Larga noche de museos

Ist ja verrückt, da lebe ich 20 Jahre in Berlin und habe es noch nicht einmal geschafft die lange Nacht der Museen mitzumachen und muss erst nach La Paz fahren um das dann hier nachzuholen. Diese Stadt ist echt verrückt. Die Innenstadt voller Menschen auf der Suche nach Kultur. In die Museen gehen wir letztlich gar nicht mal sondern erfreuen uns an den vielen Bands, die an allen Ecken der Stadt tolle neuzeitliche Musik mit vielen folkloristischen Elementen zum Besten geben, so dass sogar der einen oder anderen Cholita, sonst mit stoischem undurchschaubarem Gesichtsausdruck, ein Lächeln durchs Gesicht huscht. Dabei sind sie aber immer sorgsam darum bemüht nicht zu sehr zu tanzen, damit der Hut nicht herunterfällt. Ein echtes Spektakel mit hiesigen Instrumenten ohne diesen ganzen Poncho-Folklore-Quatsch, den man aus Berliner Fußgängerzonen so kennt. Ein langer Tag, denn das Nachmittagsprogramm musste ja auch noch absolviert werden. Wieder ein Valle de la luna mit ausgewaschenen Gesteinsformationen. Barbara macht sich ganz gut als Reiseführerin und zeigt mir wirklich alles Sehenswerte dieser Stadt. Womit hab ich das verdient? Wenn sie arbeiten muss, dann kommt das Söhnchen zum Einsatz. Die Ausflüge sind dann eher technischer/klamottentechnischer Art, denn da kennt der sich wirklich gut aus. Bei so viel Herumlauferei gerate ich konditionstechnisch echt an meine Grenzen und komme mit dem Cocakauen zum Energieaufbau gar nicht mehr nach. Aber das Zeug ist wirklich genial und putscht gut auf. Dumm, dass es in Deutschland verboten ist.

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