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Haare und Müll

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  Ich wurde oftmals gefragt, warum meine Haare wieder so kurz sind. Einfache Erklärung: weil man in Afrika große Probleme damit hat meine Haare zu schneiden. Bereits in Barberton hatte ich ja meine Haare schneiden lassen. Das Ausrasieren an den Seiten verläuft da problemlos, sobald es aber an die oberen Partien geht, scheitern die afrikanischen Techniken, da sie alle für Afro ausgelegt sind. Scheren finden keine Verwendung, nur die gute alte Haarschneidemaschine. Der junge Mann, der sich an meinen Haaren in Sansibar versucht hatte, wollte es so machen wie er es halt gewohnt ist und nutzte für die Haare oben einen sehr groben Kamm, ich würde mal eher sagen etwas forkenartiges. Die afrikanischen Haare kann man damit anheben und bequem die überstehenden Haare runterrasieren. Mit meinen Haaren klappt das so gar nicht, sie fallen immer wieder ‚durchs Raster‘. Es werden nur einzelne Büschel erwischt und schließlich entsteht ein Flickenteppich an Höhen oben auf meinem Kopf. In dieser Situ...

Zanzibar ist schön

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Mit der Wahl in Kendwa zu wohnen habe ich alles richtig gemacht. Im Süden und Osten gibt es auch schöne Strände, jedoch sind sie schwerer zugänglich oder nicht so perfekt tropisch. Nungwi, der im Norden angrenzende Nachbarort, ist insofern eine schöne Alternative, da dort die Restaurants näher am Meer gelegen sind, der Strand etwas schmaler ist. Was den Touristenauflauf betrifft ist es leider wie an so vielen Orten auf dieser Erde. Laut und mit viel unangemessenem Verhalten seitens der Touristen und eben auch oft der Einheimischen. Die Ibizaisierung der Welt schreitet voran. Einen Tag bewege ich mich nicht von meinem Strand/Hotel weg, lese, schaue dem Treiben zu, döse und schwitze vor mich hin. Viele Russen verbringen hier ihren Urlaub, recht glücklich dabei. Ich versuche mal es einfach nur unbewertet zur Kenntnis zu nehmen. Heute dann habe ich meinen letzten Tag, an dem ich Schnorcheln/Delphinschwimmen gehe. Mein Boot holt mich um 08.00 Uhr ab und wir düsen einmal um die Insel h...

Verkehr

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  Im Westteil der Insel sind die Straßen perfekt ausgebaut, glatt, ohne Löcher und relativ breit, so dass jede Richtung in Ruhe fahren kann. In Afrika reichen zwei Spuren auch für 4 Parteien, man muss sich nur Mühe geben. Dabei herrscht das Prinzip ‚Leben und leben lassen‘. Man tastet sich in den Überholvorgang und erwartet von den Entgegenkommenden, dass der dann auch zur Seite weicht. Es ist durchaus so, dass man den für sich notwendigen Platz einnimmt, ihn einfordert, aber für alle Beteiligten gilt: ich muss auf mich und auch die anderen gleichermaßen aufpassen und auch diesem den physikalisch nötigen Platz einräumen, so dass – was   manchmal an ein Wunder grenzt – alle heil durch den Verkehr kommen. Träumen sollte man aber dennoch nicht. Verkehrsschilder nimmt man höchstens zur Kenntnis bzw. als unverbindliche Empfehlung – in Berlin nicht anders – man hält sich aber nicht unbedingt dran. Das gilt auch und insbesondere für Ampeln. Wer bei Rot anhält, der ist lebensmüde,...

Klassische Tropeninsel und auch wieder nicht

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  Sansibar ist die perfekte Tropeninsel und entspricht dem, was man von den Tropeninseln in Südostasien so kennt. Die hohe Luftfeuchtigkeit, Temperaturen um die 30 Grad. Eigentlich spricht man nicht von Sansibar als Insel, sondern von dem Sansibar-Archipel, einer Ansammlung vieler Inseln, von denen im Grunde nur zwei, Unguja und Pemba wirklich bewohnt sind. Mit dem Motorroller herumzufahren ist das Vergnügen schlechthin. Tatsächlich fühle ich mich wie in Thailand. Kokospalmen, Bananen, majestätische Mangobäume, sattgrüne Landschaft. Interessant sind hier jedoch die Abweichungen. Da steht dann plötzlich mittendrin der afrikanische Baobab, die Menschen sind tiefschwarz, die Essensstände bieten indisches Essen an, Moscheen statt Tempel, der Muezzin ruft zum Gebet und die Männer tragen häufig Kopfbedeckungen, wie ich sie aus Nepal kenne. Eine Einordnung ist schier unmöglich, hier läuft alles durcheinander, was es rund um den indischen Ozean so gibt und was höchst reizvoll ist. Aus ...