Von Nasenbären, Vogelspinnen, Jaguaren und Wasserfällen

Endlich befinden wir uns im Refugium der Nasenbären und endlich empfinde ich mich unter Meinesgleichen – umgeben von Langnasen! Aber diese kleinen possierlichen Tiere, die an den Wasserfällen leben und die Mülleimer sowie mitunter auch die Taschen der Touristen plündern sind keineswegs offen oder, wie angekündigt, mitunter aggressiv „outgoing“, sondern eher in sich gekehrt oder bestenfalls ignorant. Sie wühlen sich so durchs Leben und kümmern sich wenig um die Touristenhorden. Auch Jaguare, hier heimisch, treffen wir nicht, was vielleicht auch besser so ist, entspannt es doch unsere Schutzengel. Die Vogelspinne lässt sich zwar sehen, will jedoch inkognito bleiben und weigert sich fotografiert zu werden.
Dafür gibt es Wasserfall satt! Nachdem wir gestern schon auf der argentinischen Seite der Wasserfälle waren und dort spektakuläre Ansichten, wenn auch in eher trübem Licht, genießen durften, sind wir heute überglücklich auf der brasilianischen Seite im strahlenden Sonnenschein diese fantastischen, Mega-Wasserfälle betrachten zu dürfen. Es handelt sich um eine Ansammlung von Wasserfällen, die zusammen gerechnet insgesamt mehr als 2 Kilometer breit sind und an der höchsten Stelle 80 Meter in die Tiefe rauschen um dann in einer zweiten Stufe nochmals diesen Höhenunterschied zurückzulegen. An den heftigsten Wasserfällen steigt eine Wasserdunstwolke gen Himmel, in dem die Sonne Regenbögen erscheinen lässt. In diese Fälle sind Stege gebaut und man wähnt sich von Wasser umzingelt, d.h. man ist es eigentlich, de
nn man wird vollgesprüht von oben bis unten. Enorm beeindruckend und einfach fantastisch. Ich glaube ich werde nie wieder einen Wasserfall betrachten können ohne von ihm gelangweilt zu sein. Müde, aber glücklich, und Eindrücke verarbeitend sowie die StVO Argentiniens studierend gehts mit dem Bus zurück nach Argentinien und der kleine Schnupperausflug nach Brasilien lässt mich höchst gespannt und voller Freude auf ein Mehr im April oder Mai zurück.
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