In der Sandkiste


Wir verlassen Las Vegas und entscheiden erst am Morgen wie es weitergehen soll. Das Death Valley ist gesetzt, LA auch. Naja, dann verbinden wir das eben. Flugs ist eine Unterkunft in Hollywood gebucht, denn das dortige Ziel sind die Universal-Studios. Wird ein langer Ritt.


Heute sind es 38°C, also beste Bedingungen für das Death-Valley, was gerne bis zu 50°C heiß wird. Las Vegas zu verlassen fällt mir nicht schwer. Zwar ist man hier nie fertig mit den Sehenswürdigkeiten, aber es ist mächtig teuer und von den wirklich einzigartigen Eindrücken brauche ich wieder ein Pause. Mit Zwischenstopp im Diner – wir sind verliebt in diesen Ort – fahren wir westwärts durch die Wüste. Es sind gut 150 Meilen dorthin.

Irgendwann weist ein Schild weist auf die „Big Dune“ hin und das lassen sich der junge Junge und der alte Junge natürlich nicht nehmen. Nach dem Bällebad geht’s  in die Sandkiste. Etwa 5 Meilen Schotterpiste und dann in die Büsche. Eigentlich wollen wir direkt zur Düne fahren, aber es wird ziemlich sandig und in dem Moment, in dem wir anhalten wollen, stecken wir auch schon fest. Leider haben wir die Backförmchen und insbesondere die Schäufelchen in Berlin gelassen.  Hmpf, Emil schiebt uns zum Glück raus, wir parken und laufen den Weg zur Düne.

Eine tolle Sanddüne bei 38°C, hier wird alles aufgefahren!!! Die Badelatschen haben wir zum Glück dabei, denn barfuß verbrennt man in Nullkommanix. Selbst mit den Backförmchen wäre es hier kein Vergnügen zu spielen. Also werden ein paar schöne Fotos gemacht und wir kehren zurück zum Auto, mit dem wir prompt wieder stecken bleiben, aber auch hier helfen Muskelkraft und ein paar Zweige unter den Reifen. Ich übe schon einmal für Namibia im November. Bleibt zu hoffen, dass ich dann genügend Muskelkraft aufgebaut haben werde und vor allem, dass ich dann auf Äste finden werd … So unaufgeregt wie ich das hier schreibe, habe ich mich aber dann doch nicht gefühlt. Mitten in der Wüste in der absoluten Hitze möchte man sich nicht festfahren.



Dann sagt das Navi leider, dass die Durchfahrt durch das Valley nicht möglich ist. Ich vermute das liegt an den Fluten der letzten Woche. Schade.  Auf diese Weise kommen wir in den Genuss eines ziemlichen Umweges, aber auch sehr schöner hügliger Landschaften. Ein totales Gekurve bergauf und bergab mit plötzlichem Brandgeruch. Die Bremsen qualmen. Puh, heute ist aber auch der Wurm drin! Essenspause. Zum Glück funktioniert alles und wir erreichen Los Angeles/Hollywood wohlbehalten.



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