Wale "fangen"
Wenn ich selbst gerade aufstehe, benötige ich eine Weile, um klar zu sehen. Ebenso ergeht es diesem Ort – er befindet sich im Nebel – mit einer großartigen, fast mystischen Morgenstimmung beginnt der Tag. Die Sonne steht schon klar am Himmel und erledigt ihre Arbeit den Dunst zu vertreiben.
Auf dem Programm steht eine Wanderung auf dem rainforest-trail, die wir jedoch spontan verschieben, da wir schließlich doch noch Plätze auf einem Boot zur Walbeobachtung bekommen. Bis gestern war alles ausgebucht.
Tofino ist der Ort für allerlei Ausflüge in die Welt der Tiere. Bären anschauen geht hier ebenso wie Wale beobachten. Das mit den Bären erwarten wir auf dem Festland sowieso, so dass wir kurzfristig eine Walbeobachtungstour buchen. Was vor einigen Jahren in Island nicht bzw. nur mäßig erfolgreich gewesen war, müsste doch in Kanada – DEM Land der Wale möglich sein.
Wir fahren raus und erhalten sogar
eine Walgarantie. Na, ich bin ja skeptisch. Sollten wir keine Wale sehen, so
lohnt einfach der Blick aus der Ferne auf die Gebirge von Vancouver-Island. Gar
nicht lange nach der Abfahrt schwimmt ein Seeotter herum. Grzimek hätte jetzt „possierliche“
Tierchen gesagt – und das sind sie auch. Meist schwimmt er gemütlich in Rückenlage
und lässt es sich offensichtlich gut gehen.
Ein paar Meter weiter taucht ein
Knochenfisch auf. Die Crew des Bootes gerät in Ekstase und lassen uns wissen, dass sie entweder a) dieses Jahr noch gar keinen, b) überhaupt noch nie
einen oder c) noch nie einen in Kombination mit einem Seeotter gesehen hätten.
Hmm, wenn wir nicht zufrieden sind nach dieser Tour, dann wohl mindestens die
Crew. Dann hat die Tour sich ja gelohnt.
Ein kurzes Abendessen und ich falle gegen 19.00 Uhr völlig erledigt ins Bett, der gestrige Abend, die Sonne und das Geschaukel fordern ihren Tribut.



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