Begegnungen
Die Welt der Rucksack-Reisenden ist eine recht einfache. Jeder ist offen und bereit für gemeinsame Unternehmungen. Weder Herkunft noch Alter spielen dabei eine Rolle. In dieser Welt wandert man mit sehr offenen Augen umher. So war es kein Problem eine Gruppe zu finden, mit der ich in eines der Pekinger Top-Pekingenten-Restaurants gehen konnte. Denn: dorthin geht man nie allein und, das haben wir allerdings erst später mitbekommen, diese Restaurants schließen gegen 21.00 Uhr. So waren wir um 20.00 Uhr bereits sehr spät dran. Das Essen läuft so ab. Man bestellt für alle dasselbe und das wird dann auf einer Drehscheibe in der Mitte eines runden Tisches für bis zu 10 Personen platziert. Das großartigste war jedoch der Restaurantchef, eine Karikatur seiner selbst. Mir fehlen leider die Worte ihn zu beschreiben, aber solch ein Unikum habe ich selten erlebt. Er sieht aus wie Kermit der Frosch aus der Muppetshow, hat dabei aber ein sehr schleimig, unterwürfiges Verhalten wie Golum aus Herr der Ringe oder Dobbie, der Hauself aus Harry Potter. Er grinst leicht debil und kichert eigentlich immer vor sich hin. Allein der war es wert dorthin zu gehen. Wir waren eine Gruppe aus Spaniern und meine Wenigkeit, so dass ich mal wieder ein wenig gezwungen war mich in dieser Sprache auszudrücken (mit mäßigem Erfolg). Zum Schluss kam dann eine Fotografier-Orgie mit den Serviererinnen, die alle und von jedem ein Foto machen wollten. Allein das hat dann sicher eine dreiviertel Stunde in Anspruch genommen. Überhaupt passiert es einem hier sehr häufig, dass ein Chinese oder eine Chinesin ein Foto mit einem Touristen machen möchte. Dabei ist die typische Geste der Chinesinnen das V-Zeichen (für Victory). Bisher kam das so jeden Tag mindestens einmal vor.
Ansonsten ist heute der Tag des Abschieds von Peking. Morgen geht es weiter nach Xian, wo die Terrakotta-Armee auf mich wartet. Leider muss ich auch dem netten, überaus hilfsbereiten und hilfreichen Parkwächter auf Wiedersehen sagen. Er hat mir in vielen Dingen in dieser Stadt geholfen und es war ausgesprochen schön mit einem Chinesen sprechen zu können. Er sprach mich an meinem ersten Abend in Peking an und wollte unbedingt Englisch mit mir sprechen dürfen. Diese Schüler wünscht man sich zu Hause!
Das Foto (Erklärung s.o.) von uns beiden musste ich versprechen zu entwickeln und ihm zu geben, was ich tat. Von spätestens da an war die Freundschaft besiegelt. Mit ihm habe ich ein paar Spaziergänge unternommen und er hat mir geholfen manche organisatorische Angelegenheit zu erledigen, was mich mit Sicherheit mehr Geld als Tourist allein gekostet hätte. Tourist = schwerreich!
Vorgestern waren wir essen. Eigentlich wollte ich, dass er bestellt und wir dann beide davon essen, wie es hier normal ist. Nur: er bestellte Hund! Das ging so gar nicht. Also Planänderung ich bestellte Ente. So aßen wir vor uns hin und unterhielten uns. Irgendwann auch wieder über das Essen und er fragte mich wie denn mein Dog (= Hund!) sei. So entsetzt war ich, glaube ich, mein Lebtag noch nicht! Es stellte sich heraus, dass das Problem seine Aussprache war, denn er meinte Duck (= Ente).
Dennoch war es mir nicht mehr möglich weiter zu essen. Der Schock saß zu tief. Schließlich verließ ich das Restaurant einigermaßen hungrig!
Er lebt eigentlich etwa drei Zugstunden von Peking entfernt in einer kleinen Stadt und studiert dort. Hier verdient er das für sein Studium nötige Geld, das ihm seine Eltern nicht geben können, denn sie sind Bauern und leben am Existenzminimum. Sein Verdienst in Peking für 12 Stunden Arbeit an 7 Tagen die Woche: 75 . Als wir vorhin auf dem Tiannanmen Platz spazierten, hatte ich das erste Mal ein Stasi-Gefühl. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das eingebildet habe, aber da war dieser unauffällig in der Gegend, immer um uns herum scharwenzelnde Herr. Plötzlich fühlte ich mich daran erinnert, dass ich ja in China bin. Man vergisst das hier sehr schnell.
Schön, zu Neuem aufzubrechen, aber immer auch ein wenig traurig, Altes hinter sich zu lassen. Man lässt nette Begegnungen zurück ..
Ansonsten ist heute der Tag des Abschieds von Peking. Morgen geht es weiter nach Xian, wo die Terrakotta-Armee auf mich wartet. Leider muss ich auch dem netten, überaus hilfsbereiten und hilfreichen Parkwächter auf Wiedersehen sagen. Er hat mir in vielen Dingen in dieser Stadt geholfen und es war ausgesprochen schön mit einem Chinesen sprechen zu können. Er sprach mich an meinem ersten Abend in Peking an und wollte unbedingt Englisch mit mir sprechen dürfen. Diese Schüler wünscht man sich zu Hause!
