Bergsteigen
Die Anwesenheit meiner Kanzlerin wird hier täglich als Hauptmeldung und in den Nachrichten gebracht. Dabei schaut die immer so grimmig. Naja, sie muss ja auch mal wieder ein wenig schimpfen. Böse Chinesen. Hab ihr vorhin eine SMS geschickt, sie möge doch mal lächeln. Was sollen die Leute denken?
Der Morgen beginnt vollständig verregnet, schöne Entschuldigung für Faulsein und Lesen. Gegen 13.00 Uhr kommt jedoch die Sonne heraus und es wird ein wunderschöner Tag für eine Fahrradtour. Dieses Mal in südlicher Richtung durch mehrere verlassene Täler, vorbei an den üblichen Reisfeldern und hin zu einem Berg, dem so genannten Moonhill. Einem Berg, der oben auf der Spitze ein Loch hat. Als wäre es reingefräst, aber es handelt sich tatsächlich um eine natürliche Erosion. Zwar handelt es sich einfach nur um einen Berg, aber Eintritt ist, wie so oft in China zu bezahlen. 1,40 € und dazu 10 Cent um das Fahrrad zu parken. Endlich kann ich meine Marotte wieder ausleben – wann immer ich Stufen sehe, muss ich sie zählen. Es sind genau 791 Stufen in Stein gehauen. Dazu kommen Wege mit Steigung, jedoch ohne Stufen. Auf dem Weg lauern chinesische Frauen, die Wasser verkaufen wollen – sehr penetrant. Sie tun mir leid und ich kaufe aus lauter Mitleid bei 4 Frauen insgesamt vier Flaschen Wasser. Beim besten Willen – mehr geht nicht! Das Gepäck will ich nicht beschweren und nach zwei Litern Wasser rebelliert mein Bauch. Das Wasser kommt, wie bei einem löchrigen Schlauch, fast umgehend aus allen Poren herausgeschossen und erstmals entblöße auch ich meinen Oberkörper, denn das T-Shirt ist an seine Aufnahmekapazität gestoßen. Bei 32°C auch kein Wunder in subtropischem Klima. Und das Schöne ist: nach fast 8 Wochen reisen ohne nächtliche Süßigkeitenanfälle und mit einigermaßen gesunder Ernährung nähere ich mich einer Bikinifigur und kann es mir leisten! Ich habe ordentlich abgenommen. Wer sagt es denn. Die gute asiatische Küche! Derweil ändern sich die Blicke der chinesischen Touristen und der Wasserverkäuferinnen. Sie lassen von mir ab und sind mehr damit beschäftigt sich intensiv miteinander zu unterhalten und zu giggeln ohne dabei den Blick von mir zu lassen. Der hat einen Ring in der Brustwarze! Mir kommt das gerade recht, werde ich doch nicht weiter als Wasserschlauch missbraucht. In Ruhe ziehe ich weiter und, wie gestern schon im Ballon, erschließt sich mir oben auf dem Gipfel ein sagenhafter Ausblick. Vor mir sind natürlich wieder Holländer dort. Ein Volk, welches das eigene Land anscheinend geschlossen hat und sich nun vollständig im Urlaub befindet. So viele gibt es doch von denen gar nicht!
Der Morgen beginnt vollständig verregnet, schöne Entschuldigung für Faulsein und Lesen. Gegen 13.00 Uhr kommt jedoch die Sonne heraus und es wird ein wunderschöner Tag für eine Fahrradtour. Dieses Mal in südlicher Richtung durch mehrere verlassene Täler, vorbei an den üblichen Reisfeldern und hin zu einem Berg, dem so genannten Moonhill. Einem Berg, der oben auf der Spitze ein Loch hat. Als wäre es reingefräst, aber es handelt sich tatsächlich um eine natürliche Erosion. Zwar handelt es sich einfach nur um einen Berg, aber Eintritt ist, wie so oft in China zu bezahlen. 1,40 € und dazu 10 Cent um das Fahrrad zu parken. Endlich kann ich meine Marotte wieder ausleben – wann immer ich Stufen sehe, muss ich sie zählen. Es sind genau 791 Stufen in Stein gehauen. Dazu kommen Wege mit Steigung, jedoch ohne Stufen. Auf dem Weg lauern chinesische Frauen, die Wasser verkaufen wollen – sehr penetrant. Sie tun mir leid und ich kaufe aus lauter Mitleid bei 4 Frauen insgesamt vier Flaschen Wasser. Beim besten Willen – mehr geht nicht! Das Gepäck will ich nicht beschweren und nach zwei Litern Wasser rebelliert mein Bauch. Das Wasser kommt, wie bei einem löchrigen Schlauch, fast umgehend aus allen Poren herausgeschossen und erstmals entblöße auch ich meinen Oberkörper, denn das T-Shirt ist an seine Aufnahmekapazität gestoßen. Bei 32°C auch kein Wunder in subtropischem Klima. Und das Schöne ist: nach fast 8 Wochen reisen ohne nächtliche Süßigkeitenanfälle und mit einigermaßen gesunder Ernährung nähere ich mich einer Bikinifigur und kann es mir leisten! Ich habe ordentlich abgenommen. Wer sagt es denn. Die gute asiatische Küche! Derweil ändern sich die Blicke der chinesischen Touristen und der Wasserverkäuferinnen. Sie lassen von mir ab und sind mehr damit beschäftigt sich intensiv miteinander zu unterhalten und zu giggeln ohne dabei den Blick von mir zu lassen. Der hat einen Ring in der Brustwarze! Mir kommt das gerade recht, werde ich doch nicht weiter als Wasserschlauch missbraucht. In Ruhe ziehe ich weiter und, wie gestern schon im Ballon, erschließt sich mir oben auf dem Gipfel ein sagenhafter Ausblick. Vor mir sind natürlich wieder Holländer dort. Ein Volk, welches das eigene Land anscheinend geschlossen hat und sich nun vollständig im Urlaub befindet. So viele gibt es doch von denen gar nicht!
Kommentare
So spannend wie mein tägliches Sodoku.