Entwicklungshilfe und Krieger
Meine Ankunft in Xi’an war dann doch nicht ganz so sorgenfrei wie es gestern im Bericht anklang. Ja, ich wurde abgeholt und ja, ich hatte ein Zimmer gebucht. Nun, das bezog sich auf den Tag, nicht auf die Uhrzeit. Der gemeine Chinese verabscheut es negative Dinge zu sagen. Also wird mir halt NICHT erzählt, dass das Zimmer erst um 18.00 Uhr verfügbar ist. So warte ich halt bis 11.00 Uhr und frage dann schüchtern nach, worauf ich eben die genannte Auskunft erhalte.
Hmm, etwas malat, vollkommen müde, fällt es mir doch sehr schwer NICHT mein Gesicht zu verlieren. Man hat aber gleich eine Antwort parat: Es gäbe ein tolles Hotel, nur zwei Minuten von hier. Mittlerweile im Stehen schlafend, wanke ich also dorthin und mir wird ein Zimmer gezeigt und dieses Zimmer ist eigentlich alles andere als auch nur annähernd als Unterkunft zu bezeichnen. Das Schlafen im Freien ist angenehmer! Ich weiß nicht welcher Teufel mich ritt als ich zusagte. Nun also eingecheckt, versuche ich zu duschen, was sich schon mal als enorm schwierig erweist, muss ich doch darauf achten alles völlig Verdreckte im Zimmer und im Bad zu umschiffen, was quasi nicht möglich ist, denn fliegen kann ich nicht. Warmes Wasser ist nicht. Nun, ist ja China, denke ich. Also kalt. Das hätte ich nicht tun sollen, denn nun war ich wieder Herr meiner Sinne und der Anblick der Räumlichkeit schlug mit all seiner Wucht zu! Wach, wie ich war, folgte ein sofortiges Aus-checken. An sich kein Problem, aber wie erklärt man einer Rezeptionistin, dass man zudem nicht bereit ist zu bezahlen. Ich nenne diesen Vorgang mal Tai-Chi, denn meine Verrenkungen glichen doch sehr der von den Chinesen morgens im Park praktizierten Übung.
Zurück ins Hostel und das ging dann alles ganz gut, ich musste halt weiter warten. Wieder benebelt ging ich in die Stadt, um mir ein wenig die doch recht schöne Stadt anzuschauen. Xi’an war vor Peking und Nanjing die Hauptstadt von China, derzeit ist sie noch eines der Kulturzentren des Landes. Sie ist umgeben von einer 600 Jahre alten, vollständig intakten, Stadtmauer und mit allerlei alten Pagoden ausgestattet. Die erste habe ich dann auch fotografiert, bei der zweiten fehlte dann mein Fotoapparat! Ich bin Partner einer passiven Direkt-Entwicklungshilfe geworden. Das verläuft nach dem Zufallsprinzip ohne dass man vorher gefragt wird. Wie Lotto ohne Lottoschein. Nun, ich brauchte eine Weile mir diesen Vorfall schön zu reden: Ok, die haben ja nichts, die sind ja arm… Funktionierte nicht so richtig. Ihr könnt mich mal…. Funktionierte schon besser. Ich habe ja mein Auto verkauft – funktionierte wunderbar! In China ist es ja sogar billiger und: könnte mir ja sogar eine bessere Kamera kaufen funktionierten blendend! Also: direkt ins nächste Kaufhaus und neue Kamera kaufen. Denken, Geld holen, kaufen dauerten 30 Minuten. Ätsch, ihr Flachnasen!!
Lehrgeld!
Heute war ich dann bei der Terrakotta-Armee. Dauerte etwas bis wir dort waren, denn die Lama-Gold-Decken-Verkaufs-Veranstaltungen zogen sich ein wenig in die Länge, aber schließlich wurden wir belohnt. Man bestaunt eine relativ junge Ausgrabung (entdeckt 1974) einer tönernen Armee, bestehend aus ca. 7600 Kriegern, voll ausgerüstet mit Pferden, Wagen, Kriegswaffen usw. Etwa ein Viertel ist erst ausgegraben. 1500 bekommt man zu sehen. Diese Tonfiguren (lebensecht) haben seit etwa 210 vor Christus ihrer Entdeckung geharrt. Zu besichtigen sind drei Ausgrabungsstätten, die von jeweils einer Halle überdacht sind. In der ersten sieht man dann die aus Funk und Fernsehen bekannten Soldatenreihen – schier endlos.
Der Zweck dieser Armee war vermutlich das Ansinnen des Kaisers in einer „nächsten“ Welt streitbar zu sein und eventuelle Feinde abzuwehren. Der erste Kaiser Chinas, Begründer der Quin-Dynastie war halt vorausschauend.
