Bombig

Wenns kalt wird bleibt man am besten in Bewegung. Also Bus nach Phomsavang. Hier sind waehrend des Vietnamkriegs mehr Bomben gefallen als in ganz Europa waehrend des zweiten Weltkriegs zusammen. Entsprechend in der Ort uebersaeht von entsprechenden Ueberresten. Der Schluesselanhaenger fuer das Hotel ist eine alte Patronenhuelse, die Lampen im Garten alte Panzergranaten mit Stahlhelm obendrauf. Die Wege sind gesaeumt von Bombenhuellen, halbiert und am Stueck. Das ganze liegt direkt neben dem alten Militaerflughafen der Amerikaner. Sehr bizarr und ich werde einen Teufel tun und auch nur einen Milimeter abseits der ausgetretenen Pfade wandeln, denn es gibt Unmengen von Blindgaengern, die diese Gegend und weite Teile Laos zu einem sehr gefaehrlichen Pflaster machen. Der Ort selbst ist eher haesslich und der einzige Grund hier zu sein ist die Ebene der Tonkruege zu besuchen. Seit Jahrhunderten sind von Menschen zu einer Art Tonkrug geformte riesige Felsen in der Landschaft zu sehen, von denen keiner bisher den Zweck kennt. Nur dass sie eben da sind. Schon gar nicht weiss man wie es die Menschen damals geschafft haben derlei Gebilde zu kreieren. Ich werd mich morgen mal schlau machen.
Die Fahrt war abgesehen vom verhangenen Himmel schoen, wenn auch etwas absurd in einem Teil, denn da sass der Beifahrer vorne im Bus mit einem Maschinengewehr als Abschreckung gegen eventuelle Ueberfaelle, die es von Zeit zu Zeit auf manchen Strecken in Laos gibt. In Laos blueht es an jeder Ecke. Die Weihnachtssterne wachsen wie Unkraut, hinzu kommen Hibiscus und allerlei bluehende Straeucher, deren Namen ich nicht kenne. Selbst in Thailand habe ich keine solche Bluetenpracht gesehen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Delinquenten

Tartarugas

Einkaufsbummel