Wunderhübsch
Die Fahrt ist weitestgehend unspektakulär durch überwiegend abgeerntete Reisfelder, ich spreche nicht umsonst ständig vom Herbst, Kokospalmen- und Bananenplantagen, bis auf vielleicht den reisekranken Busfahrer, der hin und wieder anhalten muss um hinter dem Bus ein Zwiegespräch mit einer imaginären Kloschüssel zu halten. Armer Kerl, vielleicht war es auch nur ein Keim zuviel im Essen. Er hat es aber – vorbildlich! – immer rechtzeitig geschafft zu stoppen und mehr oder minder diskret seine Konversation zu betreiben. Der Kelch ist bisher an mir vorüber gegangen. Touch wood!
Mit meinem nächsten Roman bewaffnet genieße ich die beschriebene Aussicht, linker Hand einen Mangoshake, bedient von Laoten, die so servil drauf sind wie die Thailänder, diese aber noch um Längen toppen. Im Vergleich dazu sind die Thais schon fast forsch und renitent. Sie bewegen sich quasi bückend auf den Tisch zu – ungewohnt, aber nett, erscheint es doch trotzdem weniger als untertänig, sondern vielmehr respektvoll dem Gast gegenüber. Ich werde das mal filmen und meinen Restaurantfachleuten bei Rückkehr vorspielen – als anschauliches Beispiel wie man als Bedienung auch auftreten kann.
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