe warum. Winde und Drachen gibt es bei der, von der am meisten hier gespielten Variante, nicht, wobe...

Reisen - es bleibt spannend

Vor meiner heutigen Abfahrt, habe ich beim Abendessen einen chinesischen Studenten kennen gelernt, mit dem zu sprechen höchst interessant war. Er spricht ausgesprochen gutes Englisch und es war mal möglich etwas konkreter über Dinge zu sprechen, die mich interessieren. Was denken die Menschen vom „neuen“ China, wie gehen sie mit den Dingen um, die dem einfachen Touristen direkt ins Auge springen? Der Kontrast im Wirtschaftssystem, die Umweltverschmutzung, die Öffnung des Landes usw. Spannend war es seine Meinung zu hören und die tat er sehr offen kund, z.B. dass die Jugend, der intelligente Teil, schon gerne etwas ändern würde, dass sie dazu jedoch angesichts ihrer geringen Zahl (10%) kaum in der Lage ist. Letztlich werden sie weitestgehend von der Partei bzw. den Machthabern in Ruhe gelassen, sofern sie sich nicht allzu weit vom vorgegebenen Rahmen entfernen. Dennoch würden sie gerne eigene Vorstellungen verwirklichen, denn sie sehen, dass in China zu leben diverse Probleme mit sich b...

Patrouille

Ein neuer Reisetag steht an – am späten Abend geht der Zug nach Chongqing. Also möglichst lange das Zimmer ausnutzen– bis zwölf, bevor die temporäre Obdachlosigkeit wieder zuschlägt. Muss nur noch meine Wäsche, die ich vor zwei Tagen in die Reinigung gegeben habe, abholen. Man erklärt mir, dass ich mir meine Wäsche selbst von der Leine zusammensuchen muss. Das klägliche Ergebnis: zweieinhalb Socken und eine Unterhose….. Etwas entnervt – ist es doch nicht das erste Mal, dass mir in dieser Stadt etwas abhanden kommt – suche ich die Wäschefrau. No Problem, sie hat einige Klamotten bereits vor dem Regen heute morgen in Sicherheit gebracht und präsentiert mir einen Haufen Klamotten, die tatsächlich mir gehören. Und noch viel mehr: zwei paar sehr löchrige Socken sind dabei, drei T-Shirts, die ich nicht kenne und: ein wunderschöner Slip der erotischen Sorte mit Spitze sowie ein BH – Größe weiß ich nicht definitiv jedenfalls nicht meine – ist nicht so mein Metier. Nun hatte ich ja tatsächlich ...

Von Minderheiten, Städtebau und Umwelt

Ein eher entspannter Tag liegt hinter mir. Das Aufstehen allein hat heute 2 Stunden in Anspruch genommen. Nach den aufregenden letzten Tagen auch ganz gut so. Etwas Ruhe von Zeit zu Zeit, sonst habe ich ja plötzlich das Gefühl auf der Arbeit zu sein. Und das wollte ich ja dann doch vermeiden. Die Dusche in meinem Zimmer hat dann ebenfalls einige Zeit in Anspruch genommen, das das warme Wasser lange auf sich warten lässt. Als überzeugter Warmduscher heißt es standhaft warten bis endlich das warme Wasser plätschert und das dauerte heute etwa 30 Minuten. Man hat ja einen Ruf zu verlieren! Der Tag war dann schon fast um und ich habe mir ein wenig mehr diese Stadt angeschaut und tatsächlich einen wunderschönen verwunschenen Markt gefunden – im muslimischen Viertel. Ja, es gibt hier ein muslimisches Viertel und das schon seit etwa 1200 Jahren. Die entsprechende Moschee könnte aber auch als chinesischer Tempel durchgehen. Architektonisch sehe ich da nicht so viele Unterschiede. Die chinesisch...

