Von Christchurch westwaerts...
Nach einer Stunde Ebene erstreckt sich vor mir eine Hügelkette, die man auch im schottischen Hochland finden könnte. Dahinter dann wieder eine mehr oder minder weite Ebene, verbrannt wie die griechischen oder spanischen Landschaften. Die Ostküste um Christchurch gehört zu den trockensten Gegenden von NZ. Die Straße führt immer weiter bergan und schließlich ist alles grün und man wähnt sich mitten in den Alpen. Im Hintergrund der riesigen Täler, die den Anschein erwecken kein Mensch, höchstens ein Hobbit, wäre je durch sie hindurchgewandert, sieht man kahle Bergspitzen mit vereinzelten Schneefeldern. Ab und an passiert man einen See, tiefblau und klar. Dasselbe gilt für den Himmel. Strahlendes blau soweit das Auge reicht. Und das reicht nicht sehr weit, denn meine Sonnenbrille versagt den Dienst. Es ist so dermaßen grell, dass mir die Augen tränen.
In Arthurs Pass, einem Nest mit 40 ständigen Einwohnern und bestimmt 40.000 Campern gibts eine Pause mit Kaffee und schwarzem Afghanen. Nee, das ist ein Keks, der hier so genannt wird. NZ ist drogenfrei. Und weiter gehts durch die alpine Landschaft. Fast im Schneckentempo, denn überall lauern diese Postkartenmotive, die ich mir hier erspare aufzuzählen. Es ist schier atemberaubend und wunderschön. Eine weitere Stunde Fahrt endet schließlich an der Westküste am Pazifik, könnte auch in Südfrankreich oder Belgien sein. Mein Quartier beziehe ich in Greymouth, einer, verglichen mit Arthurs Pass, Großstadt mit 13.000 Einwohnern. Man wähnt sich auch hier im Nichts. Die Zimmersuche erweist sich als ausgesprochen schwierig, denn es ist Urlaubszeit in NZ und alle Pulloverträger sind auf der Südinsel im Urlaub. Schließlich wirds aber doch noch etwas und ich muss nicht im Auto schlafen, was ich mir bereits als Option zurechtgelegt hatte.
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