Zurück in der Sonne
Alles ist wieder unbeschwerter – die Sonne scheint, der Rauch hat sich in den Norden Kanadas verzogen, die Wolken sind weg. Um jede Minute zu nutzen, brechen wir am Morgen schon um 08.00 Uhr auf und fahren auf den Highway 93. Wir erinnern uns: der Highway to Heaven. In die entgegengesetzte Richtung zu fahren ist ebenso schön und wieder gibt es neue Ansichten.
Heute sind die Seen ganz ruhig und man kann prima die sich darin spiegelnden Berge betrachten oder besser noch großartige Touri-Fotos machen. Variationen wie immer am/mit See, am/mit Berg, am/mit Gletscher, allein, in Kombination, mit und ohne Menschen. Genial auch, wenn der eine oder andere Vogel dazu posiert.

Auf dem Rückweg dann Sonne über dem Berg mit Wolken. Mir wird fast schwindelig und ich freue mich wie ein kleiner Junge über weitere wunderschöne Bilder. Emil ist ebenso hingerissen von allem. Und dann: Massenparken. Unzweifelhafter Hinweis darauf, dass ein Tier zu sehen ist. Touristen sind schon seltsame Wesen – so müssen es zumindest die Tiere sehen. Die Sheriffs allerdings auch, denn ohne Not anzuhalten ist verboten, auszusteigen doppelt. Die Polizei Kanadas könnte sich mit Leichtigkeit finanzieren, wenn sie dieses Massenparken intensiver ahnden würden. Und bevor Fragen kommen: natürlich halten auch wir an. Eine große Traube Menschen starrt in die Büsche, wo ich absolut nichts erkennen kann. Ich frage höflich und die Antwort ist, dass dort ein Bär zu sehen sei. Hmpf, ich kann nichts sehen. Emil entdeckt dann aber tatsächlich einen Fellrücken. Mehrere Schwarzbären ziehen durch die hüfthohen Büsche. Dank Tele ‚schieße‘ ich einen Bärenrücken. Ich bin trotzdem zufrieden. Nun kann ich dieses Land verlassen mit dem Gefühl das Bärenfoto des Jahrhunderts geschossen zu haben. Gibt es mehr Glück auf dieser Erde??



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