Riesenpandas
Nach Ausflügen im Regen zu den Minderheiten dieses Landes bin ich nun, nach fast 24 Stunden Fahrt, zurück in China – Mainland. Wüsste ich das nicht anhand einer Karte – ich würde sehr schnell daran erinnert anhand des rüpelhaften Benehmens: es wird hemmungslos gerotzt, gedrängelt, auf dem Bürgersteig mit der Vespa gefahren, wahlweise bei rot in die Fußgänger unter anhaltendem Hupen. Dieses Land versucht zu den olympischen Spielen alles, um die Menschen zu gutem Benehmen zu erziehen – laut Aussage meines Schwesterleins jetzt sogar mit eigener Hotline, bei der man Verstöße melden könne. Ich denke, das ist ein edles Vorhaben, aber zugleich ein Aussichtsloses! Allein ich wäre den ganzen Tag damit beschäftigt diese Hotline zu kontaktieren. Ich glaube ja nicht, dass diese Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden. Notwendig allemal, denn wenn ich selbst mal darüber nachdenke was ich konkret von diesem Land in Erinnerung behalten werde, dann ist es allem voran das laute, aus dem tiefsten Inneren der Lunge in die Höhe steigende und dann möglichst publikumswirksame, nämlich laute, Ausspucken (besser: Ausrotzen). Da ist noch einiges zu tun.
Heute Morgen ruft Wowi an und bittet mich, angesichts der Tatsache, dass Knut schon so alt und weniger werbewirksam für die Stadt Berlin ist, mal nach einem neuen Panda zu schauen. Das mache ich natürlich sofort. Am Morgen breche ich also auf zur hiesigen Aufzuchtstation für Pandas. Knuddlige Tiere, weit knuddliger als der olle Knut. Hätte ich die Wahl als was ich wiedergeboren werden möchte, ich entschiede mich für den Panda. Schlafen, den ganzen Tag auf Bambus rumkauen und hin und wieder ein wenig mit den Kameraden herumbalgen. In Chengdu, wo ich mich derzeit aufhalte, befindet sich die größte Panda-Station. Es ist ausgesprochen schwierig sie zu züchten, da ein bestimmtes, für die Fortpflanzung notwendiges Organ des männlichen Pandas sehr klein ausfällt und im Gegenzug das des weiblichen Pandas sehr groß – so jedenfalls war es im Museum zu lesen. Entsprechend gering sind die Geburtenraten in der Wildnis und entsprechend schwierig ist es auch in einer Zuchtstation für Nachwuchs zu sorgen. Auch die Tatsache, dass es mit der Motivation zur Fortpflanzung bei diesen Tieren nicht so gut bestellt ist, ist eher hinderlich. Aber sie haben es in China immerhin geschafft die Population wieder auf etwa 1000 Tiere anwachsen zu lassen und werden nach eigenen Aussagen immer erfolgreicher. Man kann nur viel Glück wünschen, denn es handelt sich wirklich um sehr attraktive kuschelige Tiere. Es hat sich gelohnt dorthin zu fahren. Leider muss man sehr früh dorthin aufbrechen, da der gemeine Panda ausgiebig mit dem Schlafen beschäftigt ist – nach dem üppigen Bambusfrühstück wird erst einmal gepennt. Also so gegen 10.00 Uhr. Aber klingt nach einer guten Idee – ich übe schon mal fürs nächste Leben und tue es ihnen gleich. Um zwölf ins Bett. Nötig auch, weil mal wieder fürchterlich viele Dänen unterwegs sind. Neben den Holländern sicher die Nation, deren Land derzeit ebenfalls geschlossen ist. Gestern wurde es mit einem dänischen Paar etwas spät. Interessante Menschen. Nachdem die beiden Söhne die Schule beendet hatten, beschloss dieses Pärchen Dänemark den Rücken zu kehren. Sie verkauften das Haus (dank des dänischen Wirtschaftswunders mit einigem Gewinn), kündigten ihre Arbeit und reisen seit nunmehr eineinhalb Jahren um die Welt. Ein Volk unterwegs. Hingegen treffe ich äußerst selten Deutsche. Anscheinend ist mein Volk immer noch von den wirtschaftlichen Verwerfungen der letzten Jahre traumatisiert, so dass es sich im „german angstsparen“ übt. Ein Begriff, der neben „german betroffenheit“ durchaus bekannt ist in der Welt.
Heute Morgen ruft Wowi an und bittet mich, angesichts der Tatsache, dass Knut schon so alt und weniger werbewirksam für die Stadt Berlin ist, mal nach einem neuen Panda zu schauen. Das mache ich natürlich sofort. Am Morgen breche ich also auf zur hiesigen Aufzuchtstation für Pandas. Knuddlige Tiere, weit knuddliger als der olle Knut. Hätte ich die Wahl als was ich wiedergeboren werden möchte, ich entschiede mich für den Panda. Schlafen, den ganzen Tag auf Bambus rumkauen und hin und wieder ein wenig mit den Kameraden herumbalgen. In Chengdu, wo ich mich derzeit aufhalte, befindet sich die größte Panda-Station. Es ist ausgesprochen schwierig sie zu züchten, da ein bestimmtes, für die Fortpflanzung notwendiges Organ des männlichen Pandas sehr klein ausfällt und im Gegenzug das des weiblichen Pandas sehr groß – so jedenfalls war es im Museum zu lesen. Entsprechend gering sind die Geburtenraten in der Wildnis und entsprechend schwierig ist es auch in einer Zuchtstation für Nachwuchs zu sorgen. Auch die Tatsache, dass es mit der Motivation zur Fortpflanzung bei diesen Tieren nicht so gut bestellt ist, ist eher hinderlich. Aber sie haben es in China immerhin geschafft die Population wieder auf etwa 1000 Tiere anwachsen zu lassen und werden nach eigenen Aussagen immer erfolgreicher. Man kann nur viel Glück wünschen, denn es handelt sich wirklich um sehr attraktive kuschelige Tiere. Es hat sich gelohnt dorthin zu fahren. Leider muss man sehr früh dorthin aufbrechen, da der gemeine Panda ausgiebig mit dem Schlafen beschäftigt ist – nach dem üppigen Bambusfrühstück wird erst einmal gepennt. Also so gegen 10.00 Uhr. Aber klingt nach einer guten Idee – ich übe schon mal fürs nächste Leben und tue es ihnen gleich. Um zwölf ins Bett. Nötig auch, weil mal wieder fürchterlich viele Dänen unterwegs sind. Neben den Holländern sicher die Nation, deren Land derzeit ebenfalls geschlossen ist. Gestern wurde es mit einem dänischen Paar etwas spät. Interessante Menschen. Nachdem die beiden Söhne die Schule beendet hatten, beschloss dieses Pärchen Dänemark den Rücken zu kehren. Sie verkauften das Haus (dank des dänischen Wirtschaftswunders mit einigem Gewinn), kündigten ihre Arbeit und reisen seit nunmehr eineinhalb Jahren um die Welt. Ein Volk unterwegs. Hingegen treffe ich äußerst selten Deutsche. Anscheinend ist mein Volk immer noch von den wirtschaftlichen Verwerfungen der letzten Jahre traumatisiert, so dass es sich im „german angstsparen“ übt. Ein Begriff, der neben „german betroffenheit“ durchaus bekannt ist in der Welt.
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