Entwicklungshilfe und Krieger

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Meine Ankunft in Xi’an war dann doch nicht ganz so sorgenfrei wie es gestern im Bericht anklang. Ja, ich wurde abgeholt und ja, ich hatte ein Zimmer gebucht. Nun, das bezog sich auf den Tag, nicht auf die Uhrzeit. Der gemeine Chinese verabscheut es negative Dinge zu sagen. Also wird mir halt NICHT erzählt, dass das Zimmer erst um 18.00 Uhr verfügbar ist. So warte ich halt bis 11.00 Uhr und frage dann schüchtern nach, worauf ich eben die genannte Auskunft erhalte. Hmm, etwas malat, vollkommen müde, fällt es mir doch sehr schwer NICHT mein Gesicht zu verlieren. Man hat aber gleich eine Antwort parat: Es gäbe ein tolles Hotel, nur zwei Minuten von hier. Mittlerweile im Stehen schlafend, wanke ich also dorthin und mir wird ein Zimmer gezeigt und dieses Zimmer ist eigentlich alles andere als auch nur annähernd als Unterkunft zu bezeichnen. Das Schlafen im Freien ist angenehmer! Ich weiß nicht welcher Teufel mich ritt als ich zusagte. Nun also eingecheckt, versuche ich zu duschen, was sich s...

Reisen

Auf zum Bahnhof - der Vorsichtige in mir raet zum rechtzeitigen Aufbruch - eine weise Entscheidung! Gefuehlte 2 Millionen Chinesen hatten dieselbe Idee! Okay, ich uebertreibe, es ist nur eine Milliion. Allerdings nicht mitgezaehlt diejenigen, die spaeter aufbrechen. Kurz - es wimmelt wieder - ein Meer schwarzer Haeupter, am Horizont der Eingang zum Bahnsteig. Stellt sich die Frage wie jetzt dorthin kommen? Etwas widerwillig gestehe ich mir ein, dass die Antwort darin liegt sich einen Weg durch die Massen zu bahnen. Mittlerweile bin ich durch und durch nass, als kaeme ich frisch aus der Dusche, aber es hilft nichts, nasser geht eh nicht. Und: ich schaffe es zum Zug - sogar zu meinem Waggon, denn der Zug besteht aus gefuehlten 500 Waggons - ok, ok, uebertrieben: 200 sind es nur. Wenig ueberrascht und ebenso wenig erfreut betrete ich ein 3-Sterne Eisfach. So eine Erkaeltung will ja schliesslich bei Laune gehalten, wenn nicht gar ausgebaut werden! Der naechste Apothekenbesuch ist mir siche...

Wunder geschehn

Irgendwie bin ich jetzt ploetzlich doch in der Lage in meinen Blog zu kommen. Hmmm, mag sein, dass das an der Nutzung meines eigenen Notebooks über Wireless LAN liegt. Christian, stay tuned, könnte eine lediglich vorübergehende ERscheinung sein. Gruß an alle aus einem verrückten Land. Jürgen

Begegnungen

Die Welt der Rucksack-Reisenden ist eine recht einfache. Jeder ist offen und bereit für gemeinsame Unternehmungen. Weder Herkunft noch Alter spielen dabei eine Rolle. In dieser Welt wandert man mit sehr offenen Augen umher. So war es kein Problem eine Gruppe zu finden, mit der ich in eines der Pekinger Top-Pekingenten-Restaurants gehen konnte. Denn: dorthin geht man nie allein und, das haben wir allerdings erst später mitbekommen, diese Restaurants schließen gegen 21.00 Uhr. So waren wir um 20.00 Uhr bereits sehr spät dran. Das Essen läuft so ab. Man bestellt für alle dasselbe und das wird dann auf einer Drehscheibe in der Mitte eines runden Tisches für bis zu 10 Personen platziert. Das großartigste war jedoch der Restaurantchef, eine Karikatur seiner selbst. Mir fehlen leider die Worte ihn zu beschreiben, aber solch ein Unikum habe ich selten erlebt. Er sieht aus wie Kermit der Frosch aus der Muppetshow, hat dabei aber ein sehr schleimig, unterwürfiges Verhalten wie Golum aus Herr der...

