An der Westkueste

Heute gehts die Westküste runter mit einem Backpacker aus Chicago, der eine Mitfahrgelegenheit sucht. Ganz interessant ein wenig über die Ansichten eines Amerikaners über die politische Situation seines Landes zu hören. Im Grunde herrscht komplettes Unwissen. Und zwar dermaßen grundlegend, dass es an Peinlichkeit grenzt.

Die Landschaft südlich von Greymouth ist zunächst eher öde. Am Pazifik führt der Weg über plattes Land ohne nenneswerte Vegetation, doch bevor man sich darüber mokieren kann geht das Szeneriekino auch schon wieder los. Zunächst gehts in Berge/Hügel, die extrem grün und bewaldet sind. Immer höher wachsen die Berge bis schließlich die ersten Schneegipfel zu erkennen sind. Es folgen weite Täler, weitere Berge und nach 2,5 Stunden Fahrt erreichen wir den Franz Josef Gletscher, tatsächlich benannt nach dem österreichischen Thronfolger. Unterkunft: Fehlanzeige. Das billigste liegt bei 80 Euro. Hmpf. Auto? Besser keine Entscheidung im Moment. Also wandere ich zum Gletscher und kann nach Nepal endlich wieder meine Ausrüstung nutzen. Und das wunderbare ist doch immer wieder in der Natur, dass sich der Kopf klärt und man gar keine Entscheidung mehr treffen muss. Ich setze mich einfach ins Auto und fahre weiter zum zweiten Gletscher, dem Fox Gletscher und siehe da: es gibt ein preiswertes Zimmer im dortigen Backpackers. Es wird ein wunderschöner, entspannter, der Welt entrückter Abend.

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