Der Große


Auf dem Programm: Canyons. Den Antelope-Canyon hatten wir gestern gebucht und stehen extra früh auf. Doch leider steht er unter Wasser und alle Touren sind abgesagt. Sehr traurig, da dieser Canyon absolut einzigartig ist. Die Bilder waren jedenfalls sehr vielversprechend. Was hilft es – sofort fahren wir zum Grand Canyon, dem sagenumwobenen „Großen“. Da viele den Antelope so gehypt haben, fahre ich mit wenig Erwartungen hin. Und siehe da: atemberaubend, spektakulär. Man möge die Reihe mit Superlativen fortsetzen. Unglaublich dieser Canyon. Vom obersten Rand bis zum Fluss unten sind es gut 1000 Höhenmeter und er ist etwa 16 Kilometer weit. Er ist der Grandiose!

Von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt hangeln wir uns an ihm entlang und wählen dann den Bright-Angel-Trail zum Wandern. Dieser ist in Etappen eingeteilt und man erhält viel Informationen, denn er ist bis zu 20 KM lang und geht wirklich bis ganz runter. Man warnt sich nicht zu übernehmen – die Anzahl der erforderlichen Rettungen hat in den letzten Jahren arg zugenommen. Gemeinsam steigen wir ab, ich nehme mir die erste Etappe vor, die auf 5 Kilometern Länge bereits 350 Höhenmeter hat. Es ist ganz wu


nderbar „mittendrin“ zu sein, doch nach einer Stunde Abstieg wird es mir mulmig, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass uns jede Menge rote, schwitzige Gesichter entgegenkommen, die offensichtlich am Rande ihrer Kräfte sind.

Also kehre ich um, während Emil noch ein Stück weiter runtergeht.

Beide kommen wir wohlbehalten wieder dort an, wo wir hinwollen: zum Sonnenuntergang an den Aussichtspunkt Mathers-Point.

Und auf ein Neues bietet die Natur Bilder, die unbeschreiblich sind. In kurzer Abfolge verfärbt sich der Canyon. Siehe Bilder.


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