Shopping

Was wäre ein Chinabesuch ohne Einkäufe. Dummerweise habe ich mein Budget, welches eigentlich nicht zu knapp bemessen ist, schwerst gesprengt. Das Land der Kopisten ist auch das Land der Herstellung der Originale. Vieles, nicht alles, was in Europa in den Kaufhäusern kaufbar ist, gibt es hier ebenfalls zu kaufen. Zunächst zu identischen Preisen, die aber mit etwas Verhandlungsgeschick massiv bröckeln auf einen Bruchteil der von uns sonst zu bezahlenden Preise. Beispiel: ein (ich denke mal) Original-Tommy-Hilfinger-Hemd, startet als Preisvorschlag bei 500 Yuan, also 50 Euro und reduziert sich dann auf 50 Yuan. Ich denke, dass ich damit noch etwa das Fünffache dessen bezahlt habe, was angemessen wäre. Aber es ist, im Gegensatz zu den Bangkok-Hemden wirklich gute Qualität. Ich werde es erneut versuchen und dann noch weiter drücken. Für heute war das hier mein erster Versuch. Die Höflichkeit (was wir in Europa darunter verstehen) gebietet eigentlich, dass man nicht zu weit unten anfängt, ab...

Die Grosse Mauer

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Dazu gibt es zunächst nur eines zu sagen – GIGANTISCH! Welch verrückter Mensch, der auf die Idee kam eine, zu ihren größten Zeiten, 6500 Km lange Mauer auf den Bergspitzen eines nicht gerade flachen Gebirges zu erbauen. Barbaren abzuhalten ist sicher ein Argument, aber muss es gleich ein solch gewaltiges Bauwerk sein? Darauf zu wandeln hat etwas Erhabenes. Man wandelt auf einer Höhe von 500 – 1000 Metern auf einer etwa 3-4 Meter breiten Fläche, die größtenteils noch gut erhalten ist und immer wieder – etwa alle 500 Meter von Türmen unterbrochen wird. Der Teil in Simatai, an dem ich heute war, ist im Original am besten erhalten und misst etwa 40 Km. Ich bin heute früh morgens mit dem Gedanken aufgestanden, dass es eine nette, entspannte Tour werden würde, bei der man einmal bis zur Mauer aufsteigt und dann gemütlich etwa 10 Km auf ihr entlang spaziert. So ganz Sonntagsspaziergang, bei Regen zwar, aber das macht ja nichts. Weit gefehlt! Ich wurde schnell eines besseren belehrt, denn die ...

Vom Fahrradfahren und Verkehr

Das Fahrradfahren ist sicherlich eines von den spannenderen Angelegenheiten in dieser Stadt, denn eines ist sicher – NICHTS! Nichts was man erwartet erfüllt sich – dafür geschehen Dinge, die man nie erwartet hätte. Der heutige Tag war daher geprägt vom Straßenverkehr in all seinen Facetten. Tabu ist die in Deutschland üblich Konzentration auf die Spur vor einem, notwendig ist vielmehr der 180 Grad erfassende Streublick, der gleichzeitig alle sich bewegenen Teilchen und alle sich auftuenden Lücken einem Radarschirm ähnlich im Blick behält und so traumwandlerischen Slalom durch den Blech-Gletscher ermöglicht. So an die 30 Kilometer habe ich wohl zurück gelegt und dabei ein übles Kratzen in der Kehle und ein Augenbrennen ausgemacht – also doch Umweltverschmutzung! Wer sich seine Gesundheit verderben möchte, der fahre nächstes Jahr zu den Olympischen Spielen und nehme an diesen aktiv teil! Ich möchte den Marathonläufer sehen, der unbeschadet durchs Ziel läuft. Wahrscheinlich wird die Anza...

