Duell am Wharariki Beach


Doch keine Gammelei. Die schönen Strände, die es hier im Norden geben soll, halten mich davon ab. So gehts nach dem Frühstück mit Ellen doch gleich wieder in den Wagen und eine halbe Stunde nordwärts zum dieses Mal nördlichsten Punkt der Südinsel. Eigentlich hatte ich geplant dort ein wenig zu verweilen und zu lesen, aber so viele Bilder wollten aufgenommen werden, dass ich dazu dann letztlich nicht komme und den Strand, der riesig ist, genauer unter die Lupe oder besser Linse nehme. Meine Annäherungsversuche an eine Robbenfamilie am Strand auf etwa 10 Meter enden in meiner hastigen Flucht nachdem Papa Robbe das als Gattinnenabwerbeversuch missversteht. Tsts, hat keine Menschenkenntnis der Gute. Aber es war schon aufregend dieses mächtige Wesen auf mich zurennen zu sehen.

Überall am Strand und im Wasser stehen riesige Felsbrocken, die meist ausgehöhlt sind. Durch eine solche Höhle kann man direkt zum Wasser gehen, wie durch einen Tunnel. Natürlich mache ich das, fotografiere so vor mich hin und dann höre ich Menschengebrüll, was mich auf die nächste Robbenattacke aufmerksam macht. Ein Robbenbulle hat sich am Höhleneingang hingefläzt. Die Wahl: Robbenbulle oder das offene Meer. Er hätte an meiner Stelle wohl das Meer gewählt, ich stelle mich ihm und gehe wirklich schwitzend und heftig atmend an ihm vorbei. Da keine Gattin zum Abwerben in der Nähe ist, bleibt der Kerl aber ruhig. Für heute habe ich jedenfalls genug von Duellen und stelle für den restlichen Tag sicher, dass ich keiner Robbe oder Höhle mehr zu nahe komme. Wieder ein wunderschöner Sommertag.

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