EVITA: No llores por mí, Argentina!
Also, Juergen hat keine Lust: Buenos Aires und seine Portenos verschlagen ihm den Atem und der literarische Esprit ist wie weggeblasen, da muss Achim einspringen.
Obwohl, den Vorschlag fuer die heutige Tagesgestaltung hatte „El jefe de este blog“ ja noch, naemlich Evita, die Ikone Argentiniens, genauer gesagt María Eva Duarte de Perón. Sie liegt auf dem Friedhof in Recoleta, das ist der Stadtteil, wo wir untergekommen sind. Das Grab ist leicht zu finden, denn alle Touristen pilgern zu ihrem Grab, man folgt einfach dem Strom. Auf dem Friedhof liegen auch noch viele andere argentinische Beruehmtheiten, aber mit den Namen auf dem Plan koennen wir nicht viel anfangen, das Kapitel Geschichte im Reisefuehrer haben wir wohl nicht so ganz so intensiv gelesen.
Die Franziskaner (Convento de los Padres Recoletos) haben den Friedhof und die dazugehoerige Kirche gegruendet und auch dem ganzen Stadtteil seinen Namen gegeben. Ich weiss aber auch nicht genau, ob dass nun die zurueckgezogenen Padres waren oder aber die Padres, die viel gesammelt haben. Der Stadtteil wirkt jedenfalls, als ob hier viel Geld gesammelt wurde. In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts zogen sich die Reichen nach Recoleta zurueck, um sich vor den Gelbfieber- und Choleraepidemien zu schuetzen. Alle wichtigen Botschaften, Banken und teuren Geschaefte liegen in Recoleta.
Aber zurueck zu Evita: Als uneheliches Kind einer Koechin kam sie mit 15 Jahren nach Buenos Aires, arbeitete als Model, Radiomoderatorin und Filmschauspielerin und lernte dann den richtigen (?) Mann kennen, den spaeteren Praesidenten Juan Peron. Sie setzte sich fuer die Armen und das Frauenstimmrecht ein und wurde deshalb von vielen abgoettisch verehrt und natuerlich auch von den herrschenden Schichten und Militaers gehasst. Tragischerweise erkrankte sie im jungen Alter an Gebaermutterkrebs, auch deutsche Spezialisten konnten ihr nicht helfen. Sie starb 1952 mit 33 Jahren. Der Leichnam nahm eine abenteuerliche Reise ueber Mailand und Madrid und fand erst 1976 in Recoleta seine Ruhe.
Wir froenen also auch dem Personenkult. Die Idee eine Blume ans Grab mitzunehmen, wird aber vom Jefe strikt zurueckgewiesen. Auch das Museo Evita wird ihm zu viel, wo noch einmal ordentlich aufgetragen wird. Noch schnell ein paar Devotionalien fuer José gekauft und dann reicht es auch.
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