Muttertag
Morgen hat die Mutter Beimer der Nation Geburtstag – Sirrikit, die Gemahlin des Königs. Da gibt man dem Volk einen Tag frei – am Sonntag muss also nicht gearbeitet werden. Grund dafür, dass die Insel nun einigermaßen voll ist. Es war sehr ruhig, kaum Touristen hier und wenn, dann auf jeden Fall keine Pauschaltouristen. Die gibt es hier sowieso nicht – stattdessen die „Ich habe gerade Abi gemacht und möchte mich kulturell fortbilden“ – Fraktion. Da probiert man dann alles aus, was „diese“ Kultur so hergibt. Man lässt sich mit Henna Kurzzeit-Tätowierungen an allen nur erdenklichen Stellen setzen – Stichwort Arschgeweih. Dumm nur, dass nicht so ganz klar ist welcher Art dieses Henna denn so ist. Die Welt der Chemieindustrie ist da ja einigermaßen einfallsreich. Man hat schon von unschönen Hautverpflanzungen in Bangkok gehört… Des Weiteren sehr beliebt sind Haarverlängerungen mit allem möglichen Gedöns, was der Plastikspielzeugmarkt der Chinesen so hergibt. Eine ins Haar geflochtene Diddelmaus ist mir bisher Gott sei Dank erspart geblieben. Das ist dann alles fürchterlich „cool“. Am Abend gibt es dann eine Ballermann-Diskotheken-Kopie am Strand, in der man das Komasaufen endlich auch einmal in einer anderen Kultur ausprobieren kann. Eine übergroße Bierflasche in der Hand einer jungen „Dame“ sieht dabei alles andere als vorteilhaft aus. Naja, das Ergebnis ist in etwa dasselbe wie in der Heimat – man torkelt und …. halt! Schön ist die Strandnähe dabei, fällt man doch weich und kann sich an Ort und Stelle einigermaßen hygienisch seiner körperlichen „Aufwallungen“ entledigen. Dumm nur, wenn ein Eimer oder Bier zu viel getrunken wurde – das einen anschließend umspülende Salzwasser kann am Abend schon mal einigermaßen stark ausfallen – Stichwort Flut. Die gestrauchelte „Dame“ gestern Abend hatte ihren Platz zur Ausnüchterung zum Glück etwas weiter entfernt von den Fluten gewählt – Klug, wenn ich auch denke, dass dies unbewusst geschah.
Nun ist also Bangkoks Mittelschicht gelandet. Eine regelrechte Invasion von mit Klampfe (thailändische Mundorgeln konnte ich nicht ausmachen), ein zwei Kleidungsstücken und jeder Menge guter Laune ausgestattete Feierwillige. Gut, dass meine Unterkunft nicht in der „Feier“-Bucht liegt. Ich kann mich bei Bedarf ausklinken. Dennoch ist es nett ein wenig Abwechslung zu haben, begannen mich doch die letzten, eher eindrucksarmen Tage fast zu langweilen. Praktischerweise hat man auch gleich noch das Wellenbad gestartet – hübsche Wellen zum „Bodysurfen“ – und zudem die Sonne angeschaltet.
Der Vatertag fällt hier übrigens zusammen mit des Königs Geburtstag. Da beide seit Urzeiten im Amt sind (Blumikohl seit 61 Jahren), muss man sich praktischerweise diese Tage auch nicht jedes Jahr neu merken. Die Beliebtheit des Königs und seiner Gattin kommt der Anbetung einer Gottheit gleich. Kein noch so kleines Geschäft oder Restaurant ohne ein Bild vom König. Ein hier lebender Engländer erzählte mir, dass im Falle des Ablebens ein auf Jahre gelähmtes und deprimiertes Volk zurück bleiben wird. Erschwerend kommt hinzu, dass der rechtmäßige Thronfolger alles andere als beliebt ist. Die Hoffnungen ruhen jetzt darauf, dass er vor dem König sterben möge – krank ist er jedenfalls und zwar sehr schwer – hat was mit einer Abwehrschwäche zu tun. Und der König selbst? Vergleichbar mit einer alten Gartenpforte – quietscht, aber funktioniert. Läuft alles glatt, so könnte die älteste Tochter (hoch beliebt, das Volk nennt sie Engel) vorübergehend den Thron „warm halten“ für den Enkel, der gerade mal 2 oder 3 Jahre alt ist.
Nun werde ich mich mal zum Ballermann bewegen, zunächst mein abendliches Kinoprogramm starten und heute dann auch – nun nicht gerade selbst das Tanzbein schwingen, aber zumindest zusehen.
Nun ist also Bangkoks Mittelschicht gelandet. Eine regelrechte Invasion von mit Klampfe (thailändische Mundorgeln konnte ich nicht ausmachen), ein zwei Kleidungsstücken und jeder Menge guter Laune ausgestattete Feierwillige. Gut, dass meine Unterkunft nicht in der „Feier“-Bucht liegt. Ich kann mich bei Bedarf ausklinken. Dennoch ist es nett ein wenig Abwechslung zu haben, begannen mich doch die letzten, eher eindrucksarmen Tage fast zu langweilen. Praktischerweise hat man auch gleich noch das Wellenbad gestartet – hübsche Wellen zum „Bodysurfen“ – und zudem die Sonne angeschaltet.
Der Vatertag fällt hier übrigens zusammen mit des Königs Geburtstag. Da beide seit Urzeiten im Amt sind (Blumikohl seit 61 Jahren), muss man sich praktischerweise diese Tage auch nicht jedes Jahr neu merken. Die Beliebtheit des Königs und seiner Gattin kommt der Anbetung einer Gottheit gleich. Kein noch so kleines Geschäft oder Restaurant ohne ein Bild vom König. Ein hier lebender Engländer erzählte mir, dass im Falle des Ablebens ein auf Jahre gelähmtes und deprimiertes Volk zurück bleiben wird. Erschwerend kommt hinzu, dass der rechtmäßige Thronfolger alles andere als beliebt ist. Die Hoffnungen ruhen jetzt darauf, dass er vor dem König sterben möge – krank ist er jedenfalls und zwar sehr schwer – hat was mit einer Abwehrschwäche zu tun. Und der König selbst? Vergleichbar mit einer alten Gartenpforte – quietscht, aber funktioniert. Läuft alles glatt, so könnte die älteste Tochter (hoch beliebt, das Volk nennt sie Engel) vorübergehend den Thron „warm halten“ für den Enkel, der gerade mal 2 oder 3 Jahre alt ist.
Nun werde ich mich mal zum Ballermann bewegen, zunächst mein abendliches Kinoprogramm starten und heute dann auch – nun nicht gerade selbst das Tanzbein schwingen, aber zumindest zusehen.
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