Spass in Turbonien

Heute sind wir in der 250 Km westlich von Rio Gallegos gelegene, Hauptstadt Rio Turbio der seit 2 Wochen unabhängigen autonomen Republik „Turbonien“ angekommen.

Und der Name ist Programm. Das Leben verläuft hier in einer gewaltigen Geschwindigkeit. Es handelt sich um eine aufstrebende Ferienregion in traumschöner Landschaft mit allen Finessen für den anspruchsvollen Touristen.


Ein modern gestaltetes Zentrum mit Rathaus und schickem Dorfplatz zum Sehen und Gesehen werden laden ebenso zum entspannten Verweilen ein wie auch die zahlreichen Topend-Restaurants und die abstrakt gestalteten Ladenpassagen. Man achte auf die architektonischen Besonderheiten dieser Gebäude, die sich dem geübten Betrachter bereits auf den zweiten Blick offenbaren.

Den kunstorientieren Reisenden stehen zahlreiche Kunsthandwerkstätten sowie die weltberühmte Ausstellung „Pilo 2007“ offen. Ein Besuch auf dem örtlichen Fernsehturm bietet einen atemberaubenden Blick über die pittoreske Altstadt. Auch in sportlicher Hinsicht befinden sie sich hier im Paradies. Kohleabraumhalden bieten sich an zum Rodeln und Spaß haben.

Auf dem Bild seht Ihr einen der in jahrelangem Rodeltraining gestählten erotischen jungen Männer, die wöchentlich immer Sonntags auf dem Zentralplatz ihre formschönen, eingeölten Alabasterkörper den jubelnden Mengen zur Schau bieten.

Einen kleinen Abstecher in die Welt der Einheimischen kann man darüber hinaus unternehmen, indem man in die modern gestalteten Wohngebiete der Bevölkerung spaziert. Hier sieht man noch wirklich glückliche Kinder wie sie vor den in der Sonne ganz apart wirkenden Wohnhäusern Ball spielen.

Man sieht, eine Reise hierher lohnt sich!

Leider hat sich in Zeiten der Globalisierung auch der internationale Terrorismus bis in diesen unschuldigen Flecken Erde ausgebreitet. Unten sehen sie die Überreste des brutalen Anschlags auf die örtliche Bushaltestelle. Zum Gedenken an das dabei getötete Rennschaf Elli, haben trauernde Turborianer eine Botschaft am Ort des Grauens angebracht.

So viel Schönheit ist uns dann doch suspekt, so dass wir unser Auto auf dem Dorfplatz abstellen und am Nachmittag versuchen per Taxi nach Puerto Natales in Chile weiterzufahren, was jedoch scheitert, da der Taxifahrer ebenso wenig wie wir die erforderliche Erlaubnis besitzt um nach Chile hineinzufahren. Jedenfalls mit Ausländern. Also klappt es erst später beim zweiten Anlauf mit dem Abendbus. Auch die anfängliche Sorge, dass es mit einer Unterkunft schwierig werden würde bewahrheitet sich (mal wieder) nicht – fix ins Hotel, gleich ne Tour für Morgen gebucht und ab in die Heia.

Kommentare

Anonym hat gesagt…
wow, welche Eindrücke, die an frühe Kindertage erinnern, Einblicke in die "einfache" & glückliche?? Lebensweise. Vielfalt ohne Ende. Wünsche dir weiterhin viel spaß & bestelle Grüßle an das LZ 1. Einfach so ;-) - oder? One golden girl

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