Eeeeemiiiiil 😟😥😫!!!!
Nach 7 Wochen geht es für mich nun allein weiter. Emil sitzt im Flieger nach Washington und dann nach Berlin, ich warte am Vormittag noch auf meinen Flieger über Toronto nach Sao Paulo. Eine merkwürdige Emotionswelt für mich heute Morgen. Vancouver herbstelt, die Bäume färben sich bunt, es ist nachts ziemlich frisch, und ich merke, dass sich das Alleinsein nicht besonders gut anfühlt. Gut, dass ich in die Sonne und Wärme fliege.
Der Mietwagen ist schnell abgegeben und alles ist vollkommen unkompliziert. Kanadier sind halt entspannt. Den Flieger betrete ich pünktlich, nur leider fliegen wir völlig verspätet ab, weil irgendwelche Fluggäste, nachdem sie bereits mit Aufgabegepäck eingecheckt haben, dann doch nicht erschienen sind, wodurch deren Gepäckstücke mühsam gesucht und wieder ausgeladen werden müssen. Eine Stunde dauert diese Prozedur und ich werde nervös, da ich für meinen Anschlussflug in Toronto nur 90 Minuten Zeit habe. Neben mir sitzen zwei jugendliche Chinesen, das ist praktisch, da diese nicht, wie manch anderer Mitflieger ober- und unterhalb der Sitzlehnen rüberquellen. Im Gegenteil: nicht nur sind die im Ganzen sehr übersichtlich, nein, die klappen sich auch noch zusammen und schlafen auf der Stelle und man hat fast das Gefühl allein in der Reihe zu sitzen. Wirklich bemerkenswert.
In Toronto dann mitten in der Nacht eine unglaubliche Lauferei, um auf den Flieger nach Sao Paulo zu kommen. Aber der Anschlussflieger wartet auf uns und alles ist gut. Erstaunlich ist, dass es bei der Ausreise keine Passkontrolle gibt. Habe ich noch nie erlebt. Emil ergeht es leider nicht so gut. Er bleibt in Washington hängen und kann erst einen Tag später weiterfliegen. Der Flug ist ruhig, der Film "Ein Mann namens Otto" rührt mich zutiefst und ich schlafe danach die meiste Zeit.
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