Das Foto (Erklärung s.o.) von uns beiden musste ich versprechen zu entwickeln und ihm zu geben, was ich tat. Von spätestens da an war die Freundschaft besiegelt. Mit ihm habe ich ein paar Spaziergänge unternommen und er hat mir geholfen manche organisatorische Angelegenheit zu erledigen, was mich mit Sicherheit mehr Geld als Tourist allein gekostet hätte. Tourist = schwerreich!
Vorgestern waren wir essen. Eigentlich wollte ich, dass er bestellt und wir dann beide davon essen, wie es hier normal ist. Nur: er bestellte Hund! Das ging so gar nicht. Also Planänderung ich bestellte Ente. So aßen wir vor uns hin und unterhielten uns. Irgendwann auch wieder über das Essen und er fragte mich wie denn mein Dog (= Hund!) sei. So entsetzt war ich, glaube ich, mein Lebtag noch nicht! Es stellte sich heraus, dass das Problem seine Aussprache war, denn er meinte Duck (= Ente).
Dennoch war es mir nicht mehr möglich weiter zu essen. Der Schock saß zu tief. Schließlich verließ ich das Restaurant einigermaßen hungrig!
Er lebt eigentlich etwa drei Zugstunden von Peking entfernt in einer kleinen Stadt und studiert dort. Hier verdient er das für sein Studium nötige Geld, das ihm seine Eltern nicht geben können, denn sie sind Bauern und leben am Existenzminimum. Sein Verdienst in Peking für 12 Stunden Arbeit an 7 Tagen die Woche: 75 . Als wir vorhin auf dem Tiannanmen Platz spazierten, hatte ich das erste Mal ein Stasi-Gefühl. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das eingebildet habe, aber da war dieser unauffällig in der Gegend, immer um uns herum scharwenzelnde Herr. Plötzlich fühlte ich mich daran erinnert, dass ich ja in China bin. Man vergisst das hier sehr schnell.
Schön, zu Neuem aufzubrechen, aber immer auch ein wenig traurig, Altes hinter sich zu lassen. Man lässt nette Begegnungen zurück ..
Kommentare
da habe ich einen Kommentar geschrieben und nun wil l der nicht erscheinen und der Text ist auch weg. Na warte...
Also das mit dem Marathon und dem Dunst finde ich nun gar kein Problem. In dem Dreck l�sst sich bestimmt ganz gut mit feinsten Dopingpartiekln arbeiten.Und wieso hast du nicht Hund probiert? so ein gut gstopfter Mops kann doch nicht wirklich schlecht mecken und Milliarden Chinesen k�nnen doch nicht alle geschmacklich auf Irrwegen sein. Wie willst du K�che unterrichten , wenn du nicht kulinarisch etwas mutiger bist? Also das n�chste Mal bitte wie im Kindergarten- ein probierklecks mu�� sein.Taube ist imm �rigen lekker nur etwas wenig und Schlange soll auch sehr lekker sein- reines Muskelfleich. Ich erwarte also ganz gespannt deine Kulinarieschen Abenteuer. Bei mir ist auch einiges in Bewegung und vielleicht ist der Text deshalb verschwunden , weil ich nicht dar�ber reden soll. Alsonur so viel- n�chstes Jahr um diese Zeit bin ich nicht mehr bei Struppe und ich bin sehr aufgeregt dar�ber. Nun kopier ich da ssch�n und dann kann ich dir gefahrlos eine Umarung schicken. Pa� weiter gut auf dich auf Kleener.
Ach so, dass du nich inthroniesiert wurdest daran bist du selber schuld - nur fette kaiser gute Kaiser.
da habe ich einen Kommentar geschrieben und nun wil l der nicht erscheinen und der Text ist auch weg. Na warte...
Also das mit dem Marathon und dem Dunst finde ich nun gar kein Problem. In dem Dreck lässt sich bestimmt ganz gut mit feinsten Dopingpartiekln arbeiten.Und wieso hast du nicht Hund probiert? so ein gut gstopfter Mops kann doch nicht wirklich schlecht mecken und Milliarden Chinesen können doch nicht alle geschmacklich auf Irrwegen sein. Wie willst du Köche unterrichten , wenn du nicht kulinarisch etwas mutiger bist? Also das nächste Mal bitte wie im Kindergarten- ein probierklecks mußß sein.Taube ist imm ürigen lekker nur etwas wenig und Schlange soll auch sehr lekker sein- reines Muskelfleich. Ich erwarte also ganz gespannt deine Kulinarieschen Abenteuer. Bei mir ist auch einiges in Bewegung und vielleicht ist der Text deshalb verschwunden , weil ich nicht darüber reden soll. Alsonur so viel- nächstes Jahr um diese Zeit bin ich nicht mehr bei Struppe und ich bin sehr aufgeregt darüber. Nun kopier ich da sschön und dann kann ich dir gefahrlos eine Umarung schicken. Paß weiter gut auf dich auf Kleener.
Ach so, dass du nich inthroniesiert wurdest daran bist du selber schuld - nur fette kaiser gute Kaiser.