Verbotene Stadt und Zufälle
Heute stand die Verbotene Stadt auf dem Besucherprogramm. Ein gewaltiger Gebäudekomplex mit ewig vielen Hallen, Höfen und Mauern. Sehr verwunschen und man kommt sich streckenweise vor wie in einem Labyrinth. Der automatische Sprachführer funktionierte zwar nicht ganz so wie ich wollte zu Beginn quasselte da etwas auf durchaus akzeptablem Deutsch über eine Halle, an der ich mich noch gar nicht befand. Dann funktionierte das Ding gut, aber nach der 34. Geschichte über eine der Konkubinen bzw. der 80. Intrige der Gattin des Kaisers ming wan wau quien bing gan gao und der zigsten Hofzeremonie, veranstaltet vom Eunuch Xian Jan Piu sowieso, war das Zuhören dann nicht mehr möglich. Was der Kaiser so alles an Hallen benötigte! Eine für die Hochzeitsnacht, eine für die Obermufti-Konkubine, dann noch die Damen des Hofstaats, der Ober-Eunuch, die Krönung, eine zum Umziehen, eine zum Geburtstag feiern und dasselbe noch einmal für die Kaiserin (abzüglich der Konkubinen-Hallen), der Kaiserinwitwe bzw. Kaiserinmutter usw. usf. Wie gesagt, gewaltig, und man erhält einen ungefähren Eindruck vom Leben der Kaiser in China. Leider hat man mich nicht inthronisiert
Ansonsten kristallisiert sich im Alltag hier eine Erfahrung heraus: es scheint ein chinesischer Volkssport zu sein Touristen übers Ohr zu hauen. Sei es beim Rikschafahren, wo zum Schluss der 10fache Preis verlangt wird, geschweige denn, dass das Fahrtziel tatsächlich bis zum Ende angefahren wird. (ich wusste nicht mehr wirklich wo ich war nur so ungefähr) Sei es bei der abgewandelten Form des thailändischen Tuktuks vergleichbar mit einem mittelgroßen Koffer auf Rädern - wo der von mir erfolgreich in der Verhandlung halbierte Fahrtpreis dazu führte, dass der Tiannammen-Platz kurzum verlegt wurde und zwar in etwa so weit nach vorn, dass, um ihn endgültig zu erreichen, der ursprünglich vom Fahrer verlangte Preis zu zahlen gewesen wäre. Welch ein Zufall!
Der Rest ist hier ebenfalls sehr zufällig Zigarettenpreise steigen über Nacht exorbitant auf das Doppelte, nur um sich dann innerhalb von einer Stunde wieder zu dritteln, das Bier in der Dose mit 0,33l kostet 8 Yuan (10Yuan=1 Euro), dasjenige in der Halbliterflasche dagegen nur 2. Aber auch das unterliegt eher dem Zufall! Zufällig ist auch die Wahl der Kleidung der, zugegeben, westeuropäischen Kleiderästhetik wird hier mitunter schlimme Gewalt angetan. Das Tragen eines Schlafanzugs fällt hier zeitlich eben nur zufällig mit der dazu gehörigen Nacht bzw. örtlich mit dem heimischen Bett zusammen, während das Tragen eines T-Shirts bei Männern nur zufällig den Bauch abdeckt. Ein weiterer Volkssport ist es unter Männern den unteren Teil des T-Shirts bis unter die Achseln hochzukrempeln, so dass daraus ein Top wird. Ganz, ganz schlimm, denn die Bäuche sind nicht unbedingt asiatisch schlank. Sonst wäre das ja durchaus in meinem Interesse Der Friseursalon dagegen ist eher für den Schnitt unterhalb der Gürtellinie zuständig oder besser gesagt was man dort unten noch so alles machen kann.
Aber es ist wunderbar hier man kann es sich gut gehen lassen und, ich hoffe bald, auch entspannen. Morgen wird ein eher ruhiger Tag und dann: DIE GROSSE MAUER
Liebe Grüße
Jürgen
Ansonsten kristallisiert sich im Alltag hier eine Erfahrung heraus: es scheint ein chinesischer Volkssport zu sein Touristen übers Ohr zu hauen. Sei es beim Rikschafahren, wo zum Schluss der 10fache Preis verlangt wird, geschweige denn, dass das Fahrtziel tatsächlich bis zum Ende angefahren wird. (ich wusste nicht mehr wirklich wo ich war nur so ungefähr) Sei es bei der abgewandelten Form des thailändischen Tuktuks vergleichbar mit einem mittelgroßen Koffer auf Rädern - wo der von mir erfolgreich in der Verhandlung halbierte Fahrtpreis dazu führte, dass der Tiannammen-Platz kurzum verlegt wurde und zwar in etwa so weit nach vorn, dass, um ihn endgültig zu erreichen, der ursprünglich vom Fahrer verlangte Preis zu zahlen gewesen wäre. Welch ein Zufall!
Der Rest ist hier ebenfalls sehr zufällig Zigarettenpreise steigen über Nacht exorbitant auf das Doppelte, nur um sich dann innerhalb von einer Stunde wieder zu dritteln, das Bier in der Dose mit 0,33l kostet 8 Yuan (10Yuan=1 Euro), dasjenige in der Halbliterflasche dagegen nur 2. Aber auch das unterliegt eher dem Zufall! Zufällig ist auch die Wahl der Kleidung der, zugegeben, westeuropäischen Kleiderästhetik wird hier mitunter schlimme Gewalt angetan. Das Tragen eines Schlafanzugs fällt hier zeitlich eben nur zufällig mit der dazu gehörigen Nacht bzw. örtlich mit dem heimischen Bett zusammen, während das Tragen eines T-Shirts bei Männern nur zufällig den Bauch abdeckt. Ein weiterer Volkssport ist es unter Männern den unteren Teil des T-Shirts bis unter die Achseln hochzukrempeln, so dass daraus ein Top wird. Ganz, ganz schlimm, denn die Bäuche sind nicht unbedingt asiatisch schlank. Sonst wäre das ja durchaus in meinem Interesse Der Friseursalon dagegen ist eher für den Schnitt unterhalb der Gürtellinie zuständig oder besser gesagt was man dort unten noch so alles machen kann.
Aber es ist wunderbar hier man kann es sich gut gehen lassen und, ich hoffe bald, auch entspannen. Morgen wird ein eher ruhiger Tag und dann: DIE GROSSE MAUER
Liebe Grüße
Jürgen
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