Rauch, viel Rauch


Wieder ist die Luft voller Rauch. Am Morgen gibt es noch relativ wenig davon, so dass man noch etwas die Berge erkennen kann, wenn auch eher gedimmt in blau. Doch später fahren wir praktisch durchgängig durch eine vollständig verrauchte Landschaft. Teilweise ist die Sicht extrem eingeschränkt, die Berge sind in großen Teilen nicht zu sehen, die Wand aus Rauch schluckt alles. Die Lunge fühlt sich nicht besonders gut an, wir beide bekommen etwas Kopfschmerzen und sorgen uns, dass es einfach nicht besser werden will. Wir fahren gute 500 Kilometer  durch den Smog. Ein wenig erinnert das alles an Herbst in Deutschland und der Novemberhochnebel in Berlin. Insbesondere in den 80er Jahren fühlte man sich in Berlin genauso. Nur, dass es da Kohleschwaden waren und hier Holzgeruch.

Kanada brennt. Kurzzeitig steht die Überlegung im Raum heute schon Richtung Vancouver und der sauberen Luft dort zu entschwinden, aber wir fahren tapfer nach Nelson und kaufen für den Abend in der neuen Unterkunft ein. Ich frage eine Verkäuferin wie sie die nächsten Tage hier einschätzt.

Sie sagt: „ach, das ist doch die „smokey-season“, das hört recht schnell wieder auf. Meist bleibt das nur einen Tag. Das ist hier immer so.“ Das beruhigt mich zunächst ein wenig, die Medien berichten da dann doch etwas nervöser drüber.


Nun, alles hat zwei Seiten. Die Sonne und der Himmel bieten spektakuläre Ansichten.

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