Verbotene Stadt und Zufälle

Heute stand die Verbotene Stadt auf dem Besucherprogramm. Ein gewaltiger Gebäudekomplex mit ewig vielen Hallen, Höfen und Mauern. Sehr verwunschen und man kommt sich streckenweise vor wie in einem Labyrinth. Der automatische Sprachführer funktionierte zwar nicht ganz so wie ich wollte – zu Beginn quasselte da etwas auf durchaus akzeptablem Deutsch über eine Halle, an der ich mich noch gar nicht befand. Dann funktionierte das Ding gut, aber nach der 34. Geschichte über eine der Konkubinen bzw. der 80. Intrige der Gattin des Kaisers ming wan wau quien bing gan gao und der zigsten Hofzeremonie, veranstaltet vom Eunuch Xian Jan Piu sowieso, war das Zuhören dann nicht mehr möglich. Was der Kaiser so alles an Hallen benötigte! Eine für die Hochzeitsnacht, eine für die Obermufti-Konkubine, dann noch die Damen des Hofstaats, der Ober-Eunuch, die Krönung, eine zum Umziehen, eine zum Geburtstag feiern und dasselbe noch einmal für die Kaiserin (abzüglich der Konkubinen-Hallen), der Kaiserinwitwe ...

Peking, es wimmelt

Anflug auf Peking – keine Sicht. Wolken? – nein: Hochnebel! Wie der winterliche Hochnebel in Deutschland. Ich vermute, dass es sich schlichtweg um Umweltverschmutzung handelt, obwohl eine Chinesin meinte, dass das am morgendlichen Regen läge. Nur: heute ist es ebenso vernebelt – ohne Regen. In der China Daily wird denn auch ausfuehrlich der Grund dafuer genannt - es ist hauptsaechlich die USA dafuer verantwortlich. Einerseits weil sie ja so viel Treibhausgas selbst produzieren und auf der anderen Seite, weil sie die Waren in China produzieren lassen, einem Land mit billigen Arbeitern. Deswegen muessen die armen Chinesen ja so viel Treibhausgas produzieren. Dieser Dunst vermittelt jedenfalls eine seltsame Stimmung – Novemberstimmung bei 29°C. Der Weg vom Flughafen (35 Km), ein Hotel finden, das alles hat wunderbar geklappt und ich habe mir mit all dem unnötig Sorgen gemacht. Eigentlich war ich die ganze Zeit nur damit beschäftigt für mich festzustellen welcher Art dieses Wirtschaftssyst...

Das Reich der Mitte

Nun ist sie gefallen, die Entscheidung. Eigentlich hatte ich Hongkong geplant, aber die Horden von Ratten und Maeusen auf der Flucht vor den Fluten dort, muss ich nicht wirklich haben. Also gestern abend kurzfristige Planaenderung und ab nach Peking. Vorsichtshalber habe ich das Shanghai-Ticket auch dabei - man weiss ja nie - doch nun sitze ich im Flieger nach Peking. Alles roger. Uiiiiih., jetzt bin ich wirklich aufgeregt. Keine Ahnung was mich so erwartet dort. Nur, dass ich wohl niemanden verstehen werde und umgekehrt und dass es teuer und anstrengend, aber wahrscheinlich auch recht exotisch werden wird. Ich werde berichten. Ganz bestimmt, sofern ich dort Internetzugang habe. Uiiiiiiiiii - Spannung!

Brücken und Verkehr

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Heute stand der erste Ausflug auf dem Programm. So eine Mischung aus Reisen auf amerikanisch - also schnell - mit deutschen Kaffeefahrtsanteilen. Der River Kwai, bzw. die entsprechende Brücke, die ich bei meinen letzten Aufenthalten hier immer ausgelassen habe. Vor das Vergnügen hat der liebe Gott jedoch das lästige Übel gesetzt: Früh Aufstehen! Unangenehm, aber nicht zu vermeiden, da die Strecke hin etwa 150 km lang ist und man sonst nichts vom Tag hat. Also ab in den Minibus um 6.30 Uhr. Auf dem Weg erklärt der Tourist-Guide noch ein paar Dinge über das Königshaus, welche ich noch nicht kenne. Vor dem Königspalast gibt es einen großen freien Platz. Auf dem, so der Guide, wird der König verbrannt, wenn er dereinst von uns geht. Vorher jedoch wird er noch genau 100 Tage im Palast selbst „getrocknet“ – sprich aufgebahrt. Da bleibt dann wohl nicht mehr sooo viel zum Verbrennen…. Der Platz wird derzeit übrigens umgestaltet – ist hier ein Zusammenhang zum hohen Alter des Königs (inthronisi...

