Die Grosse Mauer




Dazu gibt es zunächst nur eines zu sagen – GIGANTISCH! Welch verrückter Mensch, der auf die Idee kam eine, zu ihren größten Zeiten, 6500 Km lange Mauer auf den Bergspitzen eines nicht gerade flachen Gebirges zu erbauen. Barbaren abzuhalten ist sicher ein Argument, aber muss es gleich ein solch gewaltiges Bauwerk sein? Darauf zu wandeln hat etwas Erhabenes. Man wandelt auf einer Höhe von 500 – 1000 Metern auf einer etwa 3-4 Meter breiten Fläche, die größtenteils noch gut erhalten ist und immer wieder – etwa alle 500 Meter von Türmen unterbrochen wird. Der Teil in Simatai, an dem ich heute war, ist im Original am besten erhalten und misst etwa 40 Km. Ich bin heute früh morgens mit dem Gedanken aufgestanden, dass es eine nette, entspannte Tour werden würde, bei der man einmal bis zur Mauer aufsteigt und dann gemütlich etwa 10 Km auf ihr entlang spaziert. So ganz Sonntagsspaziergang, bei Regen zwar, aber das macht ja nichts.
Weit gefehlt! Ich wurde schnell eines besseren belehrt, denn die Mauer steigt und fällt natürlich durch Berg und Tal, so dass meine Beine und mein Hintern diese 10 Km sicherlich noch einige Zeit in Erinnerung behalten werden. Ich bin vollständig erschöpft! Und erkältet. Denn es war zwar einigermaßen warm – trotz Wolken. Allerdings kommt man doch sehr ins Schwitzen und auf der Mauer ist es – liegt in der Natur der Sache, sie ist auf den Bergkamm gebaut – sehr zugig. Also bleibt auch die Klimaanlage im Hotel heute Nacht aus.
Sodele – ein letzter Satz zur Information. Leider kann ich meine Homepage in China nicht aufrufen – weiß der Himmel warum. Aber der liebe Christian stellt alles brav hinein, was ich ihm per Email schicke, denn das funktioniert.
Ein erschöpfter mit stetig wachsenden, imposanten Eindrücken aufgefüllter J. grüßt die Heimat.

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