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Es werden Posts vom September, 2023 angezeigt.

Fluch des Vergessens

Die Reise steht unter dem Stern des Vergessens. Irgendwie ist immer irgendetwas weg. In Kanada vermisste ich meine Uhr, die ich in der vorangegangenen Unterkunft wähnte, die dann aber doch im Koffer war und zwar in der Schmutzwäsche. Anja vergaß daraufhin ihren Kopfhörer, den wir nach Vancouver schicken lassen konnten, nur um gleich darauf zwei Pullis in der Unterkunft danach zu vergessen. Die konnte ich dann beim zweiten Aufenthalt abholen. In den USA habe ich dann dummerweise meinen Tolino vergessen und ihn nachschicken lassen, was jedoch zeitlich nicht reichte, und ich hoffe nun weiterhin auf Moritz, den wir in Portland getroffen hatten, dass er den für mich einsammelt. Wie praktisch in dieser geschrumpften Welt, dass der ehemalige Mitwohni gerade genau dort ist :-). Der aktuelle Mitwohni und Reisebegleiter war darob wenig begeistert! Das Zweithandy, insbesondere für Sao Paulo und Rio als Vorsichtsmaßnahme  geplant und eingerichtet, lagert derweil weiter in Sao Paulo zur Abhol...

Delinquenten

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Ich bin nicht sicher, aber ich glaube, dass ich hier in einer Art Mini-Favela gelandet bin. Es wirkt schon sehr einfach und entspricht in vielerlei Hinsicht den Beschreibungen einer Favela. Es wohnen hier keine reichen Leute - die würden die Strapazen von 100 steilen Treppen auch sicher nicht in Kauf nehmen. Die Menschen, die hier wohnen, leben sehr einfach und beengt und im Grunde ist alles eins - die Wohnzimmer und Küchen werden teils durchlaufen, unglaublich viele Kinder befinden sich in den engen Gassen und spielen, und hin und wieder läuft jemand vor einem Richtung seines Heimes. Nicht immer ist das ein unangenehmer Anblick. Allgemein hängen hier jede Menge junge Leute herum, die zwar alle sehr nett sind, aber auch etwas recht delinquentisches haben. Ich gehe davon aus, dass in dieser "Gemeinde" allen klar ist, dass ich hier der Kunde des AirBNB-Unternehmens einer Frau bin und ich daher unter einem gewissen Schutz stehe, da ansonsten recht schnell Schluss mit der Vermi...

Ab nach Salvador

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Pünktlich um 07.00 Uhr beginnt der Trennschleifer seinen Dienst. Mir reicht es vollkommen. Beim Frühstück ist der Entschluss in Nullkommanix gefasst den Aufenthalt hier um zwei Tage abzukürzen. Bei Booking ist flott eine Unterkunft in Salvador gebucht, der Uber kurzfristig bestellt. Schnell noch Sachen zusammengepackt und bloß weg hier. Krach zermürbt, und zwar sehr schnell. Ich sitze seelig in der Taxe und freue mich. Die Unterkunft heute liegt an einer Bucht in Salvador. Die Stadt ist im Grunde auf einer Halbinsel erbaut, so dass hier eine der wenigen Stellen in Brasilien ist, an denen man die Sonne über dem Meer versinken sieht. So auch von meiner Unterkunft aus. Sie liegt am Hang und man muss erst einmal ein gutes Stück über Treppen durch enge Gassen hinuntersteigen. Dabei durchlaufe ich quasi die Wohnzimmer der Anwohner, die hier miteinander wohnen und leben.  Die Wohnung ist innen todschick, während das Haus von außen eher aussieht als müsste daran dringend etwas gemacht ...