Bates
Wir entscheiden uns den Antelope-Canyon für morgen zu buchen – TEUER (!!!) – und fahren in das Monument-Valley. Es liegt im Reservat der Navajo-Indianer. Bereits auf dem Weg dorthin gibt es Aussichtspunkte, an denen man allerlei Klimbim der Indianerkultur kaufen kann. Offensichtlich ist das hier eine weit verbreitete Einnahmequelle. In der Ferne tauchen von Zeit zu Zeit Ortschaften auf, die nicht sehr reich wirken. Einfache Häuser ohne alles drumherum. Die Navajos sind die zweitgrößte Indianerkultur in den USA, die Hälfte von ihnen lebt in dem Reservat in Arizona.
Das Monument-Valley ist grandios. Einzelne Tafelberge stehen im Nichts. Eine Wanderung führt um einen der Berge herum durch die Wüste, die tatsächlich lebt. Eidechsen, Mäuse und sehr penetrante Fliegen, die in alle Kopföffnungen hineinfliegen. Bei 33°C wandern wir zum Glück mit genügend Wasser in der absoluten Stille. Man hört nichts – ein Fest für meinen Tinitus, der sich die volle Aufmerksamkeit erkämpft.
Recht früh sind wir zurück in
Page und gehen bowlen. Wir sind quasi an der Geburtsstätte des Bowling. Die
Bahn sieht auch so aus als stammte sie noch im Original aus dieser Zeit. Im
Grunde ist es eine Bar mit angeschlossener Bahn. Der Großteil der Leute
betrinkt sich – gepflegt und ungepflegt. Hier trifft sich das ehrliche Amerika.
Ein Herr mit Cowboyhut und einem Sweatshirt mit dem Aufdruck ‚Elkoholic‘ lallt eine ebenfalls nicht mehr
ganz standfeste Dame mit Perücke und weißen Westernstiefeln voll. Am Tresen
eine Gruppe sehr männlich wirkender Damen, die auch ganz ordentlich bechern.
Alles wird von einem dem WC entstammenden Geruch umwabert. Einzigartig. Chichi
gibt es hier nicht. Stairway to heaven und Hotel California schallt es aus den
Boxen. Amerika hat eine Patina. Die Straßen, die Bars, die Menschen.
Mac’n-Cheese runden den Abend ab.



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