King Luis
Der mit Abstand schönste Tempel Ta Phrom, in dem Tombraider und Indiana Jones gedreht wurden, ist halb verfallen und einfach grandios mystisch durch die nach wie vor vielen Bäume, die exakt AUF dem Tempel wachsen und ihre riesigen Monsterwurzeln, schlangengleich über das gesamte Gebäude verteilen, bevor sie Richtung Erdboden auslaufen. Es eröffnen sich fantastische Fotomotive, wenn die Millionen Chinesen, Koreaner und Deutsche nicht dort wären. An die Macher von Photoshop: bitte eine Touristenentfernfunktion ins nächste Programm einbauen. Der Autor des „Dschungelbuchs“ muss ein Khmer gewesen sein, denn man fühlt sich wie King Luis aus dem Film. Ich hangel mich von Ast zu Ast, dann von Stein zu Stein und betrachte meine Affenmeute, denn auch die Touristen sind wieder zahlreich erschienen. Endlich König! Jupdiduu, dubidubidubidubduduu.....
Teil zwei ist das Warten auf den Sonnenuntergang in Angkor Wat. Während ich meinen Kaffee trinke und warte überfällt mich in kurzen Abständen ein Verkäufer nach dem anderen, aber es ist einfach anders als in Vietnam. Hier will man charmant an mein Geld. Want a book? It costs only a dollar. No, thank you. You want some water, only a dollar! There is nothing i need. Okay, then buy nothing, costs only 2 dollars. Ich schaffe es ihn auf einen runterzuhandeln. Aus dem jungen Mann wird noch mal was.
Oh je, zu viele Wolken. Ein schwerst besorgter Kanadier läuft herum und zeigt allen was für ein tolles Foto er letztes Jahr hier gemacht hat - er hat tatsächlich ein Fotoalbum dabei - und ist nun sehr enttäuscht, dass er das Bild dieses Jahr nicht wiederholen kann.
Tja, ich denke er kann es zwar nicht wiederholen, aber eindeutig ein mindestens ebenso schönes Bild machen: s.u. Wieder ein asthmatisches Erlebnis. Die Betitelung erspare ich mir heute – das könnt ihr ja dieses Mal tun.
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