Kronkolonie a.D.
Man nehme ein paar Hügel/Berge und fülle die Masse mit ordentlich Wasser auf. Dazu ein Hauch Hochhaus, zwei Prisen Chinesen, gut drei Esslöffel Inder und Afrikaner zu gleichen Teilen sowie eine nicht zu geringe Menge Fotokamerageschäfte. Fertig ist: Hongkong. Eine beeindruckende Stadt. Der erste Eindruck ist allerdings weniger Stadt als vielmehr viel schöne Landschaft mit vielen kleinen, hügeligen Inseln, durch die man über ein gut ausgebautes Straßennetz fährt. In der Stadt dann ein anders Bild. Alles erscheint irgendwie gestaucht und in die Länge gezogen. Die Busse Doppeldecker wirken schmaler und höher als unsere Berliner Doppeldecker. Ein wenig erinnern sie an einen Bus aus einem Harry-Potter-Film. Der wenige bebaubare Platz ist mit Wohn- und Geschäftssilos besetzt. Alle so um die 20 Stockwerke. Bei der Ankunft in der Nathan Road der Straße für preiswerte Unterkünfte -wähnt man sich dann jedoch nicht in Hongkong, sondern eher in Ghana oder Kalkutta. Unmengen von Schwarzen und Indern bevölkern die Straße. Und wenn ich in China zuweilen der Ansicht war es wimmelte, dann fehlt es mir hier an Worten. Ein Chinese zerrt mich schließlich in sein Guesthouse der Peter Lau. Desch Bederle! Durch ein Labyrinth von Marktständen und kleinen Verkaufsläden geht es zu einem, für die Mengen an Menschen, viel zu kleinen Fahrstuhl. Und hier wird, wie schon an der Bushaltestelle am Flughafen, Schlange gestanden. Dermaßen diszipliniertes Schlangestehen habe ich noch nicht erlebt. Und wehe einer drängelt dann wird gemotzt was das Zeug hält. Die Wartezeit vertreibt man sich mit Fernsehen Reality-TV. Alles, was im Fahrstuhl geschieht, wird auf einem Monitor übertragen. Popeln im Fahrstuhl ist also nicht!
Mein Zimmer in dem Guesthouse im 8. Stock ist eine Idee kleiner als eine Zelle in dem Gefängnis in Sydney, in dem ich einst arbeitete. Etwa 1,90 m auf 1,90m. Wenn ich mich strecke, stoße ich mit dem Kopf an die von oben bis unten geflieste Wand. Praktisch, hat man mal einen unsauberen Gast, geht man morgens mit dem Kärcher durch und alles ist wieder sauber. Vielleicht ja notwendig, denn die neue europäische Jugend käme kaum ins Badezimmer, das etwa 60 cm auf 100 cm misst. Setze ich mich aufs Klo, stoße ich mit dem Knie ans Waschbecken. Aber sehr zeitsparend, kann man doch die morgendlichen Tätigkeiten locker in der Hälfte der Zeit bewältigen.
Mein Zimmer in dem Guesthouse im 8. Stock ist eine Idee kleiner als eine Zelle in dem Gefängnis in Sydney, in dem ich einst arbeitete. Etwa 1,90 m auf 1,90m. Wenn ich mich strecke, stoße ich mit dem Kopf an die von oben bis unten geflieste Wand. Praktisch, hat man mal einen unsauberen Gast, geht man morgens mit dem Kärcher durch und alles ist wieder sauber. Vielleicht ja notwendig, denn die neue europäische Jugend käme kaum ins Badezimmer, das etwa 60 cm auf 100 cm misst. Setze ich mich aufs Klo, stoße ich mit dem Knie ans Waschbecken. Aber sehr zeitsparend, kann man doch die morgendlichen Tätigkeiten locker in der Hälfte der Zeit bewältigen.
Kommentare
Lg von Chris aus dem Westen
Falls du Zweifel an deinem Job kriegen solltest... reise weiter und lass Bücher drucken.
Soll aber nicht heißen, dass ich dich als Kollegen & Freund (u.a. für Sauna, die du jetzt bestimmt nicht brauchst) nicht haben will.
liebe Grüße Rosanna