Fußweh

Zwei Tage Gewaltmärsche durch alle möglichen abgelegenen Winkel dieser Stadt hinterlassen inzwischen Spuren. Derzeit erkunde ich Gegenden von Bangkok, für die ich mir nie Zeit genommen habe. Normalerweise bewege ich mich nur auf den größeren Magistralen. Aber mit viel Zeit im Hintergrund schaue ich mir auch andere Dinge an. Dabei entdeckt man in diesem Moloch manchmal sehr schöne alte Gebäude, die noch nicht dem allgemeinen Betonwahn gewichen sind. Kleine verwunschene Holzbauten, die vormals die gesamte Bebauung dieser Stadt darstellten. Bangkok bestand früher aus vielen kleinen Kanälen, den Klongs, und hatte daher auch den Beinamen "Venedig des Ostens". Diese in der Regenzeit notwendigen Abwassersysteme sind durch eine Kanalisation ersetzt worden und wurden nach und nach überbaut von Straßen oder einfachen Betonbauten. Das Abwassersystem ist dummerweise bei richtigem Starkregen gar nicht in der Lage die Fluten auzunehmen. Da hilft dann in der Regel nur: Wassertreten a la Kne...

Freiheit und Sicherheit

Thailand macht auf Sicherheit – vor jedem U-Bahnhof, vor jedem Kaufhaus steht mindestens ein Soldat/Polizist, um die Taschen der Reisenden zu kontrollieren. Die Kontrolle fällt dann aber doch eher mau aus, denn die Mühe eine Tasche IN der Tasche zu kontrollieren, macht man sich dann doch nicht. So blieb mein Aluminiumkoffer für das Notebook ungeöffnet und ich hätte eine schöne Bombe in die U-Bahn schmuggeln können. Welch ein sinnloser Job. Zudem bewirkt eine Frage, dass überhaupt nicht kontrolliert wird. Wahrscheinlich wird durch das Nachdenken über die Frage der weitere Kontrollprozess negativ beeinflusst. Allerdings: ein frisch verpacktes (Geburtstags-) Geschenk muss natürlich ausgepackt werden. Die Frau, der es so erging war weniger erfreut. Bei zwei Eingängen sollte man sich zudem Gedanken darüber machen, dass zwei Kontrolleure sicherlich Erfolg versprechender beim Auffinden von verbotenen Dingen wären. Zum Thema Freiheit: Jeden Tag wächst das Gefühl der Freiheit, Stück für Stück f...

Thailand traegt gelb....

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Da habe ich doch heute auch glatt etwas neues gelernt - Montag ist hier Gelb-Tag zu Ehren von Blumikohl nebst Gattin. Etwa 50% der Menschen rennen dann mit gelben Klamotten herum. Sehr uniformiert. Die armen, jetzt wo Blumikohl schon so alt ist, was machen die Leute dann demnaechst nur? Der Rest ist hier wie immer - knatternde Tuktuks, die gemeingefaehrlich sind, stinken, auf denen man sowieso nur vom Abgas der restlichen Verkehrsteilnehmer eingenebelt wird und ausserdem verlangen die von Farangs (das sind die mit den grossen Nasen - nicht nur ich, sondern alle Europaeer) in der Regel den doppelten Preis als ein Taxi kostet. Am Himmel zieht das allabendliche Grossgewitter mit schoener Regelmaessigkeit auf, es ist laut, es wuselt, aber es ist warm und sehr schoen. Mache heute Anbei ein kleiner Sightseeinggruss vom Travelcompagnion. Mache heute weiter mit dem Entspannen und verlaenger den Aufenthalt hier um einige Tage bevor es weitergeht. Nun aber zurueck ins Hotel, damit ich trocken bl...

