Bellavista con Joaquin
Ganz unerwartet werden wir in Santiago nach unserem leicht verspäteten und schaukeligen Flug von Achim am Flughafen abgeholt. Wie praktisch – kein Reiseführer blättern, kein Verkehrsmittelsuchen. Urlaub von Anfang an, denn Achim enttaeuscht mal wieder nicht was das Wissen ueber die Nahverkehrsanbindungen betrifft. Der erste Eindruck von Santiago: es ist staubtrocken, endlich wieder warm und es ist bunt! Zumindest in dem Stadtviertel, in dem wir wohnen. Bellavista – ein quirliger, bunter Ausgehbezirk, der am frühen Abend fast ausgestorben, bei Einbruch der Nacht jedoch vor Leben zu bersten scheint. Alles was zwei Beine hat befindet sich auf der Suche nach Party und Tanz. Die Bürgersteige sind fast komplett zum Außenlokal umfunktioniert und in den vielen alten eingeschossigen, bunt angemalten Kolonialhäusern warten schon Türsteher der vielen Clubs und Discos auf das Publikum, das jedoch erst irgendwann weit nach Mitternacht – wie hier ueblich die Laeden bevoelkern wird. Unser Abend beginnt chic mit einem Abendessen in einem peruanischen Restaurant, wo man halt so hingeht wenn man in Chile ist. Superlecker, eine kleine Lehrstunde, was ich dann in Peru demnächst so alles essen muss. Als Aperitif ein Pisco sour, ein peruanisches Nationalgetraenk, welches sich die Chilenen angemasst haben ebenfalls herzustellen. Im Grund ein Caipi. Es gibt die Serviergroessen Inglesa und Cathedral – also die Wahl zwischen der Groesse Gedenkkapelle – da kann man anschliessend gerade noch aufrecht stehen und Koelner Dom, wo man anschliessend nur noch auf allen Vieren nach Hause kriechen kann. Und dann gehts nach langer Abstinenz auch mal wieder einschlägig aus, was allerdings eher moderat ist, denn die meisten Bars sind noch leer.
Kommentare