In der Wüste
Ich habs gewusst! Irgendwann passiert es, dass ich in den falschen Flieger steige. Das zumindest ist mein erster Verdacht beim Landeanflug auf Arica im Norden Chiles. Wüste pur, so dass man sich im Anflug auf Kairo wähnt. Wo ist der Urwald? Nein nein, das ist schon alles so geplant, aber ganz so wüst habe ich es hier nicht erwartet. Wie soll man auch noch hinterherkommen, wenn alle paar Tage die Klimazone gewechselt wird. Achim landet 10 Minuten nach mir mit der Skyairlines, während ich mit der LAN geflogen bin. Merkwürdig getrennt zu fliegen und dennoch gemeinsam am Gepäckband zu stehen. Christian haben wir in Santiago gelassen, der sich nun auf seinen Rückflug morgen vorbereitet. Komm gut zurück!
Arica ist trotz umgebender Ödnis ein ganz schmucker Ort am Pazifik, umgeben von kahlen Hügeln, mit ausgebauter Fußgängerzone – die wohl überall auf der Welt identisch sind, selbst in der Wüste. Jedoch hier mit dem Unterschied, dass ein Supermarkt keine Werbeplakate mit den Sonderangeboten ausgehängt hat, sondern zu diesem Zwecke eine Einheimischenkombo engagiert hat, die nun in spanischem Folkloregesang die Sonderangebote herausposaunt. Man stelle sich Maria und Margot Hellwig in Deutschland von nem Edekamarkt vor wie sie den Preis für ein Pfund Rinderhack jodeln.
Dazu gibt es einige architektonische Besonderheiten. So existieren hier zwei Bauwerke, eine Kirche und ein Zollhaus, die von Gustave Eiffel – der mit dem Turm – in Paris entworfen, dort auch teils schon zusammengebaut und dann hierher verschifft wurden. Die Stahlträger in der Kirche ähnelt auch tatsächlich ein wenig den Stahlelementen des Pariser Turms. Erbaut wurde beides kurz nach dem Salpeterkrieg, in dem Chile den Peruanern diesen Landstrich und diese Stadt abgenommen haben. Eine Wunde, die vielen Peruanern noch heute Schmerzen bereitet. (Jose – wir haben den Chilenen 20 Kg Heimaterde gestohlen: Reicht das?) Die Bolivianer hats fast noch ärger getroffen, haben sie doch ihren Zugang zum Pazifik verloren, so dass die Marine noch heute auf dem Titicacasee festhängt auf tausenden Metern Höhe. Die ehemaligen Bewohner dieser Gegend sind nicht alle fort – mir erscheint es hier hinsichtlich der Menschen bunter als im Süden zu sein. Entsprechend interessanter und eben nicht so europäisch geprägt wie der Rest von Chile. Ich nähere mich meiner Vorstellung von Südamerika. Den Abend verbringen wir vor einem phantastischen Sonnenuntergang auf einem Berg – el morro - am Pazifik umkreist von Raubvögeln, die ihre Nester im Felsen haben. Herrlisch.
Arica ist trotz umgebender Ödnis ein ganz schmucker Ort am Pazifik, umgeben von kahlen Hügeln, mit ausgebauter Fußgängerzone – die wohl überall auf der Welt identisch sind, selbst in der Wüste. Jedoch hier mit dem Unterschied, dass ein Supermarkt keine Werbeplakate mit den Sonderangeboten ausgehängt hat, sondern zu diesem Zwecke eine Einheimischenkombo engagiert hat, die nun in spanischem Folkloregesang die Sonderangebote herausposaunt. Man stelle sich Maria und Margot Hellwig in Deutschland von nem Edekamarkt vor wie sie den Preis für ein Pfund Rinderhack jodeln.
Dazu gibt es einige architektonische Besonderheiten. So existieren hier zwei Bauwerke, eine Kirche und ein Zollhaus, die von Gustave Eiffel – der mit dem Turm – in Paris entworfen, dort auch teils schon zusammengebaut und dann hierher verschifft wurden. Die Stahlträger in der Kirche ähnelt auch tatsächlich ein wenig den Stahlelementen des Pariser Turms. Erbaut wurde beides kurz nach dem Salpeterkrieg, in dem Chile den Peruanern diesen Landstrich und diese Stadt abgenommen haben. Eine Wunde, die vielen Peruanern noch heute Schmerzen bereitet. (Jose – wir haben den Chilenen 20 Kg Heimaterde gestohlen: Reicht das?) Die Bolivianer hats fast noch ärger getroffen, haben sie doch ihren Zugang zum Pazifik verloren, so dass die Marine noch heute auf dem Titicacasee festhängt auf tausenden Metern Höhe. Die ehemaligen Bewohner dieser Gegend sind nicht alle fort – mir erscheint es hier hinsichtlich der Menschen bunter als im Süden zu sein. Entsprechend interessanter und eben nicht so europäisch geprägt wie der Rest von Chile. Ich nähere mich meiner Vorstellung von Südamerika. Den Abend verbringen wir vor einem phantastischen Sonnenuntergang auf einem Berg – el morro - am Pazifik umkreist von Raubvögeln, die ihre Nester im Felsen haben. Herrlisch.
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