Puh, geschafft

Liebe Leuts, der ewige Pessimist hat es dann doch geschafft beim dritten Versuch. War ne schoene Zeit in Frankfurt, aber auf Dauer dann doch nicht das richtige. Habe viele Erfahrungen mit dem Sicherheitspersonal sammeln koennen durch das ewige ein und auschecken. Hatte was von Praktikum beim Flughafen bzw. ein wenig von einem "Test-Checker". Zum Schluss war ich mit den meisten per Du. Auch die Jungs vom Zoll kannten mich dann schon - am Montag wollten wir ein Bier zusammen trinken, aber da haben sie die Daumen wohl zu stark gedrueckt. Das halbe Flughafenpersonal stand schliesslich am Gate und bildete ein Spalier. Wer wohl jetzt meine kleine Wohnecke auf Gate 22 uebernimmt? Hatte schon Bilder aufgehaengt und ein paar Kartons ausgelegt. Was man halt so macht, wenn man wartet und hofft. Die Damen von der Lufthansa hatten fuer den naechsten Tag versprochen einen Wischmop mitzubringen - den braucht man ja schliesslich, wenn einem staendig tausende von Menschen durchs Wohnzimmer st...

ich wär dann gernr mal weg...

hallo allesamt. hier in frankfurt ist es wunderschön. ich lerne den flughafen kennen, die check-in und -out gepflogenheiten der lufthansa sowie der thai airways, esse bei mac donoalds jetzt schon salate und lasse es mir rundum gutgehen. dummerweise nimmt mich nur niemand mit. jetzt hat mich schon der dritte flieger hängen gelassen - alle welt will nach bangkok, sehr lästig. mal sehen wie viele wochen ich das aushalte bevor mich diese ständigen sciherheietskoontrollen um den verstand gebracht haben. foortsetzung foolgt.

Bärchen kommt mit...

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Ein langer Kampf und unendliche, ermüdende Diskussionen, aber Bärchen hat sich durchgesetzt und kommt nu doch mit. Naja, wo er mir die Reise doch vorgeschlagen hat.... :-))

Ich bin dann mal weg...

Leider hat mir Hape diesen Spruch geklaut, aber ich nutze ihn trotzdem. Wenn nicht alles furchtbar schief gegangen ist, sitze ich nun im Flieger Richtung Bangkok. Eine lange Vorbereitungszeit ist vorbei und wahrscheinlich ist das erste, was ich feststellen werde, dass ich etwas wichtiges vergessen habe. Naja, Unterwäsche wird ja weltweit genutzt und außerdem ist es dort ja warm. Zurück finde ich jedenfalls, denn meine lieben Schüler haben mir noch einen Kompass mitgegeben. Nach Überwindung des Jetlegs werde ich wohl gleich am Mittwoch oder Donnerstag gen Hongkong fliegen und mal schauen was die dort so machen. Derzeit laufen ja die 10-Jahresfeierlichkeiten und vielleicht ist noch etwas Torte übrig. Vielen Dank für Euer aller lieben Worte und Aufmerksamkeiten in den letzten Wochen. Das nehme ich alles mit und werde sicherlich viel an Euch denken.... Liebe Grüße Jürgen

OBDACHLOS

Seit gestern bin ich ohne Wohnung und eigenes Bett. Soweit ist es nun schon mit den Beamten - kein Geld mehr für ein Zimmer..... Liebe Freunde erbarmen sich meiner und lassen mich bei Ihnen schlafen. Es wird Zeit für den Abflug, so denn die Lufthansa mich mitnimmt am Freitag. Ick froi ma schon und hoffe das Beste. Palmen, ich komme! Jürgen