Grenzüberschreitungen
Kurze Zeit später überqueren wir per Fähre die Magellanstraße, die zumindest hier nicht sehr spektakulär erscheint. Ein wenig spüre ich innerlich dann aber dem Namensgeber dieser Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik nach. Der Legende nach begegneten Magellan und seine Besatzung den Ureinwohnern und waren ganz verwundert über deren große Füße (Sie trugen Mokassins), so dass sie diese Menschen pata (Pfote, Fuß) gonias (groß) nannten, woraus dann auch der Name von Patagonien geworden ist. Die Menschen haben inzwischen wieder kleinere Füße, aber die Steaks stehen immer noch in der Tradition der großen Schuhsohlen.
Weiter gehts durch Chile zur Grenze und wieder die Prozedur Ausreise Chile, Einreise Argentinien. Wenn die doch wenigstens platzsparend arbeiten würden. Aber nein, Leere Seite auf und KAWUMM den Stempel reingeknallt. Mein Pass gerät an seine Grenze. Dafür gehts relativ flott weiter nach Rio Grande, wo wir die nächsten Grenzen kennen lernen – nämlich die von Auto- bzw. Busmotoren. Ein anderer Bus ist Schrott und unser Bus muss retten fahren. Erstaunlich wie langsam hier doch 5 Minuten vergehen. Warten, warten, warten und gleich mal die eigenen Grenzen der Geduld austesten. Die beiden nach eineinhalb Stunden dem öffentlichen Nahverkehr entzogenen Kleinbusse, die uns dann endlich die restlichen 200 Km nach Ushuaia bringen sollen, sehen auch eher grenzwertig aus und unterwegs sieht es zumindest einmal so aus, dass einer von beiden schlapp macht. Aber alles wird gut und nach 14 Stunden sind wir in Ushuaia / Feuerland angekommen, dem Ende der Welt...
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liebes Grüßle