Shi Lin Stoneforest
Meinen Schweinehund habe ich doch überwinden können, bin zum Stoneforest aufgebrochen, und habe es nicht bereut. Weniger hinsichtlich des Ziels als des Weges dorthin. Durfte ich doch das Bussystem testen und dabei die Menschen etwas näher betrachten. Zum Bus: sicher nicht nach den TÜV-Standards gewartet, aber fahrtüchtig und nicht wirklich schlecht. Lustig ist die Höhenmessanzeige. Man weiß immer wie viel Meter über NN man ist (Etwa 2100 m) Ansonsten erscheint es einem als wäre man nicht mehr in China. Die Menschen sehen vollständig anders aus – grobschlächtiger und viel interessanter. Besonders die Älteren unter ihnen. Dabei blickt man in vom Leben schwer gezeichnete, sehr arme Gesichter. Wie schon in Pingan erlebt, erfährt man Armut hautnah, sobald man sich in die Nähe der Minderheiten in diesem Land begibt. Kunming in der Provinz Yunnan ist eine Hochburg der Minderheiten. Hier leben Dutzende davon neben- und miteinander. Viele tragen schmuddlige Anzüge, die Kinder sind nicht unbedingt in Lumpen, aber dennoch ebenfalls in schmuddlige Kleider gepackt. Jugendliche tragen hier nicht die neuesten Markenklamotten. Ganz anders als in den anderen Städten, wo alle nach der neuesten Mode herumlaufen. Viele Zeichen von Armut sind sichtbar. Der verzweifelte Versuch im Bus Maiskolben zu verkaufen ist eines davon. Entsprechend billig sind sie, aber auch sehr lecker.
In Shi Lin angekommen muss man in einen Mini-Minibus umsteigen, der einen dann zum Eingang des Stoneforest fährt. Etwa 10 Kilometer geht’s über ungepflasterte Straße, die allerdings gerade ausgebaut wird. Scheinbar gleich 6-spurig. Schließlich handelt es sich um ein Weltnaturerbe der UNESCO, woraus man als Staat so einiges an Profit schlagen kann. Der Eintritt ist denn auch gepfeffert: 140 Yuan (etwa 14 Euro, zum Vergleich: 80 Kilometer Busfahrt kosten 2,30 €). Wenn denn die Menschen hier davon wenigstens profitierten, aber danach sieht es nicht aus. Der Park selbst ist einigermaßen interessant, entspricht allerdings nicht ganz meinen Vorstellungen. Sehr disneysiert – es fahren Elektrowagen herum und an jeder Ecke führen die Minderheiten ihre Tänze auf. Ein wenig wie im Zoo, nur dass sie hier frei herum laufen dürfen. Die Naturteile des Parks sind dann aber doch spannend. Weite Flächen sind mit frei stehenden, bis zu 30 Meter hohen Steinsäulen bedeckt, hin und wieder stehen sie inmitten von Bäumen, was besonders bizarr aussieht. Sie sehen aus wie Hinkelsteine – Obelix was here! Irgendwo hier muss das letzte gallische Dorf geblieben sein. Man könnte jede Menge Hünengräber gestalten – Material gibt’s genug. Auch Stonehenge ließe sich tausendfach nachbauen.
An vielen Ecken sitzen Männer mit Riesenbongs. Etwa 1 Meter lange Bambusstäbe, 8-10 cm im Durchmesser, werden zum Rauchen verwendet, welcher Substanz – keine Ahnung. Es läge nahe, dass es auch Verbotene sind, denn Kunming ist weiterhin DER Drogenumschlagplatz von China. Er war es immer angesichts seiner Nähe zu Laos, Myanmar und Thailand, und ist es nach Auskunft meines Reiseführers sowie der schriftlichen Warnungen im Hostel anscheinend immer noch. Meine heutige Reisebegleiterin ist Japanerin und hat die Welt in nicht ganz 8 Monaten umrundet. Dabei hat sie aber wirklich JEDEN Kontinent mitgenommen. Erstaunlich diese Japaner. Wenn sie mal mehr Zeit haben zum Reisen, dann läuft es auch dabei nach dem Prinzip – 2 Stunden China, eine Viertelstunde Vietnam, 5 Minuten Chile usw. Lustig ist ihr Fotografierverhalten – sie hält auf alles drauf, wovon ich auch ein Bild mache. Zum Schluss habe ich es mal mit Papierkörben probiert – und siehe da: In Zukunft wird es in einem japanischen Fotoalbum eine Serie von Bildern mit Papierkörben geben….
In Shi Lin angekommen muss man in einen Mini-Minibus umsteigen, der einen dann zum Eingang des Stoneforest fährt. Etwa 10 Kilometer geht’s über ungepflasterte Straße, die allerdings gerade ausgebaut wird. Scheinbar gleich 6-spurig. Schließlich handelt es sich um ein Weltnaturerbe der UNESCO, woraus man als Staat so einiges an Profit schlagen kann. Der Eintritt ist denn auch gepfeffert: 140 Yuan (etwa 14 Euro, zum Vergleich: 80 Kilometer Busfahrt kosten 2,30 €). Wenn denn die Menschen hier davon wenigstens profitierten, aber danach sieht es nicht aus. Der Park selbst ist einigermaßen interessant, entspricht allerdings nicht ganz meinen Vorstellungen. Sehr disneysiert – es fahren Elektrowagen herum und an jeder Ecke führen die Minderheiten ihre Tänze auf. Ein wenig wie im Zoo, nur dass sie hier frei herum laufen dürfen. Die Naturteile des Parks sind dann aber doch spannend. Weite Flächen sind mit frei stehenden, bis zu 30 Meter hohen Steinsäulen bedeckt, hin und wieder stehen sie inmitten von Bäumen, was besonders bizarr aussieht. Sie sehen aus wie Hinkelsteine – Obelix was here! Irgendwo hier muss das letzte gallische Dorf geblieben sein. Man könnte jede Menge Hünengräber gestalten – Material gibt’s genug. Auch Stonehenge ließe sich tausendfach nachbauen.
An vielen Ecken sitzen Männer mit Riesenbongs. Etwa 1 Meter lange Bambusstäbe, 8-10 cm im Durchmesser, werden zum Rauchen verwendet, welcher Substanz – keine Ahnung. Es läge nahe, dass es auch Verbotene sind, denn Kunming ist weiterhin DER Drogenumschlagplatz von China. Er war es immer angesichts seiner Nähe zu Laos, Myanmar und Thailand, und ist es nach Auskunft meines Reiseführers sowie der schriftlichen Warnungen im Hostel anscheinend immer noch. Meine heutige Reisebegleiterin ist Japanerin und hat die Welt in nicht ganz 8 Monaten umrundet. Dabei hat sie aber wirklich JEDEN Kontinent mitgenommen. Erstaunlich diese Japaner. Wenn sie mal mehr Zeit haben zum Reisen, dann läuft es auch dabei nach dem Prinzip – 2 Stunden China, eine Viertelstunde Vietnam, 5 Minuten Chile usw. Lustig ist ihr Fotografierverhalten – sie hält auf alles drauf, wovon ich auch ein Bild mache. Zum Schluss habe ich es mal mit Papierkörben probiert – und siehe da: In Zukunft wird es in einem japanischen Fotoalbum eine Serie von Bildern mit Papierkörben geben….
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