Beachboy
Okay, es ist das Paradies hier und ich habe gestern gelogen – April, April. Traumhafte Strände, nette Menschen usw. Darunter der Neu-Hostelbesitzer und seit vorgestern auch Neu-VW-Busbesitzer. Ein wenig verrückt ist er dazu und beschließt am Morgen das gesamte Hostelpersonal und Gäste an einen Surferstrand weiter nördlich zu fahren. Ich komme mir in dem weißen Uralt-VW-Bus vor wie auf einer Zeitreise. Das Motorengeräusch, original wie vor 20 Jahren, obwohl dieses alte Modell hier immer noch hergestellt wird und der meistverkaufte Kleinbus in Brasilien ist. Allerdings doch schon 11 Jahre alt und entsprechend mit Macken behaftet. Alle paar Kilometer bleibt der Bus hängen und merkwürdigerweise kann er nur rückwärts angeschoben werden. Muss am Treibstoff l
iegen, denn der Wagen fährt mit Alkohol und bei 10 Litern auf 100 Kilometern würde ich auch des öfteren liegen bleiben. Lustig, aus dem Auspuff riechts dabei nach Brennspiritus und man hat das Gefühl gleich wird gegrillt und es gibt Steaks. Wie man doch konditioniert ist... Wenn er denn mal fährt schallen aus den Lautsprechern die Beachboys und/oder Roy Orbison und spätestens jetzt hat das alles etwas von Hippie. Am Strand angekommen, findet meine erste Surfstunde statt. Nach kurzer Trockenübung gehts ins Wasser und ich übe mich in der Kunst auf dem Brett zu stehen. Gar nicht schlecht für den Anfang. Es folgen die Disziplinen gleichzeitig zu stehen und eine Welle darunter zu haben sowie dabei auch die Kraft der Welle zu nutzen und immer noch zu stehen. Und ganz wichtig: das richtige Fallen. Fast wirke ich schon wie ein brasilianischer Beachboy, wenn die Hautfarbe nicht waere :-) In die richtig hohen Wellen darf ich nicht, dort wo die ganzen Kinder (!) surfen, was meinem Wohlbefinden sicher entgegenkommt. Aber ich kann nicht umhin das zu bewundern, es sieht so einfach und lässig aus. Wieder etwas neues auf Reisen – aber in Brasilien gehört das wohl einfach dazu....
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Lg Christian