Peking, es wimmelt

Anflug auf Peking – keine Sicht. Wolken? – nein: Hochnebel! Wie der winterliche Hochnebel in Deutschland. Ich vermute, dass es sich schlichtweg um Umweltverschmutzung handelt, obwohl eine Chinesin meinte, dass das am morgendlichen Regen läge. Nur: heute ist es ebenso vernebelt – ohne Regen. In der China Daily wird denn auch ausfuehrlich der Grund dafuer genannt - es ist hauptsaechlich die USA dafuer verantwortlich. Einerseits weil sie ja so viel Treibhausgas selbst produzieren und auf der anderen Seite, weil sie die Waren in China produzieren lassen, einem Land mit billigen Arbeitern. Deswegen muessen die armen Chinesen ja so viel Treibhausgas produzieren.
Dieser Dunst vermittelt jedenfalls eine seltsame Stimmung – Novemberstimmung bei 29°C.
Der Weg vom Flughafen (35 Km), ein Hotel finden, das alles hat wunderbar geklappt und ich habe mir mit all dem unnötig Sorgen gemacht. Eigentlich war ich die ganze Zeit nur damit beschäftigt für mich festzustellen welcher Art dieses Wirtschaftssystem denn nun ist. Einerseits fährt man durch Berlin-Marzahn - sozialistische Plattenbauten ohne Grün oder etwas freundliches, dann jedoch tauchen an allen Ecken wieder Massen von Hochhäusern verkleidet mit Glas und Stahl, funkelnd auf und man wähnt sich plötzlich in Manhattan New York.
Gelandet bin ich hier inmitten der Altstadt von Peking gleich um die Ecke vom Tiananmen-Platz (Platz des Himmlischen Friedens) und verbotener Stadt. Dieser Platz ist gigantisch, kein Vergleich mit den Aufmarschplätzen der DDR. Voller Menschen – es wimmelt nur so, fühlt man sich als ob gleich ein Rockkonzert begönne bzw. gerade endete. Dazwischen – ich habe sie Sixpacks getauft – kleine Marschkolonnen, bestehend aus 3 bis 6 jungen Soldaten. Im Gleichschritt geht’s mal recht mal links und immer böse schauen. Böse schauen eigentlich viele Chinesen – insbesondere die Älteren, die jungen erscheinen vielfach sehr, sehr freundlich. Auf dem Tiananmenplatz haben mich mehrere Chinesen angesprochen – alle wollen Englisch lernen. Obwohl diese Studenten allesamt besser Englisch sprechen als ich. Mindestens drei Dates hätte ich gestern Abend haben können.

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Hallo Jürgen,
Peking klingt ja sehr spannend. Sicherlich wirst Du einige Tage bleiben, bzw. Dir noch einige andere Dinge in China ansehen.

Es ist sehr schön, deine Reise auf diese Weise mitzuverfolgen.

Liebe Grüße

Birko + Peter

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