Battambang
Der Weg in die zweitgrößte Stadt Kambodschas führt per Boot über ca. 80 Km quer durch Seen, Sumpf- und Flutgebiete. Auf dem Weg liegen etliche Fischerdörfer, die samt und sonders auf dem Wasser existieren. Mal sieht man nichts als Wasser, dann wieder führt die Strecke in kleinen Schneisen durch die Vegetation, gerade mal auf Bootsbreite. Wann immer wir bewohntes Gebiet passieren sind die Dorfbewohner damit beschäftigt uns Reisenden zuzuwinken. Besonders Kinder, aber auch einige Erwachsene. Man erhält einen Eindruck davon wie sich Queen Lizzi fühlen muss, wenn sie sich unters Volk mischt. Immer mehr verfestigt sich der Eindruck, dass Kambodscha das Land des Lachens und Lächelns ist. Ich hatte es vom letzten Jahr ganz anders in Erinnerung, aufdringliche Menschen, bettelnd und handelnd. Nur wenig ist davon übrig geblieben. Irgendetwas hat man hier dem Trinkwasser beigemischt, dass sich das so fix verändert hat. Jedenfalls ist das heute die beste Bootstour, die ich je gemacht habe. Sie dauert sechs Stunden und sie ist jede einzelne Minute spannend. Den vorgestrigen Ausflug ins Zoodorf hätte ich mir gut sparen können. Leider lässt mein Schusselsyndrom nicht ab - meine Brille ist irgendwo auf dem Boot geblieben, muss mich jetzt wohl nach Thailand zurück tasten.
Bei Ankunft warten viele Minibusse, die jeweils ein Hotel repräsentieren. Das Prospekt besagt man könne einen „Tripper-Room“ haben. Hmmm, nee, da will ick nich hin.
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