Sieht man diese Armee wirklich vor sich stehen, kommt man sich sehr klein vor und vor allem wird man sich seiner doch sehr begrenzten Anwesenheit auf dieser Erde bewusst. Überhaupt wird einem immer wieder bewusst, dass dieses Land einfach XXL ist und wohl schon immer war – wahrscheinlich gar nicht anders kann.
Hmm, etwas malat, vollkommen müde, fällt es mir doch sehr schwer NICHT mein Gesicht zu verlieren. Man hat aber gleich eine Antwort parat: Es gäbe ein tolles Hotel, nur zwei Minuten von hier. Mittlerweile im Stehen schlafend, wanke ich also dorthin und mir wird ein Zimmer gezeigt und dieses Zimmer ist eigentlich alles andere als auch nur annähernd als Unterkunft zu bezeichnen. Das Schlafen im Freien ist angenehmer! Ich weiß nicht welcher Teufel mich ritt als ich zusagte. Nun also eingecheckt, versuche ich zu duschen, was sich schon mal als enorm schwierig erweist, muss ich doch darauf achten alles völlig Verdreckte im Zimmer und im Bad zu umschiffen, was quasi nicht möglich ist, denn fliegen kann ich nicht. Warmes Wasser ist nicht. Nun, ist ja China, denke ich. Also kalt. Das hätte ich nicht tun sollen, denn nun war ich wieder Herr meiner Sinne und der Anblick der Räumlichkeit schlug mit all seiner Wucht zu! Wach, wie ich war, folgte ein sofortiges Aus-checken. An sich kein Problem, aber wie erklärt man einer Rezeptionistin, dass man zudem nicht bereit ist zu bezahlen. Ich nenne diesen Vorgang mal Tai-Chi, denn meine Verrenkungen glichen doch sehr der von den Chinesen morgens im Park praktizierten Übung.
Zurück ins Hostel und das ging dann alles ganz gut, ich musste halt weiter warten. Wieder benebelt ging ich in die Stadt, um mir ein wenig die doch recht schöne Stadt anzuschauen. Xi’an war vor Peking und Nanjing die Hauptstadt von China, derzeit ist sie noch eines der Kulturzentren des Landes. Sie ist umgeben von einer 600 Jahre alten, vollständig intakten, Stadtmauer und mit allerlei alten Pagoden ausgestattet. Die erste habe ich dann auch fotografiert, bei der zweiten fehlte dann mein Fotoapparat! Ich bin Partner einer passiven Direkt-Entwicklungshilfe geworden. Das verläuft nach dem Zufallsprinzip ohne dass man vorher gefragt wird. Wie Lotto ohne Lottoschein. Nun, ich brauchte eine Weile mir diesen Vorfall schön zu reden: Ok, die haben ja nichts, die sind ja arm… Funktionierte nicht so richtig. Ihr könnt mich mal…. Funktionierte schon besser. Ich habe ja mein Auto verkauft – funktionierte wunderbar! In China ist es ja sogar billiger und: könnte mir ja sogar eine bessere Kamera kaufen funktionierten blendend! Also: direkt ins nächste Kaufhaus und neue Kamera kaufen. Denken, Geld holen, kaufen dauerten 30 Minuten. Ätsch, ihr Flachnasen!!
Lehrgeld!
Heute war ich dann bei der Terrakotta-Armee. Dauerte etwas bis wir dort waren, denn die Lama-Gold-Decken-Verkaufs-Veranstaltungen zogen sich ein wenig in die Länge, aber schließlich wurden wir belohnt. Man bestaunt eine relativ junge Ausgrabung (entdeckt 1974) einer tönernen Armee, bestehend aus ca. 7600 Kriegern, voll ausgerüstet mit Pferden, Wagen, Kriegswaffen usw. Etwa ein Viertel ist erst ausgegraben. 1500 bekommt man zu sehen. Diese Tonfiguren (lebensecht) haben seit etwa 210 vor Christus ihrer Entdeckung geharrt. Zu besichtigen sind drei Ausgrabungsstätten, die von jeweils einer Halle überdacht sind. In der ersten sieht man dann die aus Funk und Fernsehen bekannten Soldatenreihen – schier endlos.
Der Zweck dieser Armee war vermutlich das Ansinnen des Kaisers in einer „nächsten“ Welt streitbar zu sein und eventuelle Feinde abzuwehren. Der erste Kaiser Chinas, Begründer der Quin-Dynastie war halt vorausschauend.
Sieht man diese Armee wirklich vor sich stehen, kommt man sich sehr klein vor und vor allem wird man sich seiner doch sehr begrenzten Anwesenheit auf dieser Erde bewusst. Überhaupt wird einem immer wieder bewusst, dass dieses Land einfach XXL ist und wohl schon immer war – wahrscheinlich gar nicht anders kann.
Kommentare