Sihanoukville

Wollte man diese Stadt in einem Reiseprospekt beschreiben, so käme unweigerlich die Bezeichnung „aufstrebender Ferienort“ vor. Zudem würde man das Attribut „belebt“ und „natürlich“ verwenden. Und natürlich nicht zu vergessen „beliebt bei jüngeren, unabhängigen und flexiblen Reisenden, gern auch allein reisenden Herren“. Kurz, die Stadt ist mehr oder minder scheußlich. Sie ist weit auseinanderzogen und es wird gebaut, geschraubt, gebohrt und gesägt. Am Strand, eigentlich nicht sooo schrecklich, werden en masse nicht (mehr) vorhandene Gliedmaßen zur Schau gestellt. Um den Effekt zu erhöhen werden die Krücken irgendwo versteckt und die Bettler kriechen am Strand entlang. Kinder werden zum Verkaufen losgeschickt, denn sie sind die wahren Meister in der Kunst des traurigen Dackelblicks. Die Straßen werden derweil von den „coolen“ caucasischen Reisenden auf ihren Motorrädern unsicher gemacht. Leider gilt hier offensichtlich nicht das Verbot Mopeds und Motorräder an Traveller zu vermieten. Und ein weiteres Leider, dass die meisten auf dem Weg zu ihrem ersten Auslandsverband und Krankenhausaufenthalt zumeist andere mit ins Leiden reissen. Die Kambodschaner kennen die Umgangsformen im Verkehr und sind in höchstem Maße darum bemüht ihre Mopeds heil durch den Verkehr zu bringen, die Traveller haben diese Kenntnisse nicht und zudem eine viel zu große Geldbörse. Hätte ich von Deutschland aus eine 3-wöchige Pauschalreise hierher gebucht, ich hätte mich geärgert. So steht die Entscheidung das hier als Durchgangsstation zu verstehen und morgen mit dem Boot zurück ins Reich der Thais in die Weihnachtsferien zu entschwinden. Habe mit mir vereinbart diese Ferien dieses Jahr um eine Woche vorzuziehen J

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