Salar de Uyuni
Oh
ne viel zu überlegen – bei Minusgraden funktioniert das bei mir sowieso schlecht – buche ich sofort nach Ankunft in Uyuni eine 4-Tages-Tour in die Salzwüste und zu den farbigen Lagunen an der Grenze zu Chile, wo ich im Grunde schon war, nur von der anderen Seite aus. Mir bleibt gerade noch Zeit für ein Frühstück und los gehts ziemlich übermüdet - die Nacht war echt hart - mit 4 Engländern, die schon eine Weile zusammen reisen. Erster Stopp ist ein Lokomotivenfriedhof. Ganz skurril diese Überreste des früheren intensiven Silberabbaus. Es folgt der übliche Tourihalt in einem kleinen Dorf um Nippes einzukaufen und dann werden wir aufgefordert für 3 Minuten die Augen zu schließen. Als wir sie öffnen knallen sämtliche Lichtdämmungssynapsen durch. Wir stehen im unendlichsten Weiß was man sich vorstellen kann. Die Salzwüste! Irre! Phantastisch! Bis zum Horizont nur Salz. Ich hatte schon viel davon gehört , doch so großartig hatte ich mir das nicht vorgestellt. Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon einiges gesehen hätte, aber das toppt – mal wieder – alles! Eine halbe Stunde werden Menschen-im-Hut und Mensch-springt-über-Salzhügel Bilder geschossen bevor es kilomete
rweit durch das unendliche Weiß geht. Mein Kopf versucht das einzuordnen und assoziiert Skiurlaub und dennoch passt der Vergleich hinten und vorne nicht, denn tagsüber ist es enorm heiß. Auch die Oberfläche unterscheidet sich sehr von Schnee. Nach 2 Stunden erreichen wir das Hotel für die Nacht, welches sich auf einer „Insel“ in der Salzwüste befindet - mit Vulkan und verlassenen Dörfern, die wir sogleich besichtigen. Zum Sonnenuntergang gehts nochmal in die Wüste für Fotos ohne Ende. Sobald sie untergegangen ist geht die Friererei auch schon wieder los und ich bin froh über die 3 Alpakapullover und die Lederjacke (SPOTTBILLIG!!!), die ich in La Paz erstanden habe. Komplett eingehüllt in den gesamten Inhalt meines Rucksacks liege ich um neun im Bett und warte auf den Schlaf, der mich von der Kälte erlöst.
Kommentare
Achim
Lg Christian