Es bleibt unkompliziert

Nu hab ich kein Auto mehr. Heute abgegeben. Einerseits ist das ein echter Rückschritt – lästige Busfahrten sind die Folge – doch andererseits habe ich keine Verantwortung mehr. Auch gut. Mein größter Albtraum war die gesamte Zeit, dass ich den einzigen Schlüssel in meinem Besitz im Kofferraum deponiere und die Klappe zuschlage. Folge war immer, dass ich wirklich 10 mal geprüft habe ob der Schlüssel auch wirklich in meiner Hosentasche steckt.

Nun, das Auto ist weg und das ging alles wieder wie geschmiert. Direkt in den Flieger und auf nach Auckland. Der Flieger ist ein, man glaubt es nicht, TUI Flieger, den sich die Air Newzealand über den hiesigen Sommer ausgeliehen hat. Und so langsam glaube ich, dass ein solcher Flieger bestimmte Strahlen aussendet, denn nicht nur der gemeine mitteleuropäische Pauschaltourist klatscht bei der Landung, nein, auch der Neuseeländer in einem TUI-Flieger freut sich grenzenlos über eine gelungene Landung und tut diese Freude lautstark kund. Gruselig.

Die neuseeländischen Flugbegleiter sind echt süß. Alle haben die übliche Uniform an, die wie so vieles hier an Ranger erinnert. Zusammen mit dem robusten Allgemeineindruck von den Neuseeländern, ein wenig bäuerlich und wie oft schon erwähnt leicht rangermäßig, und den Schürzchen in tarnfarbengrün birgt das eine unglaubliche Komik in sich. Ein derber CSD über den Wolken.

Fast wäre ich gleich in Auckland in den Flieger nach Santiago de Chile umgestiegen – Platz wäre gewesen, aber ich will dann ja doch noch war von Auckland sehen.

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