
Sommer, Sonne, Strand und Meer, dazu einen – zugegeben langweiligen - Roman. Das mag jetzt zynisch klingen, aber ich habe heute das Gefühl ich verbringe meinen Sommerurlaub am Mittelmeer oder Atlantik. Urlaub auf Reisen sozusagen, an der Adria mit Lasagne und zum Abschied „Ciao“. Kein neues Gebäude, keine neue Naturschönheit, kein Fotoapparat, kein Ausflug. Auch schön. Die Idee nochmal einen Ausflug nach Peru einzuschieben verwerfen wir am Morgen recht schnell, denn das hat hier einen ähnlichen Charakter wie in anderen Grenzregionen auch: man fährt zum billigen Shoppen ins Nachbarland – einmal nach Slubice und mit fünf Stangen Zigaretten zurück. Und um Peru kennenzulernen reicht ein Tag ganz sicher nicht. Außerdem will ich ja noch weitere Fotos machen und mir die Kamera nicht jetzt schon stehlen lassen. Dazu müsste man aber wahrscheinlich gar nicht mal so weit fahren. Gestern Abend hatte ich das erste Mal ein ungutes Gefühl auf dem Nachhauseweg. Die Straße war voller windiger Gestalten, aber es ist nichts passiert.
Wir sitzen also fast den ganzen Tag am Pazifik am Strand und entspannen in der - oder besser entfliehen der extremen Sonne. Arica ist tatsächlich ein beliebter Badeort der Chilenen, mit trockener Luft, hohen Temperaturen tags (nachts dann aber ziemlich schattig) und dem kühlen Pazifik vor der Tür. Zum Sonnenuntergang dann einen Pisco Sour, das typische chilenische Nationalgetränk, wie es in der Karte heißt, was die Peruaner aber ganz sicher völlig anders sehen. Liegt Pisco doch in Peru und ist der Ort, wo dieser Schnappes seinen Ursprung hat.
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