Mein neuer Freund
Seit heute Vormittag reise ich nicht mehr alleine, sondern mit meinem neuen Reisebegleiter. Er heißt Mazda und fährt mit mir überall hin worauf ich Lust habe. Drei Wochen ein Auto, welch neue (wiedergewonnene) Freiheit. Ohne, wie schon erwähnt, ist es nur sehr beschwerlich durch Neuseeland zu reisen. Gewöhnungsbedürftig ist mal wieder das Linksfahren, aber es geht ganz gut, auch wenn ich permanent den Scheibenwischer anstelle des Blinkers einschalte, denn die Hebel sind entgegengesetzt angebracht. Der erste Ausflug fällt zu Beginn dann leider ins Wasser. Es nieselt leicht, jedoch verziehen sich die Wolken zum späten Nachmittag und es wird ein weiterer strahlender Sonnentag. Der Ausflug führt mich auf die Bank Peninsula, einer Halbinsel, die irgendwann einmal von einem Vulkan ausgespuckt worden ist. Es ist erstaunlich. Keine 10 Minuten mit dem Auto aus Christchurch raus und man ist in einer anderen, sehr sehr einsamen und stillen Welt. Keine Autos mehr, keine Abgase, kein Lärm. Ich gondel so durch die Hügel und nehme Weg, von denen ich nicht soo sicher bin, ob das für so einen Mazda in Ordnung ist. Aber wir kommen durch und es ist einfach nur still und klar. Keine Fahrzeuge weit und breit, nur hin und wieder queren Schafe die Fahrbahn. Verhungern werde ich also nicht, wenn ich verlustig gehe. Ein leckeres Schaf, kurz angebraten, kein Problem. Vögel zwitschern am Himmel und trotz der Trübnis durch den bedeckten Himmel ist die Landschaft bunt durch die vielen exotischen Pflanzen mit ihren Blüten. Ein Botanikreiseführer wäre nicht schlecht. Viele Pflanzen habe ich noch nie gesehen.
Der Ausflug endet nach einigen Stunden in einem kleinen Städtchen, das ursprünglich von den Franzosen besiedelt werden sollte. Doch als die eigentlichen Siedler aus Frankreich geholt wurden, haben die Briten dann schnell alles besetzt und so ist es dann doch eine britische Siedlung geworden, die allerdings durch die zu spät kommenden Franzosen stark beeinflusst wurden. Zumindest ein wenig architektonisch und hinsichtlich der Straßennamen. Es sieht ein wenig aus wie künstlich aufgebaut und passt hier nicht so wirklich her.
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