Brücken und Verkehr
Heute stand der erste Ausflug auf dem Programm. So eine Mischung aus Reisen auf amerikanisch - also schnell - mit deutschen Kaffeefahrtsanteilen.
Der River Kwai, bzw. die entsprechende Brücke, die ich bei meinen letzten Aufenthalten hier immer ausgelassen habe.
Vor das Vergnügen hat der liebe Gott jedoch das lästige Übel gesetzt: Früh Aufstehen! Unangenehm, aber nicht zu vermeiden, da die Strecke hin etwa 150 km lang ist und man sonst nichts vom Tag hat. Also ab in den Minibus um 6.30 Uhr. Auf dem Weg erklärt der Tourist-Guide noch ein paar Dinge über das Königshaus, welche ich noch nicht kenne. Vor dem Königspalast gibt es einen großen freien Platz. Auf dem, so der Guide, wird der König verbrannt, wenn er dereinst von uns geht. Vorher jedoch wird er noch genau 100 Tage im Palast selbst „getrocknet“ – sprich aufgebahrt. Da bleibt dann wohl nicht mehr sooo viel zum Verbrennen…. Der Platz wird derzeit übrigens umgestaltet – ist hier ein Zusammenhang zum hohen Alter des Königs (inthronisiert 1946) zu erkennen?
Die Brücke am River Kwai hat durch den gleichnamigen Film Berühmtheit erlangt. Hier hielten die Japaner ein Kriegsgefangenenlager mit hauptsächlich britischen, australischen und niederländischen sowie vielen asiatischen Gefangenen, die gezwungen waren eine Eisenbahnstrecke (415 km) Richtung Burma inklusive besagter Brücke in 14 Monaten zu bauen. Das sollte den kriegswichtigen Nachschub in dieses Kriegsgebiet und ggf. für einen weiteren Vorstoß Richtung Indien sichern. Die Briten hatten Anfang vergangenen Jahrhunderts einen solchen Bau verworfen, da er durch viele Berge und, damals noch, unzugängliche Dschungelgebiete führte. Einen richtigen Imperialisten schreckt das natürlich nicht. Die Strecke erhielt denn auch den Namen „Todesbahn“, denn beim Bau kamen geschätzte 100.000 Menschen ums Leben. Genutzt hatte die Bahn dann doch nichts. Die wichtige Brücke über den Kwai wurde von den Alliierten gebombt, die Japaner kapitulierten 1945 und die Regierungen von Thailand (damals noch Siam) und Myanmar (damals noch Birma/Burma) beschlossen die jeweils letzten 100 km vor ihrer Grenze wieder abzubauen. Viele unnütze Tote, wie so oft in Kriegszeiten. Der Begriff „Weltkrieg“ erhält hier erst einen tieferen Sinn.
Viel zu sehen gibt es nicht, obwohl die Brücke selbst sehr hübsch ist. Der Ausflug an sich war aber dann doch ganz nett – viel Gelegenheiten sich zu unterhalten – mit Neuseeländern, Südafrikanern, Holländern, Indiern und Briten. Ein langer, aber schöner Tag.
Zurück in Bangkok wieder das typische Verkehrschaos. Mangels öffentlicher Züge und angesichts der fürchterlichen Megastaus, nehme ich entgegen meinen Gepflogenheiten ein Motorradtaxi. Die einzige Möglichkeit noch voran zu kommen. Allerdings auch die auf der Gefahrenskala am höchsten angesiedelte. Taxen stecken fest, ebenso Busse und laufen kommt nicht wirklich in Frage. Da hilft nur noch Fatalismus – und das am Freitag, dem 13.. Aber nach einer 12-Stunden-Tour besteht nur noch der Wunsch auf dem schnellsten Weg ins Hotel zu kommen.Müde, aber glücklich, grüßt J.
Vor das Vergnügen hat der liebe Gott jedoch das lästige Übel gesetzt: Früh Aufstehen! Unangenehm, aber nicht zu vermeiden, da die Strecke hin etwa 150 km lang ist und man sonst nichts vom Tag hat. Also ab in den Minibus um 6.30 Uhr. Auf dem Weg erklärt der Tourist-Guide noch ein paar Dinge über das Königshaus, welche ich noch nicht kenne. Vor dem Königspalast gibt es einen großen freien Platz. Auf dem, so der Guide, wird der König verbrannt, wenn er dereinst von uns geht. Vorher jedoch wird er noch genau 100 Tage im Palast selbst „getrocknet“ – sprich aufgebahrt. Da bleibt dann wohl nicht mehr sooo viel zum Verbrennen…. Der Platz wird derzeit übrigens umgestaltet – ist hier ein Zusammenhang zum hohen Alter des Königs (inthronisiert 1946) zu erkennen?
Die Brücke am River Kwai hat durch den gleichnamigen Film Berühmtheit erlangt. Hier hielten die Japaner ein Kriegsgefangenenlager mit hauptsächlich britischen, australischen und niederländischen sowie vielen asiatischen Gefangenen, die gezwungen waren eine Eisenbahnstrecke (415 km) Richtung Burma inklusive besagter Brücke in 14 Monaten zu bauen. Das sollte den kriegswichtigen Nachschub in dieses Kriegsgebiet und ggf. für einen weiteren Vorstoß Richtung Indien sichern. Die Briten hatten Anfang vergangenen Jahrhunderts einen solchen Bau verworfen, da er durch viele Berge und, damals noch, unzugängliche Dschungelgebiete führte. Einen richtigen Imperialisten schreckt das natürlich nicht. Die Strecke erhielt denn auch den Namen „Todesbahn“, denn beim Bau kamen geschätzte 100.000 Menschen ums Leben. Genutzt hatte die Bahn dann doch nichts. Die wichtige Brücke über den Kwai wurde von den Alliierten gebombt, die Japaner kapitulierten 1945 und die Regierungen von Thailand (damals noch Siam) und Myanmar (damals noch Birma/Burma) beschlossen die jeweils letzten 100 km vor ihrer Grenze wieder abzubauen. Viele unnütze Tote, wie so oft in Kriegszeiten. Der Begriff „Weltkrieg“ erhält hier erst einen tieferen Sinn.
Viel zu sehen gibt es nicht, obwohl die Brücke selbst sehr hübsch ist. Der Ausflug an sich war aber dann doch ganz nett – viel Gelegenheiten sich zu unterhalten – mit Neuseeländern, Südafrikanern, Holländern, Indiern und Briten. Ein langer, aber schöner Tag.
Zurück in Bangkok wieder das typische Verkehrschaos. Mangels öffentlicher Züge und angesichts der fürchterlichen Megastaus, nehme ich entgegen meinen Gepflogenheiten ein Motorradtaxi. Die einzige Möglichkeit noch voran zu kommen. Allerdings auch die auf der Gefahrenskala am höchsten angesiedelte. Taxen stecken fest, ebenso Busse und laufen kommt nicht wirklich in Frage. Da hilft nur noch Fatalismus – und das am Freitag, dem 13.. Aber nach einer 12-Stunden-Tour besteht nur noch der Wunsch auf dem schnellsten Weg ins Hotel zu kommen.Müde, aber glücklich, grüßt J.
Kommentare
Liebe Grüsse Christian aus dem 32° heißen Berlin......