Nebel, Dunst, Rauch und Gemüseautos


Ein Reisetag steht an. Von Tofino fahren wir nach Nanaimo auf die Fähre nach Vancouver – (Horseshoe-Bay) und dann über Whistler nach Lillooet. Tofino liegt am Morgen wieder im Nebel, mystisch ist alles in Wolkenwatte gebettet, Häuser, Berge und Wälder erscheinen als Silhouetten. Auf dem Weg quer durch Vancouver-Island fahren wir wieder durch die Urwälder. Der Himmel ist schließlich frei von jeglicher Wolke und auch der morgendliche Dunst bald komplett verschwunden. Die Temperaturen liegen bei unter 20 Grad.


Heute beginnen wir nun wirklich das kanadische Festland zu erkunden. Die Gebirge sind höher und in jede Richtung sind schneebedeckte Gipfel zu sehen. Dazu wieder der eine oder andere See und hübsche Schluchten und fertig ist die heutige Bildauswahl für den Blog und den Status in Whatsapp. Im Auto staunen wir, schweigen ab und zu und unterhalten uns immer wieder darüber, was wir sehen. Anja: schau mal der Chicoree, Ich: hä? Anja: Na, da vorne, das Auto! Ich schaue derweil der Corvette beim Überholen zu und halte Ausschau nach den Rhabarber- und Tomatenflitzern.😂😂😂

Etwa 150 Kilometer entfernt von Vancouver fahren wir durch Whistler, dem St. Moritz von British Columbia. Es gibt nicht so viel zu sehen, so dass wir zügig weiterfahren. Hinter Whistler folgt fast ausschließlich unbesiedeltes Gebiet. Glaubt man den Warnschildern, dann leben hier nur noch Bären. Die zeigen sich aber auch heute nicht. Im Kopf findet aber jede Pause am Straßenrand mit Bären statt. 

 


Der Himmel ist seit einiger Zeit ockergelb gefärbt und es riecht nach Waldbrand. Auf Googlemaps sind ganz in der Nähe zwei Waldbrände eingezeichnet, es ist nicht zu leugnen: Kanada brennt allerorten. An einigen Stellen kann man die Spuren vorheriger Waldbrände erkennen, aber die Vegetation ist nie ganz verschwunden, sondern kämpft sich immer wieder zurück. 

 



Je weiter wir fahren, desto wärmer wird es und auch der Bewuchs wird weniger. Nachdem wir den letzten Bergpass hinter uns haben, landen wir klimatisch im mediterranen Griechenland. Trocken bei 35 °C.

Unsere Unterkunft ist ein Traum, ein Haus am Hang mit Blick auf einen Fluss in einer eigenen Wohnung und Garten. Die Grillen zirpen. Jeder Tag übertrifft den vorherigen.

 


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Delinquenten

Tartarugas

Einkaufsbummel