Auf dem Moped
Abreise zurück nach Bangkok. Erst geht’s mit dem Speedboot zurück aufs Festland. Eine Sache von Minuten. Von Ban Peh gibt es einen Fischerbootservice auf die Insel und zurück. Auf dem Hinweg ist das auch okay, man tuckert so übers Wasser, nimmt dann ein Sammeltaxi und wird in die gewünschte Bucht gefahren. Zurück ist es etwas komplizierter. Man muss zunächst mit dem Gepäck in die Nachbarbucht laufen. Das ist mir angesichts der im Moment hohen Temperaturen zu anstrengend. Also lege ich vier Euro drauf und reise schnell und bequem. Da es noch früh am Tag ist und am heutigen Tag in Bangkok sowieso nur chillen angesagt ist, miete ich mir eine Vespa und erkunde vor der Rückfahrt nach Bangkok noch ein wenig die Umgebung von Ban Peh. Im Hintergrund sieht man immer wieder einzelne Hügel, als wären sie in die Landschaft gefallen. Über weite Strecken betreiben die Menschen hier Kokosnussplantagen. Das sieht im Sonnenschein malerisch aus. Darunter finden sich oft Ananasfelder. Meine Lieblingsfrucht seit jeher. Früher von Aldi aus der Dose. Jetzt jeweils frisch auf dem Markt für wenig Geld gekauft. Kein Vergleich, weil eben frisch. Weiterhin gibt es viele Kautschukplantagen. Das Fahren auf dem Motorroller ist so eine Sache für sich. Ein Gefühl von unendlicher Freiheit überkommt mich dann immer, denn ich kann selber entscheiden wo ich hinfahre und wann ich anhalte und die Landschaft genieße – anders als im Bus oder im Zug. Auf der anderen Seite mordsgefährlich und ich fahre voller Respekt durch die Gegend. Zwar sind die Straßen einigermaßen gut, aber das schließt plötzliche Schlaglöcher und Wasserbüffel auf der Straße nicht aus. Pflicht ist es mit Helm zu fahren, was die meisten Thais ignorieren. Sicherheitstechnisch sehe ich dabei auch keinen Unterschied, sind doch die Helme, die man beim Mieten dazu bekommt alles andere als geeignet den Kopf zu schützen. Für Kriegseinsätze wären sie wohl geeignet wären sie aus Metall. Sehen jedenfalls sehr militärisch aus. Ich nutze ihn nur deswegen, weil es Kontrollen gibt, in denen komischerweise nur die Farangs (= Ausländer) angehalten und zur Kasse gebeten werden. Ansonsten ist man beim Fahren überwiegend damit beschäftigt, dass der Helm auch auf dem Kopf bleibt. Das ist dann die eigentliche Gefahr. Nun, einen Sicherheitsaspekt hat der Helm dann doch. Ab einer Geschwindigkeit von 70 km/h rutscht er nach hinten weg und fungiert als Bremsschirm. So wird gewährleistet, dass ich die Höchstgeschwindigkeit nicht erreiche! Kurzzeitig verschlägt es einem dabei im wahrsten Sinne des Wortes den Atem!
Mir kommt die Idee vielleicht ein oder zwei Wochen Thailand vom Moped aus zu erkunden. Sicherheit gegen Spaß – vielleicht durchdenke ich das noch einmal.
Mir kommt die Idee vielleicht ein oder zwei Wochen Thailand vom Moped aus zu erkunden. Sicherheit gegen Spaß – vielleicht durchdenke ich das noch einmal.
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