Schönheit
Kurz, dieses Land ist über die Jahre zur Schönheitsfarm gewachsen und soweit mir gesagt wurde gar nicht schlecht dabei. (Nein, ich lasse mir nichts richten, auch wenn der derzeitige Dollarkurs für mich natürlich verlockend wirkt !!)
Wobei Schönheit natürlich relativ ist. Der Wunsch nach dunkler brauner Haut, der unsere Jugendlichen in die Hautkrebscenter treibt, ist hier ins Gegenteil verkehrt. Jeder, der etwas auf sich hält und als reich und schön erscheinen möchte, macht sich so blass wie möglich. Es gibt nur wenige Hautcremes und Sonnenschutzmittel, die keine Weißpigmente enthalten. Das Ideal hier ist die noble Blässe. Was mitunter sehr komisch wirkt, denn das Gesicht ist zur Leichenblässe geschminkt, während der Rest in wunderbarem Kaffeebraun leuchtet. Quasi das Negativ zu den am Strand brutzelnden Nordeuropäern, die selbst nachts luminiszieren in Farbtönen von lachsrosa bis zum satten hummerrot. Die Regel lautet: je britischer, desto rot. Womit sich dann wieder ein neues Geschäftsfeld für die Thais eröffnet: die Hautverpflanzung.
Wer zeigen möchte, dass er wohlhabend ist und nicht der körperlichen Arbeit nachgehen muss, der lässt sich den kleinen Fingernagel auf ca. 2 cm wachsen. Fast alle männlichen und weiblichen Geschöpfe hier tragen dieses Statussymbol und dank der thailändischen gesunden Küche kommen sie dabei ganz ohne Merz Spezial Dragees aus. Anscheinend jedoch gilt die Thaimassage nicht als körperliche Arbeit, so dass die Masseure und Masseurinnen ebenfalls überlange Fingernägel haben. Als Ergebnis erhält man kirschrote chinesische Schriftzeichen auf krebsrotem Grund....
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P.S. Ich hätte gerne ein Foto von dir mit chinesichen SChriftzeichen - kümmere mich dann um Übersetzung.
Ein golden girl