Ticketkauf

Nachdem ich mich von den Reisebüros häufig verscheißert gefühlt habe –bis zu 30% Aufschlag auf den Ticketpreis für die Bahn und nachdem ich meinem Reiseführer hinsichtlich der Kompliziertheit Chinas auch nicht mehr traue, habe ich heute mein erstes Zugticket selbst erstanden. Tarah! Das war eigentlich gar nicht schwer. Im Reiseführer auf den Ort zeigen, Ticketschalter gezeigt bekommen, anstellen, kurz warten, fertig! Dumm nur, dass ich heute morgen vergessen habe Geld abzuheben! Also auf die Suche nach einem Automaten, die eigentlich breit gestreut sind, aber, logo!, gerade hier nicht. Es folgen etwa 45 Minuten Suche mit 4x durchgeschwitzt sein. Zurück zum Bahnhof, wieder in die Schlange und 20 Minuten warten. Mist, als ich Dritter in der Schlange bin, geht der Vorhang zu und es endet der Ticketverkauf – zumindest an diesem Schalter. Neu anstellen – doppelt so lange Schlange. Aber schließlich klappt es und ich habe mein Ticket. Sogar noch für heute. Nun sitze, besser liege ich im Zug und verarbeite die wunderschöne Landschaft, die bis zum Sonnenuntergang an mir vorüber zog. Während die städtische Bebauung nach und nach in ländliche überging und immer mehr Reisfelder auftauchten, erschienen im Sonnenuntergang immer größere Berge. Tunnel, weite Flächen mit Reisfeldern, Tunnel, kleine Ortschaft vor den Bergen. Dazwischen immer wieder der Perlfluss mit kleinen Fischerbooten. Traumhaft. Das lässt hoffen auf Guilin, einem Ort, auf den ich mich seit Beginn der Reise freue…

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