Mammuts
Jetzt weiß ich woher die US-Amerikaner das mit der Gigantomanie haben: es sind die Bäume, von denen sie es sich abgeschaut haben. Etwa 50 Meilen vor dem Redwood-Nationalpark beziehen wir Quartier in dem tollen Psycho-Hotel und fahren heute morgen in selbigen Park. Gestern spät abends sind wir durch viele, dunkle, riesige Wälder gefahren - jetzt durchlaufen wir diese.
Sie sind unbeschreiblich! Riesige Bäume im Durchmesser und in der Höhe ragen in den Himmel und lassen mich ganz klein erscheinen. Ganz ehrfürchtig und demütig wandere ich mit Emil durch den Wald und bin schwer begeistert. Jede Perspektive ist es wert betrachtet zu werden - und es gibt davon so unendlich viele. Die meisten Stämme sind unten leicht verkohlt von früheren Waldbränden. In der Regel überstehen diese uralten Riesen Waldbrände nahezu unbeschadet. Die Krone der alten Bäume ist teils so dicht, dass kaum Licht durchdringt, so dass die Redwoods extrem dunkel und weitestgehend frei von Unterholz sind. Besonders beeindruckt die Stille in diesen Wäldern. Kein Laut dringt an mein Ohr. 20 Kilometer wandern wir insgesamt - zum Pazifik und zurück. Für die nächsten Wanderungen dürfen es ein paar Kilometer weniger sein: alles schmerzt! ;.(
Zum Abend fahren wir so weit wie möglich nördlich, um von den teuren Unterkünften rund um einen Nationalpark wegzukommen und gleichzeitig unserem Ziel für Donnerstag - Vancouver - möglichst nahe zu kommen, die Reise endet bald. Derweil geht wieder die Sonne in all ihrer Schönheit über dem Pazifik unter.




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