Abreise
Kurzentschlossen mache ich mich auf den Weg zum Flughafen von Hanoi. Der Taxifahrer ist mit so ziemlich allem beschäftigt während er fährt. Kann man zur selben Zeit fahren, telefonieren, Zeitung lesen, seine Tagesabrechnung machen und am Radio herumspielen? Man kann! Und sehr zu meiner Freude – man kann sogar heile ankommen. Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass er jetzt mit den ganzen Utensilien auch noch jongliert.
So langsam werde ich schusselig. Ich vergesse doch glatt mein Handgepäck an der Securitykontrolle und merke es gerade so kurz vor dem Einsteigen. Der Rest ist wie immer. Fliegen halt.
In Bangkok ist derweil wieder Gelbtag – die Farbe des Königs. Allerdings mischen sich mehr und mehr rosa Gekleidete unter die Gelbgewandeten. Die Geschäfte quellen über vor rosa Hemden. Wir erinnern uns: Bhumipol hatte bei seiner letzten Krankenhausentlassung ein rosa Jacket an. Wollte ich viel Geld verdienen, ließe ich giftgrüne Froschhemden produzieren und dann den König eines tragen. Reißender Absatz wäre garantiert.
Den Montag verbringe ich damit meine Garderobe vollständig zu erneuern – shoppen ist angesagt. Und das macht einen Heidenspaß – Besitz ist halt manchmal doch etwas schönes. Vor allem dann, wenn man so lange Zeit in Lumpen herumgelaufen ist. Die Hosen - wieder lochfrei, die Schuhe mit frischem Odeur, das weiße T-Shirt hat den Graustich verloren - herrlich!
Kommentare
Deine Annette
du als sozialkundelehrer (sorry das ich dich in die realität befördere) wirst ja wohl die klamotten hoffentlich nicht nur in deinen besitz gebracht haben, sondern auch in dein eigentum
vergessen - so fängt es an
lg von schlumpfine (übrigens haben das grauen beide bestanden)