Verpflegung

Eigentlich mache ich heute nichts anderes als die bolivianische Mikrobenwelt zu erkunden. Das macht man am besten mit einer Überdosis Essen. Immer rein damit und siehe da: alles geht gut und ich kann keinerlei Änderungen feststellen. Das mag daran liegen, dass die Esskultur hier der brasilianischen ähnelt, deren Mikrobenangriffe ich ja schon bestens abgewehrt habe. Alles ist sehr Hamburger-, Pizza-, Fleisch- und Fettlastig. Und wie schon erwähnt sehr preiswert. Zudem muss hier irgendwann einmal eine ganze Horde Konditoren eingefallen sein, deren Geschäfte nach wie vor existieren. Massenhaft Torten und Kuchen stehen zum Verkauf bereit und natürlich kann ich nicht widerstehen. Die Hauptstadt der Torten. Fast den ganzen Nachmittag sitze ich bei Kaffee und Kuchen in den Cafes und lasse es mir bei einem Buch gut gehen, denn eine Mischung aus Regen und Wolken lädt sowieso nicht großartig zum Entdecken der Stadt ein. Amüsant ist die Preispolitik hier. Erfragt man einen Preis, so kann man den Verkäufern geradezu ansehen wie sie eigentlich wie aus der Pistole geschossen den Preis nennen möchten, den die Bolivianer zahlen, dann jedoch in letzter Sekunde kurz innehalten, den Fakt, dass ich Tourist bin berücksichtigen, abwägen und, bevor das Mundwerk in Betrieb genommen wird, schnell noch den Preis nach oben korrigieren. Nun, immer noch bezahlbar.

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Hi, nun nach der Tortenkur wird aber mal wieder ein Bild fällig, gell???
Anonym hat gesagt…
hört sich lecker an. Bringste uns eene Torte mit? Oder wenigstens ein quitschig buntes Bild mit der verrücktesten Torte oder sind die wie hier? Habe Lust auf was Süßes - meiner kommt erst am Dienstag wieder

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