Einkaufsbummel


Da das Haus relativ frei steht, die Wohnung oben drauf, ist die Dusche so konzipiert, dass man einen herrlichen Blick über die Stadt hat. Die Fenster sind nicht blickdicht. Das beschert mir den schönsten Sonnenaufgang, den ich je hatte – direkt in der Dusche! Viel vorgenommen habe ich mir heute nicht. Ich bummle durch die Stadt und durch zwei Einkaufszentren. Im Wesentlichen interessiert mich, ob ich nun in meine üblichen Hosen von Levis in der Vor-Corona-Größe passe. Und siehe da: genial: 2 Größen kleiner. Reisen bildet nicht nur, es macht auch schlank 😊. Als ich am Abend im Restaurant sitze, komme ich mit einem Brasilianer ins Gespräch, der zum Glück Englisch spricht. Die Corona-Kilo-Keule hat damals auch hier zugeschlagen. Er zeigt mir ein Foto von sich, auf dem er extrem füllig ist. Die Corona-Zeit haben sich viele hier nicht mit den üblichen 2 Grillabenden im Monat, sondern mit ein bis zwei wöchentlichen BBQs totgeschlagen.


Berichtenswert ist sonst heute noch die Müllentsorgung. In Sao Paulo, ich nehme an auch andernorts, gibt es keine Mülltonnen in den Häusern, der Müll wird hier einfach abends an die Straße gestellt. Die städt. Müllabfuhr holt dann alles ab. Vorher jedoch laufen Horden von Obdachlosen durch die Straßen und durchsuchen den Müll auf Verwertbares. Das ist alles andere als hygienisch, aber es hilft bei der Trennung. Was man allerdings auch anders organisieren könnte/sollte. Als ich nach dem Abendessen zurückkomme, ist der Müll denn auch schon abgeholt worden. Es scheint gut zu funktionieren. Der Rest des Abends findet wieder lesend in der Hängematte statt.


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